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(pd) In Aarau sowie in sechs weiteren Städten der Schweiz fand heute eine Protestaktion der Kampagne «Exit Racism Now!» statt. Schwarze, BiPoc und weisse Menschen sind zusammengekommen, um an einer Flashmobb-Aktion teilzunehmen und ihre politischen Forderungen in der Gesellschaft zu platzieren. «Exit Racism Now!» ist eine Allianz von über 25 Organisationen und Instituten, die dem Rassismus in der Schweiz ein Ende setzen wollen.

Foto: zVgSpätestens seit den massiven Demonstrationen auch in der Schweiz, die als Antwort auf den grausamen Tod von George Floyd folgten, sei nun klar, so Organisatoren in einer Medienmiteilung, dass auch in der Schweiz ein Rassismus-Problem bestehe. «Wie aber können wir in der Gesellschaft einen Schritt weitergehen, um dem Rassismus in der Schweiz zu beenden?», wird in der Medienmittelung die frage gestellt und weiter:

Foto: zVg«Rund 25 Organisationen haben sich dieser Frage angenommen und haben in einem ersten Schritt sieben Forderungen erarbeitet, die es nun durch die Entscheidungsträger*innen in Politik, Wirtschaft und Bildung zu erfüllen gilt:  • Wir fordern eine unabhängige Beschwerdestelle bei Polizei- und Behördengewalt. • Antirassismus-Stellen bei Bund, Kantonen und Städten müssen von BPOC besetzt sein. • Die Schweiz äussert sich offiziell zur eigenen Beteiligung am Kolonialismus und der Apartheid und integriert diese als Bestandteil des Unterrichtsmaterials an Schulen. • Entfernung aller Statuen und Umbenennung aller Strassen, Berge und Plätze, die eine Referenz an rassistische/koloniale Figuren aufweisen. • Stopp der rassistischen, unmenschlichen und kriminalisierenden Ausschaffungs- und Abschottungspolitik in der Schweiz und an den Grenzen der Festung Europas. • Stopp der tagtäglichen Diskriminierung von BIPOC (Arbeitssuche, Wohnungssuche, in Schule und Kindergarten, am Arbeitsplatz, im Gesundheitswesen...).»

Foto: zVgDie Geschichte der Schweiz sei eng mit der Geschichte von Rassismus verknüpft, heisst es weiter. Die Schweiz gehöre zu den meistbeteiligten Nationen am Sklavenhandel und Kolonialismus und habe massgeblich wirtschaftlich hier von profitiert. Diese Geschichte müsse aufgearbeitet und in den Schulen unterrichtet werden. «Wir waren und sind nicht unbeteiligt an der globalen Ungleichheit, in der wir leben», schliesst die Medienmitteilung.

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