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 (pd) Im Mai 2017 hat Eniwa die Konzession für das Wasserkraftwerk Aarau angenommen. Seit der Auflage des Erneuerungsprojekts für das Kraftwerk 2013 haben sich die Rahmenbedingungen wie Strommarkt, Währungssituation und regulatorische Vorgaben grundlegend verändert. Um diesen Rahmenbedingungen und den Anforderungen in Bezug auf Stromproduktion, Betrieb und Umweltverträglichkeit langfristig besser zu entsprechen, wurde zwischen 2017 und 2018 der geplante Kraftwerksneubau weiterentwickelt und optimiert.

Das Optimierungskonzept besteht aus einem vollständigen Rückbau der heutigen Anlagen und einem Neubau mit Entkopplung der Funktionen Stromproduktion, Hochwasserentlastung und Fischaufstieg und -abstieg. Mit drei neuen fischfreundlichen Rohrturbinen kann, bis zum Vorliegen gesicherter Erkenntnisse zum Fischabstieg, bereits nach dem Umbau ein grosser Schritt zur Verringerung der Fischsterblichkeit gemacht werden.

«Aufgrund der völlig unterschiedlichen Geometrien der neuen Rohrturbinen und den heute eingesetzten Kaplan-Turbinen, können die Rohrturbinen nicht in die bestehenden Gebäude eingefügt werden. Deshalb hat sich Eniwa entschieden, auf nicht mehr benötigte Kraftwerkshallen komplett zu verzichten und nur noch die absolut notwendigen Kubaturen für die benötigten Funktionsgruppen zu bauen», heisst es in einer Medienmitteilung der Eniwa.

Mit dem neuen Zentralendesign entstehe eine attraktive Transparenz im Aareraum: Vom Pont Neuf wird zukünftig nicht mehr die mächtige Silhouette der beiden Kraftwerkshallen und der Kraftwerksturm sichtbar sein, sondern der Blick in den Kanalraum bis nach Erlinsbach gewährt. Gleiches gelte auch für die Kanaluferwege, von welchen aus neu die Sicht auf die Altstadt Aarau gewährt wird.

Die zweite Projektänderung betrifft den vollständigen Rückbau des Mitteldamms, der aus der gestaffelten Bauphase der beiden Kanäle 1 und 2 vor über 100 Jahren stammt. Im bewilligten Projekt 2013 wurde bereits die Hälfte des noch bestehenden Mitteldamms entfernt. Mit der Optimierung 2019 soll nun auch der letzte rund 800 Meter lange Teil des Mitteldamms entfernt werden, was zu tieferen Bau- und Unterhaltskosten sowie zu einer höheren Produktionsleistung führt. 

Die Optimierung des Aarauer Wasserkraftwerks sei nicht nur mit technischen Eingriffen, sondern auch mit einem reichhaltigen Auflagenpaket zugunsten der Umwelt, der Fischfauna und Wasserlebensräume sowie zugunsten des gesamten von der Wasserkraftnutzung betroffenen Raums als Naherholungsgebiet verbunden, wirbt Eniwa. Ein Teil der Massnahmen sind sogenannte «Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen» (AEM), also positive Veränderungen der Landschaft als Kompensation für die Beanspruchung der durch die Wasserkraftnutzung umgestalteten Landschaftsteile. Durch mehrere Massnahmen wie Wegverbreiterungen, neue Unterwasserbrücke, Neugestaltung des Inseli sowie weiterhin vier Brücken über den Kraftwerkskanal (die Kraftwerksbrücke, die Häsibrücke, der Aufeldsteg und die Kanalbrücke beim Wehr Schönenwerd) bleibt das Konzessionsgebiet als Freizeit- und Erholungsraum attraktiv. Mit weiteren Massnahmen entlang der Kanalböschungen und bei der Mündung Erzbach wird der ökologische Mehrwert des Mitteldamms kompensiert. 

Wirtschaftlichkeit verbessert
Mit diesen beiden Projektanpassungen kann der Fischabstieg nach heutigen Erkenntnissen bestmöglich gewährleistet, die Produktion trotz Verdopplung der Restwassermenge um über 20 Prozent erhöht und die Produktionskosten, je nach Unterstützung für die Fischmigrationsmassnahmen und Fördermittelzusage des Bundes für das Projekt, auf Marktpreisniveau reduziert werden.

Wenn alle Teilprojekte plangemäss durchgeführt werden können, werde Eniwa das neue Kraftwerk 2024 am Netz haben und jährlich rund 130 GWh erneuerbare Energie aus Wasserkraft einspeisen können. Damit verbleiben wertvolle 61 Jahre für die Produktion und für die Amortisation der grossen Investition. Mit dem Wegfall der Kernenergie in den nächsten beiden Jahrzehnten werde die Laufwasserkraft zu einer noch wichtigeren Stütze der nationalen Stromversorgung, aber auch der regionalen Versorgung.

Bild: Das neue Kraftwerk soll sich in die natürliche Umgebung einfügen. Foto: zVg
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