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(pd) Mikrobiologen des Universitätsspitals Basel haben ein neuartiges Bakterium entdeckt. In den vergangenen fünf Jahren wurde in mehreren Patientinnen und Patienten aus der Region Basel die Bakterienart Mycobacterium basiliense gefunden. Die Namensgebung erfolgt zu Ehren der Stadt Basel. Das neu entdeckte Bakterium gehört zur Gruppe der nichttuberkulösen Mykobakterien und kann bei Personen mit vorbestehenden Lungenkrankheiten einen Infekt der Lunge auslösen.

Zur Gruppe der Mykobakterien gehören über 150 verschiedene Arten. Der grösste Teil dieser Bakterienarten ist für Menschen harmlos. Die Keime leben im Wasser, vermehren sich in Amöben und sind Teil der Umwelt. Nur ein kleiner Teil der Mykobakterien kann Menschen infizieren und zu Infektionen der Lunge oder der Haut führen. Die bekanntesten Beispiele sind das Mycobacterium tuberculosis, der Erreger der Tuberkulose, oder das Mycobacterium leprae, das Lepra verursacht.
Einem interdisziplinären Team des Universitätsspitals Basel (USB) ist es nun gelungen, eine neue Art eines Mykobakteriums zu beschreiben. Die neuartige Bakterienart wurde über die vergangenen fünf Jahre in den Atemwegen von insgesamt fünf Patientinnen und Patienten gefunden und detailliert studiert. Die meisten Patientinnen und Patienten hatten bereits eine vorbestehende Lungenkrankheit. Da alle Betroffenen aus der Region Basel stammen, wurde das Bakterium zu Ehren der Stadt Basel Mycobacterium basiliense benannt.
Antibiotika wirken gegen neues Bakterium
Das neue Mykobakterium wurden mit modernsten Methoden im Labor charakterisiert. Das gesamte Erbgut von Mycobacterium basiliense wurde aufgeschlüsselt und mit anderen Mykobakterienverglichen. Aufgrund der gewonnenen Hinweise zur Evolution des Bakteriums konnte eine Verwandtschaft zu den Arten Mycobacterium marinum und Mycobacterium ulcerans beschrieben werden. Diese beiden Bakterienarten lösen Infektionen der Haut und der Weichteile aus. Das Mycobacterium basiliense wurde allerdings bisher nur in Atemwegen von Menschen gefunden.
Ausserdem wurde festgestellt, dass das neue Mykobakterium bei 37°C wachsen und sich in menschlichen Immunzellen, aber nicht in Amöben vermehren kann. Im Erbgut des Bakteriums konnten ferner eine Reihe von Genen gefunden werden, welche für die Produktion von Toxinen verantwortlich sind. Dies sind wichtige Hinweise dafür, dass das Mycobacterium basiliense den Menschen infizieren kann. Glücklicherweise waren die Infektionen in den im USB untersuchten Patientinnen und Patienten rasch unter Kontrolle. Fast alle verwendeten Antibiotika wirkten gegen das neue Bakterium, weshalb es offenbar nicht sehr resistent ist.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur in Basel entdeckten neuen Mykobakterienart wurden von einer Forschungsgruppe unter der Leitung von PD Dr. Adrian Egli, Leiter Klinische Mikrobiologie am USB, zusammengetragen. Beteiligt waren auch Ärzte und Wissenschaftler aus dem Kantonsspital Baselland, dem Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut, der Universität Zürich, der
Universität Bern und dem Universitätsspital Lausanne. Die Ergebnisse der Forschung wurden heute in der renommierten Fachzeitschrift «Frontiers in Microbiology» publiziert. http://bit.ly/Mycobacterium_basiliense

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