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(pd) Das GZF blickt erneut auf ein sehr positives Geschäftsjahr zurück. Die im Vorjahr in die Wege geleiteten Veränderungen haben sich bewährt und zum positiven Resultat beigetragen. Besonderes Highlight war das Open House im Rahmen der Kampagne «Im Spital Laufeburg lauft's!» Zudem sichert sich das GZF Leistungsaufträge im bisherigen Umfang für die Spitalliste 2020. Die Bewältigung der weltweiten COVID-19-Pandemie ist die grosse Herausforderung im Gesundheitswesen fürs laufende Jahr und darüber hinaus.

Nach einem positiven Geschäftsjahr 2018 verzeichnet das GZF auch im Jahr 2019 einen sehr erfreulichen Geschäftsgang. Mit einem Umsatz von 125.3 Millionen Franken (+7% gegenüber Vorjahr mit 117.1 Millionen Franken) und einem Jahresgewinn von rund 2.5 Millionen Franken weist das GZF ein gutes finanzielles Ergebnis aus. Der EBITDA ist mit 8 Prozent auf sehr gutem Wege. Es gilt, diesen zu halten und weiter aus zu bauen. Die Bettenbelegung bewegte sich auf gutem Niveau und der zusatzversicherte Bereich konnte gesteigert werden.

Mehr Ertrag im stationären Bereich bei Austritten auf Vorjahresniveau
Im stationären Bereich hielten sich die stationären Austritte (2019: 8‘596) auf dem hohen Vorjahresniveau (2018: 8‘614). Aufgrund des insgesamt höheren Schweregrads der abgerechneten Behandlungsfälle, der sich in einem höheren Case Mix Index (2019: 0.818 versus 2018: 0.780) wiederspiegelt, resultierten bei gleichbleibender Anzahl an stationären Patienten höhere Erträge.

Konsequente Umsetzung von «ambulant vor stationär»
Der leichte Rückgang bei den stationären Patienten in den operativen Disziplinen, bedingt durch die weiter voranschreitende Verlagerung in den ambulanten Bereich, wurde durch eine höhere Anzahl Patienten in der Medizin wettgemacht. Dies ist mitunter auch auf den wachsenden, stark integrierten, interdisziplinären Betreuungsansatz in der Altersmedizin und Frührehabilitation (Akutgeriatrie) zurückzuführen. Ferner kamen im Jahr 2019 460 Kinder in der Frauenklinik zur Welt. Damit liegt die Anzahl Geburten auf dem sehr starken Vorjahresniveau (2018: 465 Kinder). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Akutspital betrug im Jahr 2019 4.4 Nächte (2018 4.3 Nächte), bei Säuglingen blieb diese unverändert bei 3.7 Tagen. Der ambulante Bereich erreichte mit 46‘727 ambulanten Eintritten (2018: 45‘734 ambulante Eintritte) erneut einen Rekord und entwickelte sich mit einem Wachstum von 2.2 Prozent gegenüber Vorjahr sehr positiv. Das GZF setzt die gesundheitspolitische Strategie «ambulant vor stationär» weiterhin konsequent um.

Attraktive Pflegeheime mit hoher Auslastung
Die attraktiven Pflegeheime des GZF erfreuten sich einer hohen Nachfrage und waren mit einer Bettenbelegung von 96 Prozent bestens ausgelastet (2018: 87 Prozent). Insgesamt leisteten die Pflegeheime im Geschäftsjahr 2019 33‘422 Pflegetage (2018: 30'724 Pflegetage), was einer markanten Zunahme von 8.8 Prozent entspricht. Dies ist nicht zuletzt auf die innovativen Konzepte und Projekte zurückzuführen (attraktiver Speisesaal, Tiere im Pflegeheim und Erweiterung von Therapieangeboten), die darauf abzielten, die Attraktivität der Pflegeheime für die Bewohner und deren Angehörige zu steigern.

