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(pd) Das Strassenprojekt OASE bringt noch mehr Autoverkehr. Es ignoriert die Bedrohung durch den Klimawandel und beschleunigt den Biodiversitätsverlust. Statt Lösungen zu bringen, werden die Probleme verschärft. Dieser Meinung ist WWF Aargau. 


Das OASE-Konzept mit den grossen Umfahrungsstrassen in den Räumen Baden und Brugg hat einen Realisierungshorizont bis ins Jahr 2040. 2040 ist aber auch das Jahr, bis zu dem die Schweiz spätestens fossile Zeitalter beenden muss. «Es erstaunt und befremdet daher sehr, dass das Klima in keiner Art und Weise Thema des Konzepts ist. Statt Lösungen zu erarbeiten, würden mit den geplanten Strassenbauten 800 Millionen Franken in ein weiteres, klimaschädliches Verkehrswachstum gesteckt», so der WWF in einer Pressemitteilung.
Nicht nur die Klimakrise stelle vor Herausforderungen, auch der beschleunigte Verlust der Artenvielfalt müsse dringend gestoppt werden. Umso unverständlicher sei es, dass mit der OASE die Versiegelung der Böden und die Zerschneidung von Lebensräumen
vorangetrieben werde. Der Bau der Brugger Umfahrungsstrasse würde beim Zusammenfluss von Aare, Reuss und Limmat sogar zu Eingriffen in die national geschützte Naturlandschaft Wasserschloss und zu Beeinträchtigungen der direkt anliegenden Auenschutz-, Naturschutzund Landschaftsschutzgebiete führen.
«Die erwünschten Entlastungen der Zentren Baden und Brugg-Windisch lassen sich auch ohne den Bau der Umfahrungsstrassen realisieren. Teilweise steht das OASE-Konzept sogar im direkten Widerspruch zur gewollten Entlastung der Siedlungen, wie nicht zuletzt die kritischen Reaktionen aus verschiedenen Anreinergemeinden zeigen. Ein nachhaltiges Konzept sollte nicht auf eine räumliche Verschiebung, sondern auf eine Reduktion des Verkehrs zielen.»

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