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Die Erscheinung des Swiss E-Mobility Hub ist offen und zukunftsweisend. Die Fassade gliedert sich durch die unterschiedlichen Geschosshöhen und durch die diversen statischen Strukturen und Energiefassaden. Foto: EBL / Berrel Berrel Kräutler Architekten(pd) Direkt an der A2 in Salina Raurica/Pratteln plant die EBL den «Swiss E-Mobility Hub»: Ein modernes Innovationszentrum für Elektromobilität und die grösste Elektroladestation in Europa mit 280 Ladesäulen, davon 60 Supercharger. Die hybride Bauweise ermöglicht eine multifunktionelle Nutzung und bietet Platz für Concept Stores führender Fahrzeughersteller, Forschung, Co-Working-Spaces, Dienstleistung und Gewerbe. Das Projekt wird von der Fachhochschule Nordwestschweiz wissenschaftlich begleitet.

Der Bund hat letzte Woche das Ziel präsentiert, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen bis 2022 auf 15 Prozent zu erhöhen. Die EBL ist davon überzeugt, dass für eine nachhaltige Energieversorgung die Elektromobilität zunehmend mit der Stromversorgung verknüpft ist und die Energie vermehrt aus erneuerbaren Ressourcen stammt. Mit ihrem Engagement trägt die EBL dazu bei, dass die Anzahl Elektrofahrzeuge im Grossraum Basel stetig wächst und die Ladeinfrastruktur in der notwendigen Dichte ausgebaut wird.

Kanton Basel-Landschaft und Fachhochschule Nordwestschweiz als Partner
Damit der Durchbruch der Elektromobilität gelingt, sind neue Konzepte notwendig. Die EBL geht voran und präsentierte an der Medienkonferenz vom 12. Juni 2018 das Konzept für den Swiss E-Mobility Hub – das EBL-Innovationszentrum für Elektromobilität. Die EBL lancierte diese internationale Neuheit gemeinsam mit der Kantonsregierung Basel-Landschaft, die das Projekt unterstützt, sowie der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik der Fachhochschule Nordwestschweiz als wissenschaftlicher Partner.

Standort direkt an der A2
Der Swiss E-Mobility Hub soll in Salina Raurica in Pratteln (BL) direkt an der Autobahn A2 entstehen. Der Standort mit Anschluss an diese internationale Verkehrsachse, mit über 130’000 Fahrzeugen pro Tag, im Herzen von Europa ist ideal. Das Bauland will die EBL vom Kanton Basel-Landschaft erwerben, welcher der EBL eine Reservation zugesichert hat. Das innovative Projekt verleiht dem Entwicklungsgebiet Salina Raurica einen wertvollen Schub. Sowohl der Kanton als auch die Standortförderung Basel-Landschaft bezeugten die grosse Relevanz durch ihre Auftritte an der Medienkonferenz der EBL.

Grösste Elektroladestation Europas
Der Swiss E-Mobility Hub umfasst ein Servicecenter für Elektromobilität mit 280 Ladesäulen, wovon in vollem Ausbau 60 als Schnellladestationen (Supercharger) und 220 als reguläre Ladestationen (Slow Charging Stations) realisiert werden. Damit ist der Swiss E-Mobility Hub für den in den nächsten Jahren rasch wachsenden Bedarf an Elektroladestationen gerüstet.

Hybridbau mit multifunktionalem Nutzungskonzept
Der vorliegende Gebäudeentwurf wurde vom Architekturbüro Berrel Berrel Kräutler AG entwickelt. Das Konzept sieht eine hybride Bauweise vor und erlaubt eine multifunktionale, flexible Nutzung. Das Gebäude ist 30 Meter hoch, hat eine Nutzfläche von rund 23‘000 m2 und umfasst 9 Geschosse sowie ein Untergeschoss für Technik und den Batteriespeicher. Das Innovationszentrum bietet zudem Platz für Concept Stores der führenden Hersteller von Elektroautos, ein Atelier für Forschungsprojekte, Gewerbe und Veranstaltungen sowie Co-Working-Spaces für innovative Unternehmen. «Mit diesem Projekt setzen wir einen Meilenstein in der Elektromobilität und erbringen den Beweis, dass es möglich ist, die Elektromobilität in Zukunft zu 100% mit lokaler, erneuerbarer Energie zu decken», betonte Urs Steiner, CEO der EBL, an der Medienkonferenz.

100% erneuerbare Energie im smarten Areal
Es wird davon ausgegangen, dass der Energiebedarf des Swiss E-Mobility Hub in 10 Jahren rund 20'000 MWh pro Jahr beträgt. Das entspricht dem Energiebedarf von rund 5000 Haushalten. Die grösste Herausforderung im Energiesystem stellt die hohe Spitzenleistung von rund 5.5 MW dar, welche notwendig ist, wenn die meisten der 60 Supercharger gleichzeitig in Betrieb sind. Diese wird über einen lokalen Batteriespeicher sichergestellt. Dank einer zukunftsweisenden Arealvernetzung ist es möglich, den Energiebedarf zu 100% mit
lokalen erneuerbaren Energien aus Solarenergie, Holz und Wasser zu decken.
Das Energiekonzept, welches vom Planungsbüro Amstein+Walthert AG entwickelt wurde, sieht dazu einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch im Areal vor. Dieser umfasst: die Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach und an der Fassade des Swiss E-Mobility Hubs, eine Stromturbine im EBL Holzheizkraftwerk, ein Solarfaltdach über den Becken der Kläranlage Pratteln und eine grosse Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Coop-Produktionscenters. Ergänzend wird das Wasserkraftwerk Augst am Rhein miteinbezogen und – um die grossen Leistungsspitzen zu bewältigen – ein grosser Batteriespeicher mit Second-Life-Batterien im Untergeschoss des Swiss E-Mobility Hubs realisiert.

Baubeginn Mitte 2021
Das Nutzungskonzept wird in den nächsten Monaten konkretisiert. Mit den Bauarbeiten wird voraussichtlich Mitte 2021 begonnen, parallel zum Bau der neuen Rheinstrasse. Die Eröffnung des Swiss E-Mobility Hubs ist für 2023 geplant. Zur Realisierung arbeitet die EBL eng mit dem Kanton Basel-Landschaft, der Gemeinde Pratteln, der Fachhochschule Nordwestschweiz und weiteren Partnern zusammen.

Unser Bild: Die Erscheinung des Swiss E-Mobility Hub ist offen und zukunftsweisend. Die Fassade gliedert sich durch die unterschiedlichen Geschosshöhen und durch die diversen statischen Strukturen und Energiefassaden. Foto: EBL / Berrel Berrel Kräutler Architekten

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