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Die Mitglieder der Synode, dem kantonalen Parlament der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau, werden an ihrer Versammlung vom 12. Juni 2024 im Grossratssaal in Aarau die Nachfolge des langjährigen Kirchenratspräsidenten Luc Humbel wählen. Luc Humbel wurde 2010 als Kirchenratspräsident gewählt. Von 2016 bis 2019 war er zudem Präsident der RKZ, der Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz. Foto: zVg
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AG: Kirchenparlament wählt neuen Präsidenten der Landeskirche

(pd) Die Synode, das Parlament der Römisch-Katholischen Landeskirche Aargau, wählt an ihrer Sitzung am 12. Juni eine neue Präsidentin oder einen neuen Präsidenten der Landeskirche.

Die römisch-katholische Kirche in der Deutschschweiz verfügt über ein weltweit einzigartiges System der Gewaltenteilung. Im sogenannt dualen System arbeiten zwei Partner eng zusammen: die pastorale Seite, die zuständig ist für die Seelsorge und die Gottesdienste, und die demokratisch gewählte, lokal verankerte Seite, die über die Verwendung der Finanzen, die Verwaltung, die Infrastruktur und die Anstellung des Personals zuständig ist. Gemeinsam verantworten sie das kirchliche Leben. Auf kantonaler Ebene sind dies die Landeskirchen mit ihrem Parlament, der Synode, und ihrer Exekutive, dem Kirchenrat. Diese demokratischen Gremien sind Voraussetzung dafür, dass eine Kirche Kirchensteuern erheben darf. Dieses einzigartige System entspricht stark dem Schweizer Bedürfnis an direkter Demokratie und erlaubt den Kirchenmitgliedern ein gewisses Mitbestimmungsrecht.

Parlament wählt neue Kirchenratspräsidentin oder neuen Kirchenratspräsidenten
Im Kanton Aargau ist der Kirchenrat das Exekutivorgan der Landeskirche und besteht aus 9 Mitgliedern. Der langjährige Kirchenratspräsident, Luc Humbel, hat nach 14 Jahren im Amt seinen Rücktritt per Ende Sommer 2024 erklärt. Aus diesem Grund werden die 140 Mitglieder der Synode, dem kantonalen Parlament der römisch-katholischen Kirche, an ihrer Versammlung vom 12. Juni 2024 im Grossratssaal in Aarau seine Nachfolge bestimmen. Das Vorgehen kann am ehesten mit einer Bundesratswahl verglichen werden, da die Synodalen das Kirchenratspräsidium direkt wählen und nicht die rund 180'000 Mitglieder der Römisch-Katholischen Kirche Aargau zur Urne gerufen werden.
Eine Findungskommission bestehend aus Mitgliedern des Kirchenrats und dem Synodenbüro schlägt einen Kandidaten zur Wahl vor. Die Synodalen haben jedoch die Möglichkeit eigene Kandidatinnen oder Kandidaten aufzustellen. Die Wahl verspricht also spannend zu werden.

Weitere Traktanden der Synode
An der Junisynode behandeln die Synodalen überdies einen Baukredit für einen Ersatzneubau in Solothurn, eine Leistungsvereinbarung zwischen der Kirchgemeinde Brugg und der Missione Cattolica di Lingua Italiana und verabschieden die Jahresrechnung 2023 und den Jahresbericht der Landeskirche. Im Inputreferat stellen Mentari Baumann und Claudia Mennen die «Allianz Gleichwürdig katholisch» vor.
Die Unterlagen zur Synode finden Interessierte unter www.kathaargau.ch/synode

Bild: Die Mitglieder der Synode, dem kantonalen Parlament der Römisch-Katholischen Kirche im Aargau, werden an ihrer Versammlung vom 12. Juni 2024 im Grossratssaal in Aarau die Nachfolge des langjährigen Kirchenratspräsidenten Luc Humbel wählen. Luc Humbel wurde 2010 als Kirchenratspräsident gewählt. Von 2016 bis 2019 war er zudem Präsident der RKZ, der Römisch-Katholische Zentralkonferenz der Schweiz. Foto: zVg
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