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(pd) Die Vollzugsstelle für den Zivildienst wird per 1. Januar 2019 in ein Bundesamt überführt. Dies hat der Bundesrat am 7. November 2018 beschlossen. Er hat entsprechende Änderungen der Organisationsverordnung für das WBF gutgeheissen. Als Bundesamt erhält die ZIVI die sachgerechte Organisationsform.

Bislang war die Vollzugsstelle für den Zivildienst als Verwaltungseinheit dem Generalsekretariat des WBF angegliedert. Das Organisationsrecht des Bundes sieht vor, eine Verwaltungseinheit als Bundesamt auszugestalten, wenn die entsprechenden gesetzlichen und materiellen Kriterien erfüllt sind. Diese Kriterien erfüllt die Vollzugsstelle: Sie verfügt über einen abgegrenzten Aufgabenbereich, nimmt dauernde Aufgaben als Kompetenzzentrum des Bundes für den Zivildienst wahr und verfügt im Rahmen ihrer Zuständigkeit über Entscheidkompetenzen. Wäre die Schaffung eines neuen Bundesamtes für Zivildienst bei Einführung des Zivildienstes 1996 noch voreilig gewesen, so ist sie heute sachgerecht. 

Grössere Klarheit

Die Organisationsform Bundesamt schafft grössere Klarheit. Was eine Vollzugsstelle ist und was die Angliederung an ein Generalsekretariat bedeutet, führte in der Vergangenheit zuweilen zu Missverständnissen. Als Bundesamt kann die ZIVI zudem noch besser in Prozesse und Gremien eingebunden werden. Die Umwandlung erfolgt grundsätzlich innerhalb der bestehenden organisatorischen Strukturen. In der ZIVI arbeiten 144 Mitarbeitende. Die Umwandlung erfolgt ohne Personalaufbau. Es fallen moderate Kosten namentlich durch Anpassungen in den Bereichen IKT und Corporate Design an.

Die ZIVI ist die zuständige Behörde des Bundes für alle Belange des Zivildienstes. Der Zivildienst wird seit Inkrafttreten des Zivildienstgesetzes am 1. Oktober 1996 von einer Verwaltungseinheit des Eidg. Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, der Vollzugsstelle für den Zivildienst, vollzogen. Die ZIVI besteht aus fünf Regionalzentren mit den Standorten Aarau, Rüti, Thun, Lausanne und Rivera. Sie verfügt über eine Zentralstelle in Thun und betreibt das Ausbildungszentrum des Zivildienstes in Schwarzsee/FR. An dieser bewährten Struktur, die eine dezentrale Betreuung von Zivis und Einsatzbetrieben gewährleistet, wird sich durch die Überführung in ein Bundesamt nichts ändern.

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