Ein Produkt der mobus 200px

 (pol) Die Kantonspolizei Aargau warnt vor Trickdieben, die mit altbekannten Maschen wieder vermehrt aktiv sind. Gestern verzeichnet die Polizei drei Vorfälle.

Der Bancomat-Trick
Ein älterer Mann war gestern Mittwochmittag im Begriff, bei einem Geldautomaten in Oberentfelden Geld zu beziehen. Dabei stand plötzlich eine junge Frau neben ihm, welche vorgab, gehörlos zu sein. Sie bedrängte den Mann und wollte dann nach dem Geld greifen, das der Automat ausgab. Der Betroffene konnte den Diebstahl abwenden, worauf die Unbekannte in einem Auto mit deutschen Kontrollschildern verschwand. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung der Polizei blieb die Diebin verschwunden.
Wie die Polizei wenig später erfuhr, hatte vermutlich die gleiche Osteuropäerin bereits eine halbe Stunde zuvor bei der Post in Oberentfelden in gleicher Weise versucht, eine Kundin zu bestehlen. Auch dieser Versuch schlug fehl.
Die Polizei vermutet, dass die Unbekannte die Geldautomaten einige Zeit beobachtet und dabei auf den richtigen Augenblick gewartet hatte.

Der Rückgeld-Trick
Von einer Ausprägung dieser altbekannten Masche sind vor allem Coiffeursalons und kleine Läden betroffen. So geschehen gestern Nachmittag in einem Wettinger Coiffeursalon. Dort erschienen zwei ausländische Männer, die ein Haargel mit einer grossen Note bezahlen wollten. Als die Angestellte das Rückgeld auszahlen wollte, stifteten die Unbekannten Verwirrung, indem sie den Kauf umständlich rückgängig machen wollten. Als die beiden Typen verschwunden waren, bemerkte die Angestellte, dass 100 Franken fehlten. Die sofortige Fahndung blieb auch hier erfolglos.

Wirkungsvoll schützen
Nach Monaten der Ruhe verzeichnet die Kantonspolizei Aargau in letzter Zeit wieder eine erhöhte Aktivität von solchen Trickdieben. Sie mahnt daher zur Wachsamkeit. Einfache Massnahmen schützen wirkungsvoll. Deshalb rät die Kantonspolizei:
Am Geldautomaten: Beobachten Sie die Umgebung, wenn Sie am Geldautomaten stehen. Lassen Sie sich beim Geldbezug nicht auf Gespräche oder Hilfsangebote ein. Weisen Sie Personen weg, die Ihnen zu nahe kommen. Brechen Sie den Auszahlungsvorgang ab, wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint.
Als Ladenbesitzer(in): Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte kleine Beträge mit grossen Noten bezahlen wollen. Lassen Sie sich nicht ablenken oder bedrängen. Behalten Sie die Kasse stets im Auge.
In jedem Fall gilt: Melden Sie verdächtige Personen sofort der Polizei (Notruf 117).

Werbung

Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an