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Pflanzenlabyrinth Dürrenbächli» (von links): Landfrau Regula Bühler-Popovic übergibt die Küttiger Rüebli-Samen mit ihren Töchtern. Foto: © Jurapark Aargau

Küttiger Rüebli gedeiht zum Kunstwerk – Ausstellung «Schimelrych bis Chrottehalde» eröffnet

(ar) Das Eröffnungswochenende der Kooperations-Ausstellung «Schimelrych bis Chrottehalde – Kunst und Natur in Laufenburg» ist Geschichte. Der Jurapark Aargau und das Rehmann-Museum schauen auf eine fulminante Vernissage und einen erlebnisreichen «Tag der offenen Tür» zurück.

Der vergangene Samstag stand ganz im Zeichen des Jurapark Aargau und der Kunst: Der zweite Eröffnungstag im und um das Rehmann-Museum zur Ausstellung «Schimelrych bis Chrottehalde» wurde mit einem reichen, regional vernetzten Programm gefeiert.
Eröffnet wurde der «Tag der offenen Tür» von Patrizia Solombrino, Geschäftsführerin im Rehmann-Museum, Laufenburgs Stadträtin Regina Erhard und Projektleiterin Helene Bigler Brogli vom Jurapark Aargau. Regina Erhard wies auf den verbindenden Charakter der Ausstellung hin, die sowohl Kunst- als auch Naturliebhabende anspricht. Ihre Rede schloss sie mit einem Zitat Pablo Picassos ab: «Der Zweck der Kunst ist es, den Staub des täglichen Lebens von der Seele zu waschen.» Die regionalen Alphornbläser begleiteten den Tag musikalisch mit Jurapark-Stücken von Ulrich Hegnauer und musizierten an verschiedenen Orten im und ums Museum.

Führungen
Auf diversen Führungen konnten die Gäste Einblicke in die Hintergründe zum Kunst-Rundgang und zur Museumsausstellung gewinnen. Bei der Jurapark-Führung mit Helene Bigler Brogli durften die Gäste direkt selbst an einem Kunstwerk partizipieren: Die Küttiger Landfrau Regula Bühler-Popovic hat Saatgut des «Küttiger Rüeblis» nach Laufenburg gebracht. Die Samen säten zahlreiche Kinder und Besuchende zusammen mit der Wölflinswiler Künstlerin Agnes Barmettler, in deren Kunstwerk auf dem Kunst-Rundgang, dem «Pflanzenlabyrinth Dürrenbächli», wo das Rüebli nun bis im Herbst heranwächst.

Kinder im langsam spriessenden Pflanzlabyrinth. Foto: © Jurapark AargauArtenreiche Blumenwiesen
Aber nicht nur das Rüebli, auch artenreiche Jurapark-Blumenwiesen werden in Zukunft in Laufenburg wachsen. Feierlich und versehen mit guten Wünschen der Teilnehmenden wurden zehn Wildblumenziegel im Skulpturengarten des Rehmann-Museums gesetzt – ein Zeichen für die Nachhaltigkeit. Hand angelegt haben unter anderem Rudolf Lüscher, Stiftungspräsident vom Rehmann-Museum und Vizepräsident vom Jurapark Aargau, Stadträtin Regina Erhard, Patrizia Solombrino, Geschäftsleiterin Rehmann-Museum, und Anna Hoyer, Co-Geschäftsleiterin Jurapark Aargau. Die Pflanzenziegel sind eine Zusammenarbeit mit der Gärtnerei D. Labhart aus Schafisheim und beinhalten 25 regionale Wildblumenarten pro Ziegel: Die Samen wurden in artenreichen Wiesen im Jurapark Aargau geerntet und von Daniel Labhart und seinem Team auf einem Blumenziegel herangezogen. So kann gewährleistet werden, dass die typische Zusammensetzung der hiesigen Naturwiesen erhalten bleibt und auch in Rehmanns Garten versamen und weiter spriessen kann. Einheimische Wildblumen sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern freuen auch viele Insekten und Vögel.

Kunstwerke
Bei den anwesenden Kindern besonders beliebt war das Kunstwerk «wagon» von Charlatan, eine begehbare, mit essbaren Pflanzen bestückte Holzskulptur vor dem Rehmann-Museum. Aber auch die Kunstwerke entlang des Rundgangs und die Natur und Landschaft begeisterten die kleinen Besuchenden. «Es ist super, dass hier «WARTE MAL» steht. Denn es ist schade, wenn die Erwachsenen all die schönen Dinge am Wegrand gar nicht beachten», so der Kommentar eins neunjährigen Ausstellungsbesuchers zum Schriftzug von Ursula Rutishauser. Und die Grillstellen sowie der Schaffensplatz am Weg laden ein, den Kunst-Rundgang später im Jahr noch einmal zu begehen. Auch um das Gedeihen des Labyrinths, den Zerfall der Bananenschalen im Kunstwerk von Dora Freiermuth oder das Pflanzenwachstum aus den Kunstwerken von Landra zu beobachten.
Abschliessend hat die Stadtmusik Laufenburg – dem Wetter wegen im Ausstellungsraum statt im Skulpturengarten – musiziert und die Gäste des Tages verabschiedet.

Stadtmusik Laufenburg. Foto © Jurapark AargauAuch die Vernissage am Freitag, 22. März, war ein voller Erfolg – sie wurde von rund 120 Personen besucht. Eröffnet wurde die Ausstellung mit feierlichen Worten von Georg Matter, Abteilungsleiter Kultur des Kantons Aargau, Rudolf Lüscher (Stiftungspräsident Rehmann-Museum und Vizepräsident Jurapark Aargau), Anna Hoyer (Jurapark Aargau), Patrizia Solombrino (Rehmann-Museum) und Michael Hiltbrunner (Kurator). Die Listening Session der Künstlerin Riikka Tauriainen, Klangkünstlerin Kay Zhang und Musikerin Nuriia Khasenova lockte die Gäste in den dunklen Skulpturengarten – abgeschlossen wurde die Vernissage mit einem regionalen Apéro in Erwins Bistro.

Bilder
Erstes Bild: «Pflanzenlabyrinth Dürrenbächli» (von links): Landfrau Regula Bühler-Popovic übergibt die Küttiger Rüebli-Samen mit ihren Töchtern. Foto: © Jurapark Aargau
Zweites Bild: Kinder im langsam spriessenden Pflanzlabyrinth. Foto: © Jurapark Aargau
Drittes Bild: Stadtmusik Laufenburg. Foto © Jurapark Aargau
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