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 Klinikleitung: Matthias Mühlheim, adm. Direktor, und Prof. Leo Bonati, Chefarzt und med. Direktor. Foto: Reha Rheinfelden
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«Konstant hohe Auslastung» - Jahresmedienkonferenz der Reha Rheinfelden

(pd) Nach herausfordernden Jahren mit vielen ausserordentlichen Faktoren erfolgte im Jahr 2023 im Geschäftsgang wieder eine Normalisierung. Dabei ist es der Reha Rheinfelden gelungen, ohne Sonderfaktoren oder ausserordentliche Posten ein sehr gutes operatives Ergebnis zu erzielen, wie die Reha Rheinfelden anlässlich ihrer Jahresmedienkonferenz bekanntgab.

Die Reha Rheinfelden verzeichnet für das vergangene Geschäftsjahr dank konstant hoher Auslastung im stationären Bereich eine Zunahme der Pflegetage um +3,5 Prozent auf 74 095. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um +30,6 Prozent auf 6 223 948 Franken und die EBITDA-Marge entsprechend von 6,8 Prozent auf 8,3 Prozent. Das Gesamtergebnis beträgt 1 462 796 Franken (Vorjahr 485 319).
Zusammenfassend spiegeln die Finanzkennzahlen für 2023 die positive Geschäftsentwicklung wider, gekennzeichnet durch einen Anstieg der Erträge, eine verbesserte Betriebsmarge und ein deutlich verbessertes Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Dazu beigetragen haben auch Optimierungen von Schlüsselprozessen. Diese äusserst positive Entwicklung setzt sich auch 2024 mit einem bislang konstant hohen Anmeldestand und entsprechend hoher Auslastung fort.
Im Jahr 2023 hat sich die Reha Rheinfelden einem Strategiereview zugewendet. Dabei wurden die strategischen Stossrichtungen sowie die daraus resultierenden zukünftigen Handlungsfelder geschärft und erweitert. Eine Erweiterung des medizinischen Fokus auf die Prävention sowie auch neue und erweiterte Schwerpunkte wie die Mitarbeiterbindung und die Digitalisierung sind dabei von zentraler Bedeutung. Verschiedene Programme und Initiativen werden die strategischen Stossrichtungen unterstützen, um die gewünschten Effekte in der Zukunft zu erreichen.

Start-Up-Abteilung Pflege
Mit der Einführung der Start-up-Abteilung Pflege im Herbst 2023 verfolgt die Klinik das Ziel, die Arbeit in der Pflege interessanter und erfüllender zu gestalten, um ein attraktives Arbeitsumfeld für Berufsabgängerinnen und Berufsabgänger sowie erfahrene Pflegefachpersonen zu schaffen und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege länger im Beruf halten zu können. Durch einen partizipativen Führungsstil wird die berufliche Entwicklung von Pflegefachpersonen gefördert und Raum für neue Projekte und Ideen geschaffen. Erfahrungen aus den ersten Monaten zeigen signifikante Verbesserungen in der Kommunikation, in der Optimierung der Arbeitsabläufe und eine deutlich höhere Zufriedenheit bei den Patientinnen und Patienten und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wichtige Herausforderungen bleiben die Rekrutierung junger Talente und die Festigung des Stammteams der Abteilung. Die Schaffung einer attraktiven Arbeitswelt für die Mitarbeitenden ist ein schrittweiser Prozess, der Zeit benötigt. Es ist wichtig, die zum Ziel gesetzte attraktive Arbeitswelt gemeinsam mit dem Team zu erarbeiten.

Forschung und Innovation
Die Einbindung im Klinikalltag und der direkte Zugang zu den Patientinnen und Patienten sind auch für Mitarbeitende der Wissenschaftlichen Abteilung von grösster Bedeutung. So haben Arbeiten aus der Wissenschaftlichen Abteilung stets eine hohe Praxisrelevanz.
So zum Beispiel das vom Kanton Aargau unterstützte zweijährige Pilotprojekt TeleRehaStroke. Dieses hat zum Ziel, die Rehabilitation bereits während des stationären Aufenthaltes zu begleiten und durch Telemedizin nahtlos in die ambulante Nachbehandlung zu überführen und zu intensivieren. Damit soll der Erholungsprozess unterstützt und das Risiko eines erneuten Schlaganfalles oder anderer Spätschäden verringert werden. Die Usability-Studie und Testung der App mit Primär- und Sekundärusern wurde von der Ethikkommission mittlerweile bewilligt. Für diese Studie wurden zehn Übungen ausgewählt, die mit zehn Patienten und zehn Therapeuten evaluiert werden. Die grosse Usability-Studie erfolgt im Laufe des Jahres 2024.

