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In zwei Wochen schliesst das Oberstufenzentrum in Mumpf definitiv die Türen. Kreisschulpflege und Schulvorstand OSZF luden deshalb die Schüler aus Wallbach, Mumpf, Obermumpf und Schupfart sowie deren Eltern, Lehrerschaft und Behördenmitglieder zu einem würdigen Abschlussfest mit zahlreichen Attraktionen für die Jugend und mit Speis und Trank.

SONJA FASLER HÜBNER

Schulvorstandspräsidentin Astrid Zeiner blickte auf die verhältnismässig kurze Geschichte des OSZF zurück. Mitte der neunziger Jahre war der Beschluss für ein gemeinsames Oberstufenzentrum gefallen. Vorher durchliefen die Schüler ihre Oberstufenjahre abwechselnd in den vier Dörfern. Der Schulverband OSZF wurde am 31. März 1998 aus der Taufe gehoben. Und 2005 konnte das neue Oberstufenzentrum im Mumpfer «Kapf» eröffnet und in Betrieb genommen werden, «mit viel Herzblut und Engagement», wie Astrid Zeiner betonte. Der Start erfolgte mit 180 Schülern. Bereits ab Mitte der 2010er Jahre sank die Schülerzahl sukzessive. Aktuell sind es gerade mal noch 61 Schüler in vier altersdurchmischten Klassen. Wenn man bedenkt, dass das Schulhaus mit den elf Klassenzimmern Kapazität für 220 Schüler bieten würde, eine sehr geringe Zahl. Die 15 Lehrer, die aktuell noch im OSZF arbeiten, haben übrigens alle eine Anschlusslösung gefunden.
«Wir haben über Jahre mit aller Kraft nach Lösungen gesucht, das OSZF optimal zu nutzen», so Zeiner. Doch bald habe sich abgezeichnet, dass man sich dem Druck von Seiten des Kantons würde beugen müssen.

Von 1140 Sekundar- und 526 Realschülern besucht

Für sie sei es ein Abschied mit einem weinendem und einem lächelnden Auge. Eine schöne Zeit gehe zu Ende. 1140 Sekundar- und 526 Realschüler hätten in den 14 Jahren das OSZF besucht. «Sie wurden fundiert auf die Berufswelt vorbereitet. Hier ist eine wunderbare, nachhaltige Arbeit geleistet worden», lobte die Schulvorstandspräsidentin. Wie bereits die Bezirksschüler werden künftig auch die Sekundar- und Realschüler der vier Gemeinden die Kreisschule Unteres Fricktal (KUF) in Rheinfelden besuchen. «Die KUF ist eine gute Alternative zum OSZF», ist Zeiner überzeugt. Zwar biete Rheinfelden eine weniger familiäre Atmosphäre, dafür eine stabile und sichere Bildungsumgebung mit grösserem Angebot. Das Abschiedsfest verdeutliche den guten Zusammenhalt, den das OSZF herbeigeführt habe und der hoffentlich bestehen bleibe, meinte Astrid Zeiner abschliessend.

Übersichtliche Schule

«Was hat dir am OSZF gefallen?» Diese Frage habe man den Schülerinnen und Schülern gestellt, erklärte Kathrin Deubelbeiss, Präsidentin der Kreisschulpflege, dem Publikum. Der kurze Schulweg, die Sitzordnung, der gute Zusammenhalte und erstaunlich oft die Übersichtlichkeit wurden am OSZF gelobt. «Bemerkenswert, dass Teenager so viel Positives über ihre Schule zu sagen wussten», so Deubelbeiss. «Wenn man sich wohlfühlt, fällt das Lernen leichter. Und das war hier der Fall.» Sie persönlich nehme Abschied «mit zwei weinenden Augen». Die Schliessung des OSZF tue weh, aber sie wünsche den Schülern, dass sie sich in der KUF genauso wohl fühlten. Einen grossen Dank richtete sie an Vize-Präsident Stefan Sacher, welcher das Abschiedsfest fast in Eigenregie auf die Beine gestellt habe.

Nun hiess es, den längsten Abend im Jahr zu geniessen. Es standen Attraktionen wie Harassen-Klettern, Gummistiefel-Wassertransport, Karaoke-Singen, Essensstände und als besonderes Highlight eine Selfie-Fotobox bereit. «Schickt die Fotos daraus um die ganze Welt», forderte Stefan Sacher die Jugendlichen auf.

Unsere Bilder:
- Von links: Astrid Zeiner (Präsidentin Schulvorstand), Stefan Sacher (Vizepräsident Kreisschulpflege) und Kathrin Deubelbeiss (Präsidentin Kreisschulpflege) probierten die Selfie-Fotobox gleich selbst aus.
- Das Harassen-Klettern kam bei den Jugendlichen gut an.
Fotos: Sonja Fasler Hübner

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