Ein Produkt der mobus 200px

(pd) Zum Thema «Erziehen in der Konsumgesellschaft – Haben Kinder was sie brauchen, brauchen Kinder was sie haben?» organisierte der Verein Mitenand im Oberen Fricktal ein Referat mit Marianne Leber, Erziehungscoach und erfahrene Elternkursleiterin, Wil AG.

Die Thematik konnte man sehr wohl auch mit den bevorstehenden Fest- und «Geschenk»-Tagen in Verbindung bringen. Ob interessierte Mütter, Väter und Elternpaare sich deshalb in der Unterkirche Zeihen eingefunden haben? Konsum begleitet uns alle täglich. Wir haben alle ein eigenes Konsumverhalten, das wir auch an unsere Kinder weitergeben. Das Konsumangebot beeinflusst uns alle. Der Konsumgesellschaft in der Erziehung Grenzen setzen, erfordert von Eltern immer wieder ein Nein. Mütter und Väter fühlen sich herausgefordert und auch öfters verunsichert.

«Haben Kinder was sie brauchen, brauchen Kinder was sie haben?»  Dazu hatte Marianne Leber einiges zu sagen. Für dieses oder jenes Problem zum Konsumverhalten der Kinder, gibt es nie nur eine Lösung und deshalb auch nicht nur eine Antwort. Frau Leber fragte jeweils zurück an die Erziehenden, was wollen Sie? Welche Haltung haben Sie zu dieser Frage? Das Konsumverhalten ist von vielen Einflüssen abhängig. Jede Familie ist individuell unterwegs. Wünsche und Bedürfnisse der Kinder sind auseinanderzuhalten. Wünsche sollen respektiert werden, auch wenn sie sich möglicherweise nie erfüllen; sie sind nicht lebensnotwenig. Erfüllte Wünsche geben ein gutes Gefühl und befriedigen ein soziales Grundbedürfnis. Wünsche gibt es aber lebenslänglich und kaum ist der eine erfüllt, meldet sich schon der nächste Wunsch. Der Abstand zwischen der Entstehung eines Wunsches und dessen Erfüllung ist in der heutigen Gesellschaft viel kleiner geworden.

«Das sicherste Mittel ein Kind unglücklich zu machen ist, es daran gewöhnen, alles zu erhalten. Sein Verlangen wächst unaufhörlich.» ( J.J Rousseau in Emile oder über die Erziehung) – Verwöhnen fördert Unselbständigkeit und verhindert psychische Widerstandskraft.

In dieser Thematik steckt viel wichtige Erziehungsarbeit, die zur positiven Entwicklung von Kindern notwendig ist. Dies gab Marianne Leber den Anwesenden zu verstehen. Die Auseinandersetzung mit Wünschen und Bedürfnissen, das Aushandeln, Kompromisse eingehen und kreative Wege gehen, sind geforderte Methoden. Nur so entwickeln Kinder «Lebenskompetenzen, wie Belohnungsaufschub, Impulskontrolle, Sozialkompetenz, Frusttoleranz, Einteilen, Planen, Ziele setzen.» 

Das Ziel ist die Fähigkeit zur Selbstregulierung, d.h. nicht nur von aktuellen Bedürfnissen gesteuert sein. Dafür müssen die entsprechenden Verknüpfungen im kindlichen Hirn erst gebildet werden. Selbstregulierung kann im Erziehungsalltag geübt werden, beispielsweise Langeweile auszuhalten, fähig sein, eine Wahl zu treffen, negative und positive Erfahrungen kennen lernen, warten mit Essen, beispielsweise bis alle Familienmitglieder am Tisch sind. Um diese Fähigkeiten zu stärken, sollen Eltern vor allem Vorbild sein,  beispielsweise ihre Versprechen einhalten und dem Kind Eigenverantwortung übertragen, eine vertrauensbildende Beziehung pflegen und die Sinne der Kinder in der Natur schärfen.

Zum Thema Konsum gehört das Geld und der Umgang der Kinder mit Geld. Marianne Leber empfiehlt das Sackgeld. Mit Sackgeld lernen Kinder den Wert des Geldes kennen. Mit dem transparenten Cash-Sparschwein können verschiedene Eigenschaften geübt werden. Kinder und Eltern sollen nach Möglichkeiten suchen, wie Kinder, dank ihrer wunderbaren Fähigkeiten auch Sackgeld verdienen können. Nicht, um noch mehr zu haben, sondern um ihre Wirksamkeit zu erfahren. Dadurch entwickelt sich Dankbarkeit und Wertschätzung. Was selbst verdient wurde, bekommt eine ganz andere Bedeutung.

Digitale Medien begleiten statt verbieten, gilt als allgemeiner Ratschlag. Gemeinsame Regeln aufstellen und Einhaltung kontrollieren. Ungeeignete Inhalte und Altersfreigaben beachten. Wenn Eltern Kinder schützen, machen sie sich oft unbeliebt. Kinder wollen bei Medienkonsum nicht von sich aus verzichten. Hier macht sich eine bewusste Führung bezahlt. 

Eine Fragerunde und Austausch persönlicher Erfahrungen von Anwesenden beendete den informativen offiziellen Teil. 

Fazit des Abends: Erziehungsarbeit erfordert Authentizität, gelebte Werthaltung der Eltern und eine wohlwollende und unterstützende Beziehung zum Kind. Dies sind kurz zusammengefasst die besten Voraussetzungen für erfolgreiches Erziehen.

«Brauchen wir was wir haben, haben wir was wir brauchen?», kann auf jedes Alter und für die meisten Lebenslagen angewandt werden. 

Suchen

Inserat-Karussell

  • 244472A.jpg
    www.naef-kanal.ch  
  • 244691A.jpg
    www.mg-wallbach.ch  
  • 244656A.jpg
  • 244707A.jpg
    www.fahrschule-stepbystep.ch    gaby.hunkeler@bluewin.ch
  • 244682A.jpg
    www.aufblas.bar    info@andreschnider.ch
  • 242162I.jpg
    www.auto-winter.ch    info@auto-winter.ch
  • 243725A.jpg
  • 243795B.jpg
    www.moebel-brem.ch    pascal.brem@moebel-brem.ch
  • 244578A.jpg
    www.ef-consulting.ch    EF-consulting@gmx.ch
  • 241360A.jpg
      contact@hinden.com
  • 243696A.jpg
      praesi@gtv-muenchwilen.ch
  • 244631A.jpg
    www.rs-elektro.ch    kontakt@rs-elektro.ch
  • 244534A.jpg
    www.danielauto.ch    info@danielauto.ch
  • 244677A.jpg
    www.vbc-rheinfelden.ch    info@vbc-rheinfelden.ch
  • 244678A.jpg
    www.haus-rheinblick.ch    info@haus-rheinblick.ch
  • 241876A.jpg
    www.schweizer-reinigung.ch    ch.schweizer@schweizer-reinigung.ch
  • 243699B.jpg
    www.winter-transport.ch    info@winter-transport.ch
  • 244380A.jpg
    www.meier-oberzeihen.ch    info@meier-oberzeihen.ch
  • 244130A.jpg
    www.maya-umzuege.ch    info@maya-umzuege.ch
  • 243993A.jpg
    www.curadomizil.ch    info@curadomizil.ch
  • 244668A.jpg
      kaegar@bluewin.ch
  • 243659A.jpg
    www.schmid-dach-holz.ch    schmid.bedachungen@bluewin.ch
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an