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 Es ist vollbracht. Die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) hat Zuwachs bekommen. Am Montag unterzeichneten die Vertreter der nun neun beteiligten Gemeinden die Satzung im Ratssaal Rheinfelden. Wirklich los geht es mit der neu formierten KUF zum Schuljahresbeginn 2019/20.
JÖRN KERCKHOFF

«Der Apéro, der im Vorraum aufgebaut wurde, lässt schon erahnen, welch bedeutender Anlass das heute ist», wertete Bea Bieber, bis Jahresende noch Präsidentin des Schulvorstandes, auf ganz eigene Weise. Sie lobte die bisherige Zusammenarbeit der Gemeinden Kaiseraugst, Magden, Olsberg und Rheinfelden bei der gemeinsamen Kreisschule. Diese Zusammenarbeit sei von Anfang an modern, fortschrittlich und demokratisch gewesen, was zur sehr positiven Entwicklung des gesamten Projekts beigetragen habe. Diese Vorgehensweise trage zum Erfolg der KUF bei. Nicht zuletzt auch bei den Ergebnissen der externen Schulevaluation, bei der die Schüler der KUF immer sehr gut abschnitten, so Bieber in ihrer Ansprache vor der Unterzeichnung durch Gemeinderäte und Gemeindeschreiber.Die vier Trägergemeinden seien geschlossen der Meinung gewesen, dass die KUF nun bereit dafür sei, neue Partner aufzunehmen. Diese neuen Partner sind die Gemeinden Mumpf, Obermumpf, Schupfart, Stein und Wallbach. Sie glaube fest daran, dass die Zusammenarbeit auch im erweiterten Kreis stets kooperativ und zum Wohle der Schule fortgesetzt werde, so die scheidende Schulvorstandspräsidentin. Dabei machte sie deutlich, dass in den kommenden Jahren grosse Herausforderungen auf die Verantwortlichen warten. Digitalisierung, die Umsetzung des Lehrplans 21 sowie Wechsel in der Schulleitung seien Aufgaben, die bewältigt werden müssten.

Stimmbürger aller neun Gemeinden sagten Ja
Franco Mazzi, Stadtammann von Rheinfelden, sprach von einem Anlass, auf den alle Beteiligten stolz sein dürften. Es sei auf Anhieb gelungen, die Stimmbürger aller neun Gemeinden von der Bedeutung der Erweiterung der KUF zu überzeugen und bei den Gemeindeversammlungen im Sommer überall ein eindeutiges Votum für das künftige Konzept zu erzielen.
In alphabetischer Reihenfolge unterzeichneten die Vertreter aller Gemeinden anschliessend die Satzung, die die Zusammenarbeit ab dem Schuljahr 2019/20 regelt. Und das unter dem Porträt von Kaiserin Maria Theresia, die als grosse Reformerin des Schulwesens gilt und auf deren Bemühungen hin, das Schulwesen aus dem Einflussbereich der Kirche zu lösen, am 6. Dezember 1774 das erste Reichsvolksschulgesetz verabschiedet wurde. Endgültig besiegelt ist das Vertragswerk der KUF, wenn der Kanton die Genehmigung erteilt hat, erklärte Rheinfeldens Stadtschreiber Roger Erdin. Da aber bereits eine Vorprüfung stattgefunden hat, ist bei diesem letzten Schritt wohl mit keiner Überraschung mehr zu rechnen.

Bild: Unter den Augen von Maria Theresia versammelten sich die Vertreter der neun Gemeinden zum Familienfoto der gewachsenen Kreisschule Unteres Fricktal. Foto: Jörn Kerckhoff