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Kaiseraugst

 (mve) «Wir wollen langfristig ein attraktives Liebrüti-Quartier mit einem belebten Zentrum», so die Motivation des Gemeinderates zur Sanierung des Hallenbades. Für die Zukunft setzt der Gemeinderat neu auf eine Leistungsvereinbarung mit den Eigentümern. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf nahezu 12 Millionen Franken, für die Gemeinde Kaiseraugst würden rund 6 Millionen Franken anfallen.

Seit der Rückweisung durch die Einwohnergemeinde im vergangenen Jahr haben Gemeinderat und Eigentümer nach Lösungen gesucht. Mit der neuen Leistungsvereinbarung sichern die Eigentümer der Gemeinde zu, das Hallenbad bis 2038 zu betreiben. Die Gemeinde zahlt einen einmaligen Betrag von sechs Millionen Franken an die Bestandssanierung und jährlich 100 000 Franken, um das Bad an drei Vormittagen pro Woche für Schul-Schwimmunterricht zu nutzen. Die Eigentümer übernehmen 4,1 Millionen für die notwendige technische Sanierung und zudem rund 1,2 Millionen für Zusatzmodule wie Rutsche oder Dampfband.

Eine Investition die sich lohnt, sind sich die Leistungspartner einig. «Das Hallenbad Liebrüti soll als positives und freundliches Aushängeschild in der Region wahrgenommen werden und somit das Image als attraktive Wohngemeinde stärken.»

Mit dieser Lösung könnte das Hallenbad Kaiseraugst für die nächsten 20 Jahre gesichert werden. Sollte die neue Leistungsvereinbarung an der Gemeindeversammlung am 20. Juni abgelehnt werden, bestehe das Risiko, dass die Eigentümer den bestehenden Dienstbarkeitsvertrag kündigen, was im Juni 2018 erstmals mit einer Frist von zwei Jahren möglich wäre.

Ausgangslage
An der Einwohnergemeindeversammlung vom 13. Dezember 2017 wiesen die Stimmberechtigten das Geschäft „Neuregelung und Sanierung Hallenbad Liebrüti“ zurück. Der Gemeinderat hat zusammen mit der Eigentümerschaft Liebrüti und den Ortsparteipräsidenten die Rückweisung analysiert und das Projekt weiterentwickelt. Fakt ist, dass das heute über 40-jährige Hallenbad umfassend saniert werden muss. Entgegen der ersten Vorlage soll jedoch der Betrieb des Hallenbades neu geregelt werden.

Neuorganisation Betrieb Hallenbad Liebrüti
Der Eigentümerschaft Liebrüti gehört das Liebrüti-Zentrum. In diesem Zentrum befindet sich auch das Hallenbad. Mit Dienstbarkeitsvertrag vom 17. Mai 2000 räumte der damalige Grundeigentümer der Einwohnergemeinde Kaiseraugst in Form einer Personaldienstbarkeit ein ausschliessliches und unbefristetes Nutzungsrecht ein. Seither betreibt die Einwohnergemeinde das Hallenbad selber und die Eigentümerschaft zahlt einen jährlichen Kostenbeitrag.

Damit zukünftig ein Hallenbad rentabel betrieben werden kann, haben sich die Eigentümerschaft Liebrüti und der Gemeinderat Gedanken zur Sanierung und zur Attraktivitätssteigerung gemacht. Es liegt nun ein Projekt vor, welches von Fachpersonen positiv bewertet wird.

Als Rückweisungsgrund wurde angegeben, dass das Hallenbad saniert, aber nicht mit zusätzlichen Modulen wie „Wasserrutschbahn“ usw. ausgestattet werden soll. Mit dem Verzicht von solchen Modulen reduziert sich jedoch das Umsatzpotential massgeblich und das Hallenbad kann nicht rentabel betrieben werden. Eine Neuorganisation für das Betreiben des Hallenbades drängt sich auf. Demnach soll zukünftig das Hallenbad durch die Eigentümergemeinschaft Liebrüti betrieben werden.

Foto: zVg