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(pd) Vom 6. September bis 30. Oktober 2020 finden die 7. Aktionstage Psychische Gesundheit im Aargau statt. Mehr als 30 Institutionen sensibilisieren für das Thema, vermitteln Informationen und schaffen ein Bewusstsein für den Umgang mit psychischer Gesundheit. Wie wichtig dies ist, belegen Daten aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung.

Das vielfältige Programm beleuchtet das Thema aus verschiedenen Perspektiven und soll dazu beitragen, Tabus zu psychischen Erkrankungen zu brechen. Die Institutionen aus dem Netzwerk «Psychische Gesundheit Kanton Aargau» organisieren die Veranstaltungen der Aktionstage Psychische Gesundheit. Sie bieten spannende und lehrreiche Angebote für die gesamte Aargauer Bevölkerung. Die Beiträge bestehend aus Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Workshops und Filmvorführungen und legen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Themen reichen von Schulverweigerung über häusliche Gewalt bis zu mentaler, geistiger und körperlicher Fitness und greifen die vielen Facetten der psychischen Gesundheit auf. Auch die aktuellen Herausforderungen in Zeiten des Coronavirus werden im
Rahmen der Aktionstage mit Fachexpertinnen und Fachexperten thematisiert.

Die Aktionstage im Überblick
Die Aktionstage starten am 6. September mit dem Dokumentarfilm «Die neue Achtsamkeit» im Kino cinema8 in Schöftland. Das ganze Veranstaltungsprogramm der Aktionstage Psychische Gesundheit und Angaben zu den beteiligten Institutionen sind unter www.ag.ch/aktionstage abruf-bar. Bitte vor einem Besuch diese Seite konsultieren, um die aktuellen Informationen zur Durchführung der einzelnen Anlässe abzurufen.
Zum Thema «psychische Gesundheit» wird zudem in der Deutschschweiz zeitgleich die neue «Wie geht’s dir?»-Kam-pagne lanciert. Sie zeigt auf, wie die psychische Gesundheit gefördert werden kann und will die Bevölkerung dazu moti-vieren, über das Wohlbefinden zu sprechen, auch über belastende Gefühle. Weitere Informationen unter: www.wie-gehts-dir.ch.

Psychische Gesundheit beschäftigt Aargauer Bevölkerung
Die Daten aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 (SGB) zeigen, dass die psychische Gesundheit für die Aargauer Bevölkerung ein wichtiges Thema ist. Dabei meint psychische Gesundheit nicht einzig die psychischen Erkran-kungen, vielmehr fallen auch ein stabiles Selbstwertgefühl, emotionales Wohlbefinden, tragfähige soziale Bindungen sowie das Gefühl von Arbeits- und Leistungsfähigkeit darunter.
Gemäss den Daten der SGB 2017 bezeichnet fast ein Drittel der Aargauer Bevölkerung ihre «Energie und Vitalität» als tief. Nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung ist der Auffassung, dass sie über eine hohe Energie und Vitalität verfügt.

Vernetzung der Partner fördern
Der Kanton Aargau gründete im Jahr 2013 das Netzwerk «Psychische Gesundheit Kanton Aargau», das heute insge-samt 50 Institutionen, Dienstleistungsanbieter sowie Fach-, Berufs- und Betroffenenorganisationen umfasst. Das Netz-werk fördert die Zusammenarbeit unter den Partnern sowie den Informations- und Erfahrungsaustausch. Durch gemeinsame Projekte streben die Mitglieder eine Wissensvermittlung an. Das Ziel des Netzwerks ist es, die Thematik psychische Gesundheit nachhaltig zu stärken.
Dies soll sowohl der Gesamtbevölkerung als auch besonders gefährdeten Personengruppen zugutekommen. Psychische Erkrankungen gehören zu den am meisten einschränkenden Krankheiten und stellen die häufigste Invaliditätsursache dar. Die Stigmatisierung der Betroffenen kann zu einer Chronifizierung der Erkrankung und zu verminderten Heilungschancen führen.

Gut zu wissen
Gemäss Matthias Schildknecht, Dienstchef Kriminalprävention Kantonspolizei Aargau, hatte die aktuelle Situation in Zeiten des Coronavirus und Lockdowns keine Zunahme der Suizidfälle zur Folge. Die versuchten und vollendeten Suizide im Kanton Aargau liegen im Bereich der Vorjahre. Bei der häuslichen Gewalt stellte die Kantonspolizei Aargau einen leichten Anstieg in den Fallzahlen fest, wobei sich der Trend des Anstiegs der Fallzah-len der Vorjahre fortsetzte. Eine Zunahme oder Häufung von schweren Fällen wurde nicht beobachtet.

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