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(sp) Die SP Aargau unterstützt die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr, um den steigenden Fallzahlen entgegenzuwirken. Gleichzeitig fordert sie den Kanton auf, kostenlose Schutzmasken für Haushalte mit tiefen Einkommen abzugeben.

Mit dem Maskenobligatorium in den öffentlichen Verkehrsmitteln hat der Bundesrat auf die steigenden Fallzahlen reagiert. Die SP Aargau unterstützt dieses Vorgehen und beurteilt das Maskenobligatorium als wichtigen Schritt. Jetzt müssen die notwendigen Massnahmen eingeleitet werden, um eine zweite Welle zu verhindern. Schutzmasken sind dort nötig, wo kein Contact Tracing möglich ist und der Abstand nicht eingehalten werden kann.

Hohe Preise für Masken belasten Personen mit tiefen Einkommen
Personen mit tiefen Einkommen litten in den vergangenen Monaten bereits überdurchschnittlich aufgrund der Pandemie. Viele Arbeitnehmende waren von Kurzarbeit betroffen und hatten somit Einkommenseinbussen von 20%. Diese Einbussen sind für Haushalte, die sowieso schon nur knapp genug zum Leben haben, existenzbedrohend. Denn während ein Fünftel des Einkommens ausbleibt, müssen weiterhin Fixkosten wie Mieten oder Krankenkassenprämien bezahlt werden. Gleichzeitig sind viele der Betroffenen auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen. Seien es die Kinder, die zur Schule müssen oder die Erwachsenen, die zur Arbeit pendeln. Ab dem 6. Juli kommen für diese Haushalte nun noch die Ausgaben für Schutzmasken dazu. So hat das Hilfswerk Caritas jüngst in einer Rechnung aufgezeigt, dass eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern über 12 Jahren pro Monat 168 Franken für Masken ausgeben müsste. Selbst bei günstigeren Masken oder Stoffmasken würde der Betrag für tiefe Einkommen ein verheerendes Loch in die Haushaltskasse reissen.

Wer Prämienverbilligungen bezieht, soll kostenlose Schutzmasken erhalten
Die SP Aargau erwartet von den Unternehmen, dass sie ihren Mitarbeitenden Schutzmasken kostenlos zur Verfügung stellen. Zudem fordert die SP Aargau den Kanton auf, Schutzmasken an Personen mit tiefen Einkommen gratis abzugeben, um sie zu entlasten und vor drohender Armut zu schützen. «Anspruch auf die kostenlosen Masken soll haben, wer Prämienverbilligungen bezieht», erklärt Parteipräsidentin Gabriela Suter. «Denn es sind oft genau die Haushalte mit Prämienverbilligungen, die nahe am Existenzminimum leben. Um diese Haushalte finanziell nicht weiter zu belasten, braucht es kostenlose Schutzmasken.»

Auch an die Umwelt soll gedacht werden
Um die Umwelt nicht übermässig mit Wegwerfmasken zu belasten, soll der Kanton zusätzlich prüfen, welche wirksamen Alternativen zu den Einwegmasken in Frage kommen und ob ein Recycling von gebrauchten Masken möglich ist.

SP Aargau macht auf die Problematik aufmerksam
Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, verteilt die SP Aargau am kommenden Montag, 6. Juli kostenlose Schutzmasken an verschiedenen Bahnhöfen im Kanton – selbstverständlich unter Einhaltung der nötigen Hygienemassnahmen. Denn ab Montag gilt das Maskenobligatorium im öffentlichen Verkehr.

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