Reha Rheinfelden – Bedeutende Institution
Als führendes Rehabilitationszentrum für Neurologie, Orthopädie und Geriatrie sowie für internistisch-onkologische und psychosomatische Rehabilitation sieht die Reha Rheinfelden ihre Hauptaufgabe darin, Patientinnen und Patienten mit Hilfe modernster Therapien auf ihren Weg in Alltag, Familie, Gesellschaft und Beruf zurückzuführen.
Die Klinik deckt mit einer erstklassigen Infrastruktur die gesamte Rehabilitationskette ab, mit einer Rehabilitativen Intensivstation, einer Station für Schwerbetroffene, den Bettenstationen, einem Neurologischen Tageszentrum und dem Ambulanten Zentrum Curativa.
Als attraktive Arbeitgeberin beschäftigt sie rund 720 Fachpersonen. Den jährlich über 2400 stationären Patienten stehen 204 Betten in Privat-, Halbprivat- und Allgemeinabteilungen zur Verfügung. Rund 8800 Fälle werden im Curativa, dem ambulanten Zentrum der Reha Rheinfelden, jährlich betreut.
Spezialärztliche Sprechstunden, eine Memory Clinic, ein Pädiatrisches Therapiezentrum, das Europäische Zentrum für Sklerodermie sowie ein Kurszentrum und eine eigene wissenschaftliche Abteilung ergänzen das umfassende Angebot. Die Reha Rheinfelden ist eine privatrechtliche Stiftung auf gemeinnütziger Basis mit öffentlichen Leistungsaufträgen. Sie pflegt langjährige Kooperationen mit Spitälern, Organisationen und Institutionen aus dem Sozial- und Gesundheitswesen. Sie ist Mitglied von Swiss Reha und Swiss Leading Hospitals. Die Reha Rheinfelden wurde 2021 nach dem EFQM-Modell mit dem Status «herausragende Organisation» mit vier Sternen ausgezeichnet.

Ausblick
Die grösste Herausforderung ist und bleibt der Umgang mit dem Fachkräftemangel. Nicht nur bei den Pflegeberufen, sondern bei praktisch allen Berufskategorien ist die Rekrutierung des notwendigen Personals anspruchsvoller geworden. Die Preissteigerungen bei Materialien und Dienstleistungen machen sich weiterhin bemerkbar. Von vielen Lieferanten wurden unumgängliche Preisanpassungen angekündigt, was sich in höherem Aufwand niederschlagen wird. Die rund 50 stationären Patientinnen und Patienten der Frührehabilitation werden ab 2024 neu über das SwissDRG-Tarifsystem kodiert und abgerechnet. Dies bedingt Anpassungen bei Prozessen und der klinischen Dokumentation und führt zu einem administrativen Zusatzaufwand. Weil in der ambulanten und stationären Grundversicherung die Kosten durch die Tarife nicht gedeckt sind, wird unter den beschriebenen Umständen das Erreichen einer nachhaltigen Ergebnismarge bei gleichbleibenden Tarifen nahezu unmöglich. Entsprechende Tarifverhandlungen werden hart geführt werden müssen. Zu hoffen ist, dass auch aus der Politik Signale kommen, dass eine qualitativ hochstehende medizinische Versorgung etwas kostet und fair vergütet werden muss.

Übernahme Gesundheitsbereich des Parkresorts Rheinfelden
Per 1. April übernahm die Reha Rheinfelden die Salina Medizin AG mit der Rehaklinik, dem Fachärztehaus sowie den ambulanten Aussenstandorten in Möhlin, Stein und Frick. Ebenso wurde die Park-Hotel am Rhein AG inkl. den Immobilien, den Altersresidenzen und den Gastronomiebetrieben übernommen. Das restliche Parkresort Rheinfelden mit der Wellness-Welt sole uno und den Bäderbetrieben in Baden-Baden bleibt unverändert bestehen. Mit der Übernahme des Gesundheitsbereichs der Parkresort Rheinfelden Gruppe wird die Reha Rheinfelden zu einer der landesweit grössten Kliniken für Rehabilitation mit den Schwerpunkten Neurologie, Bewegungsapparat und Geriatrie und stärkt ihre marktführende Position in der Nordwestschweiz. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Unternehmen sind die wichtigste Voraussetzung für den gemeinsamen Erfolg. Sämtliche Arbeitsplätze bleiben zu mindestens gleich guten Bedingungen erhalten.

Bild: Klinikleitung: Matthias Mühlheim, adm. Direktor, und Prof. Leo Bonati, Chefarzt und med. Direktor. Foto: Reha Rheinfelden
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