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(pd) Die Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) AG planen per März 2021 auf der Linie 5 zwischen der Baldegg via Bahnhof Baden nach Ennetbaden Elektrobusse einzusetzen. Diese sind mit einer innovativen Technologie von ABB Schweiz ausgestattet. Der Kanton beteiligt sich mit knapp 1,5 Millionen Franken aus der Spezialfinanzierung öV- Infrastruktur an den Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur.

Im Mehrjahresprogramm öffentlicher Verkehr 2020, das vom Grossen Rat Anfang Dezember 2019 genehmigt wurde, ist dargelegt, dass vor allem in den urbanen Räumen im Kanton Aargau Potential für Elektrobusse besteht. Der Kanton Aargau als Besteller der öV-Leistungen legt mit den Transportunternehmen sinnvolle Einsatzgebiete für Elektrobusse und eine Priorisierung der Linien für den Umstieg fest. Das entspricht auch einem Ziel der Strategie energieAARGAU: «Die CO2-Emissionen im Verkehr sollen mit dem Einsatz effizienter
Fahrzeuge und nachhaltiger Antriebssysteme vermindert werden.»
Der Verwaltungsrat der Regionalen Verkehrsbetriebe Baden-Wettingen (RVBW) hat in seiner Flottenpolitik beschlossen, künftig sämtliche Stadtbuslinien elektrisch zu betreiben. Die Umstellung von Verbrennungs- auf Elektromotoren soll schrittweise erfolgen. Den Anfang bilden zwei Innovationslinien, mit welchen die RVBW erste betriebliche Erfahrungen zur Elektromobilität sammeln wollen. Die RVBW-Linie 8 zwischen Neuenhof und Wettingen wird bereits seit Mitte Dezember 2019 versuchsweise für zwei Jahre mit einem Elektrobus betrieben. Da die Linie beim Depot startet, konnte die Ladestation dort erstellt werden.

Auch für den Bund ein Leuchtturmprojekt
Nun möchte die RVBW auf ihrer Linie 5 von der Baldegg Baden via Bahnhof Baden zum Äusseren Berg nach Ennetbaden vier neue Elektrobusse einsetzen. Die derzeit auf dieser Linie fahrenden Dieselbusse haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und müssen in Kürze ersetzt werden. Das Projekt wird von der RVBW in enger Zusammenarbeit mit der ABB durchgeführt und wurde vom Bundesamt für Energie als unterstützungswürdiges Leuchtturmprojekt eingestuft. Die Antriebstechnologie wird am Standort Turgi durch ABB entwickelt. Das Laden der Batterien, welche in Baden produziert werden, soll im Betriebsmodus an den beiden Endstationen nach spätestens zwei Umläufen mit Ladestationen von ABB erfolgen.
An den beiden Endhaltestellen wird jeweils eine Ladestation mit einer Leistung von 300 kW installiert, welche eine vollständige Ladung der Batterie eines Busses in bis zu sechs Minuten erlaubt. Durch diesen effizienten Ablauf können die Stehzeiten der Busse an den Haltestellen kurzgehalten und der Fahrplan wie im bisherigen Betrieb eingehalten werden.

Umstellung im ersten Quartal 2021
Der Kanton Aargau beteiligt sich mit knapp 1,5 Millionen Franken an den Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur. Der Regierungsrat hat an seiner Sitzung vom 1. Juli 2020 den entsprechenden Verpflichtungskredit zu Lasten der Spezialfinanzierung öV-Infrastruktur beschlossen. Die Umstellung der Linie 5 ist per März 2021 geplant. Der Beschluss des Regierungsrats ist zum jetzigen Zeitpunkt notwendig, damit die RVBW die notwendige Zusicherung erhält und die Fahrzeuge beim Hersteller verbindlich bestellen kann.

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