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(st)  Auf Einladung des katholischen Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» feiert Abbé André Ouedraogo dieser Tage in verschiedenen Schweizer Pfarreien Gottesdienste und berichtet über das schwierige Leben im früheren Obervolta. 

Am kommenden Samstag weilt der afrikanische Gast und frühere Regens eines Priesterseminars in Eiken, wo er um 18 Uhr mit Pfarradministrator Stefanus Wolo Itu die hl. Messe feiern wird. Am Sonntag, 28. Juni, 9 Uhr, findet eine hl. Messe in Stein in der Bruder-Klaus-Kirche statt.

Burkina Faso gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Es erlangte im August 1960 die Unabhängigkeit von Frankreich. Der Name Burkina Faso bedeutet so viel wie «Land der ehrenwerten Menschen» oder «Land der Aufrichtigen».

Armut und Dürre

Regelmässig wiederkehrende Dürreperioden sorgen oft für grosse Not unter der Bevölkerung, die hauptsächlich von der Landwirtschaft lebt. Auch für das Priesterseminar Notre Dame de Nazareth stellt das fehlende Wasser neben den fehlenden Finanzen und die stetig steigende Gewalt durch Terroristen die grösste Herausforderung dar. Wenn der Regen ausbleibt, muss Wasser gekauft werden. Viele Studenten haben Mühe, die Studiengebühr aufzubringen. Manche sind so arm, dass sie nur mit einer Hose und einem T-Shirt bekleidet ins Seminar eintreten. Die Schulleitung organisiert ihnen dann genügend Kleidung. 

Dialog zwischen den Religionen

Die Kirche ist aktiv im Land. Ordensfrauen pflegen an AIDS erkrankte Menschen. Die Kirche fördert die Rechte der Frauen, indem sie sich gegen Zwangsheiraten ausspricht und armen Frauen ein Obdach gibt.  Sie nimmt sich auch der Einschulung der Kinder an, insbesondere der Mädchen. Zudem bekämpft die Kirche die Beschneidung von Mädchen, was weit verbreitet ist.

Die Kirche setzt sich auch für den islamischen-christlichen Dialog ein. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung sind Muslime, etwas über 25 Prozent sind Katholiken. Burkina Faso gilt als Sinnbild für den sich ausbreitenden Terror in Westafrika. Seit vier Jahren erlebt der westafrikanische Staat einen terroristischen Anschlag nach dem anderen. Die Gewalt gilt momentan als grösste Herausforderung in Burkina Faso. Aber die Menschen vertrauen auf Christus und spüren sein Wirken.

Foto: zVg

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