Strategische Weichenstellung findet hohe Akzeptanz und trägt Früchte
Die im 2018 verabschiedete, und im Jahr 2019 umgesetzte neue Ausrichtung des Standortes Laufenburg hat sich sowohl bei den Patienten und Zuweisern, als auch bei den Mitarbeitenden und der Fricktaler Bevölkerung bestens bewährt. Diese strategisch bedeutende Weichenstellung ermöglichte wesentliche Prozessoptimierungen und damit Kosteneinsparungen, die im Jahr 2019 voll zum Tragen kamen und sich positiv auf das Finanzergebnis auswirkten. Highlight der mit der Neuausrichtung verbundenen Informations-und Aufklärungskampagne «Im Spital Laufeburg lauft's!» war der sehr rege besuchte Tag der offenen Tür am 15. September 2019.

GZF sichert Leistungsaufträge für Spitalliste 2020
Im August 2019 beschloss der Regierungsrat des Kantons Aargau die Spitallisten 2020 in den Bereichen Akutsomatik und Psychiatrie. Die Gesundheitszentrum Fricktal AG hat in diesem Bewerbungsverfahren erneut Leistungsaufträge in im Wesentlichen dem bisherigen Umfang für die Standorte Rheinfelden und Laufenburg erhalten – ein wichtiges Signal für eine weiterhin gute Gesundheitsversorgung im Fricktal.

Sanierung in Rheinfelden kommt gut voran
Modernste Technik, Geräte und Infrastruktur zeichnen die komplett neue, im letzten Sommer im Rahmen der Gesamtsanierung in Rheinfelden in Betrieb genommene Gastroenterologie als wichtiger Bestandteil des Bauchzentrums. Ein weiterer Meilenstein der Sanierung, die gut vorankommt, ist die neue Überwachungsstation (IMC) im Spital Rheinfelden, die nach rund fünf Monaten Umbauzeit am 1. Oktober 2019 planmässig den Betrieb aufnahm. Auf der neuen, grosszügig gestalteten Überwachungsstation (IMC) können insgesamt sechs Patienten betreut werden. Den Patienten stehen zwei geräumige Einzelzimmer und zwei sehr grosszügige Zweibettzimmer zur Verfügung. Sie ist mit modernster Technik (Patientenüberwachung, Rufanlage etc.) ausgestattet. Derzeit wird geprüft, wie die Räumlichkeiten der ehemaligen Überwachungsstation (IMC) mit ihrer vorteilhaften Nähe zum Operationstrakt zur Optimierung ambulanter Operationsprozesse genutzt werden können.

Erfolgreiche Zertifizierungen
Das Interdisziplinäre Brustzentrum des GZF erlangte bereits im Oktober 2018 erfolgreich die Zertifizierung nach der renommierten Deutschen Krebsgesellschaft und erhielt im Mai 2019 das entsprechende Zertifikat. Nach der Zertifizierung im August 2017 nach der Krebsliga Schweiz und der Schweizerischen Gesellschaft für Senologie, ist das Interdisziplinäre Brustzentrum des GZF eines von nur wenigen Schweizer Brustzentren mit einer Doppelzertifizierung – ein Zeichen exzellenter Qualität. Weitere Überwachungsaudits am GZF fielen ohne Einschränkungen aus.

COVID-19-Pandemie bringt Ungewissheit
Das GZF hat die erste Welle der COVID-19-Pandemie, der weltweit grössten Gesundheitskrise, sowohl medizinisch als auch organisatorisch sehr gut gemeistert. Auch auf ein zukünftig plötzlich eintretendes hohes Aufkommen von COVID-19-Patienten kann das GZF jederzeit zeitnah und geordnet reagieren – und gleichzeitig die Versorgungssicherheit im Fricktal mit hoher Qualität gewährleisten. Nebst der epidemiologischen Unsicherheit der kommenden Zeit, ist derzeit die Frage noch offen, ob und in welchem Ausmass die Spitäler in dieser ausserordentlichen Lage finanziell unterstützt werden.

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