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(sp) Heute wurden die Prämien für das kommende Jahr kommuniziert. Im Aargau sinken die Prämien im Durchschnitt zwar um 0.1%. Doch aufgrund fehlender Prämienverbilligungen seien sie für viele Haushalte auch weiterhin eine grosse Belastung, schreibt die SP Aargau in einer Medienmitteilung.

Heute hat Gesundheitsminister Alain Berset die Prämien für das kommende Jahr bekanntgegeben. Durchschnittlich sinken die Prämien im Aargau um 0.1%. «Das ist nach den steigenden Prämien in den letzten Jahren zwar eine erfreuliche Nachricht, doch sind die hohen Prämien weiterhin ein grosses Problem für viele Haushalte», so die SP und weiter: «Hauptsächlich zustande gekommen ist die Senkung dank der hohen Reserven der Krankenkassen, die in den letzten Jahren entstanden sind. Es darf nicht vergessen werden, dass es sich bei den Reserven auch um Gelder der Prämienzahler*innen handelt und dass dieses «Buebetrickli» nur vordergründig zu tieferen Prämien führt.»

Prämien gehören zu den grössten Belastungen vieler Haushalte
Krankenkassenprämien seien auch weiterhin für viele Haushalte einer der grössten finanziellen Belastungen. Die jährlich steigenden Prämien würden oftmals ein tiefes Loch ins Haushaltsbudget reissen. Gabriela Suter, Präsidentin der SP Aargau, zeigt sich besorgt: «Die Grundversicherung wird über Kopfprämien finanziert, das heisst, alle müssen gleich viel bezahlen – egal, wie viel jemand verdient. Das ist ungerecht und belastet Menschen mit tieferem Einkommen überdurchschnittlich.» Für viele tiefe und mittlere Einkommen – oft auch Familien – seien daher Prämienverbilligungen existenzsichernd. Im Aargau beziehe fast ein Viertel der Bevölkerung Prämienverbilligungen. In den letzten Jahren seien die Hürden für die Prämienverbilligungen im Aargau jedoch erhöht worden. Durch die wachsenden Hürden für die Prämienverbilligungen steige zudem auch das Risiko für viele, in die Sozialhilfe abzurutschen.

Der Aargau hinkt hinterher
Im kantonalen Vergleich hinke der Aargau mit der Höhe der Prämienverbilligung hinterher, schreibt die SP. Der Aargau bezahle nur rund die Hälfte des Bundesbeitrages. Versuche der Mitte-Links-Kräfte im Grossen Rat, die Prämienverbilligungen substanziell zu erhöhen, würden von der bürgerlichen Mehrheit regelmässig abgewehrt. Immerhin sei das Prämienverbilligungsdekret 2021 aufgrund des Druckes der SP leicht erhöht worden.
Die SP Aargau setze sich daher auch weiterhin dafür ein, dass der Kanton Aargau mehr Gelder für die Prämienverbilligung zur Verfügung stellt: «Es kann nicht sein, dass Krankenkassenprämien jedes Jahr ganze Familien in existenzielle Nöte treibt.»

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