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 Immer mehr Gemeinden nehmen die Dienste von privaten Sicherheitsfirmen in Anspruch. Tendenz steigend, denn gerade in den Sommermonaten nehmen Vandalismus, Littering und Ruhestörungen massiv zu.

MARIANNE VETTER

 


 Akuter Handlungsbedarf besteht derzeit in der Gemeinde Stein. Sie wird zunehmend mit Delikten wie Sachbeschädigung, Littering und Lärm konfrontiert und reagiert nun mit verstärkten Patrouillen einer privaten Sicherheitsfirma. Diese arbeitet eng mit der Regionalpolizei zusammen. Die Kosten, so Gemeindeschreiber Sascha Roth, gehen in den fünfstelligen Bereich.

«Es bleibt uns nichts anderes übrig, wir müssen handeln.» Die Liste der Verunreinigungen und Sachbeschädigungen ist zu lang: Herausgerissene Gitter, durchtrennte Kabel, verschmierte Fassaden, zerschmetterte Glasflaschen, Müll auf Treppen, Wegen, Wiesen oder im Wasser. Kurzum: «eine Riesensauerei».

Zu den Brennpunkten zählen das Rheinufer, Schulhaus, Gemeindehaus, Saalbau und der Park 91, informiert Gemeindeammann Beat Käser. «Das achtlose Liegenlassen von Flaschen und Verpackungsmüll im öffentlichen Raum ist mehr als eine Unsitte, die so nicht akzeptiert werden kann. Und bei den Sachbeschädigungen handelt es sich nicht um jugendlichen Unfug oder eine Bagatelle, sondern ganz klar um Straftaten.» Die verstärkten Kontrollen werden bis Oktober durchgeführt, dann wird analysiert, ob und was die Präsenz der Sicherheitsbeauftragten gebracht habe.

 «Diese Müllberge müsste es nicht geben»
Was aber tun, gegen die riesigen Müllberge, die sich in den Gemeinden ansammeln? «Hier ist die Politik gefragt», so Sascha Roth. Er spricht sich ganz klar für Pfand auf Getränkeflaschen – Glas oder PET – und Aludosen aus. «Ich bin überzeugt, dass sich mit einem finanziellen Anreiz die Recyclingquote steigern lässt.» Das Pfand müsste allerdings so hoch sein, dass man es sich zweimal überlege, ob man die Flasche liegenlasse oder mitnehme. Nicht anders sieht es Gemeindeschreiber Roger Rehmann aus Kaiseraugst. «Diese Müllberge müsste es nicht geben. Es ist wirklich kaum zu glauben, was sich da an nur einem Abend ansammeln kann.»

Die Gemeinde Kaiseraugst setzt bereits seit einigen Jahren auf private Sicherheitsdienste, um der öffentlichen Ordnung Rechnung zu tragen und auch, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu erhöhen. In diesem Sommer ist der Einsatz der Patrouillen nochmals erhöht worden. «Handlungsbedarf bestand vor allem in der Koordination», so Gemeindeschreiber Roger Rehmann. Die Aufstockung hänge hier allerdings in erster Linie mit dem «Liebrüti»-Zentrum zusammen, das neu «sicherheitstechnisch» in den Händen der Gemeinde liege.

 «Präsenz zeigt Wirkung»
Oftmals sind es Verschmutzungen, die den Kaiseraugstern das Leben schwer machen. Unmengen von Verpackungsmüll finden sich vermehrt an den Wochenenden am Rheinufer oder anderen neuralgischen Punkten. «Die Polizei hat weder Kapazitäten, noch ist es ihre Aufgabe, den Aufpasser zu spielen», so Rehmann. Die Sicherheitsfirma arbeite auch hier eng mit der Regionalpolizei zusammen. Gibt es Probleme, werde die Polizei hinzugezogen, beispielsweise bei Pöbleleien oder wenn Alkohol und Drogen im Spiel sind. «Wir haben mit dem Einsatz der privaten Sicherheitskräfte sehr gute Erfahrungen gemacht», informiert Rehmann. Allein ihre Präsenz zeige Wirkung.

«Der Lärmpegel ist in den Sommermonaten zwangsläufig höher»
Reklamationen gebe es vor allem wegen Littering oder Störung der Nachtruhe. Die Gemeinde reagiert: Es findet ein verstärkter Austausch zwischen Sicherheitspatrouillen und Jugendarbeit statt, zusätzliche Abfallbehälter sorgen für mehr Kapazität, die Reinigungsintervalle werden überprüft. Neben verstärkten Rundgängen der Sicherheitskräfte sind an verschiedenen Örtlichkeiten Überwachungskameras angebracht. Diese seien bei der Aufklärung sehr hilfreich.

Diffizil werde es oftmals in Sachen Ruhestörung. «Kaiseraugst ist dicht bebaut. Zudem ist es in den Sommermonaten zwangsläufig lauter, Fenster und Türen sind geöffnet, man hält sich vermehrt im Freien auf.» Eine gewisse Toleranz aller Beteiligten sei hier unumgänglich, so Rehmann. Null Toleranz zeige die Gemeinde allerdings bei Gewalt und Sachbeschädigungen. «Diese Delikte kommen immer zur Anzeige.»
Rehmann fügt an: «Überwachung hat auch seine Grenzen. Mit unseren rund 5500 Einwohnern, den über 40 Nationalitäten und der guten, städtischen Verkehrsanbindung möchten wir eine ‹offene Gemeinde› bleiben.»

Bild: Aufgenommen beim Saalbau in Stein. Fotos: Marianne Vetter

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