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(fdp) Der Aargauer Regierungsrat schlägt in der heute lancierten Zusatz-Vernehmlassung zur Steuergesetzrevi-sion vor, die Unternehmensgewinnsteuern im Aargau bereits ab 2022 zu senken. Die FDP Aargau ist erfreut über diesen Schritt der Regierung und begrüsst ihn sehr.

Die einheimischen Unternehmen seien von der Corona-Pandemie stark betroffen, schreibt die FDP Aargau und weiter: «Der Kanton hat die steuerlichen Bedingungen zu verbessern, was nachhaltiger ist als subventionsähnliche Unterstützungen auszuzahlen. Der Kanton und die Gemeinden sind auf eine starke und gut diversifizierte Wirtschaft angewiesen. Die Abwanderung von Firmen mit grosser Ertragskraft ist zu vermeiden und der Zuzug neuer innovativer Unternehmen zu erleichtern. Die vorgeschlagene Gewinnsteuersenkung ist ein erster Schritt dazu.» Dies entspreche dem Postulat der drei bürgerlichen Regierungsfraktionen, das am 16. Juni mit 85 zu 46 Stimmen vom Grossen Rat an den Regierungsrat überwiesen worden ist. Dabei hatte die FDP die Federführung. Unterstützung erhielten die CVP, die FDP und SVP von der Aargauischen Industrie- und Handelskammer und dem Aargauischen Gewerbeverband.
Im aktuellen, von grossen Unsicherheiten geprägten Wirtschaftsumfeld sei es von grösster Wichtigkeit, so die FDP, den Wirtschaftsstandort Aargau zu stärken. Die vorgeschlagene Senkung der Gewinnsteuersätze für juristische Personen sei ein wichtiger Ansatz dafür. Der Aargau gehöre zurzeit in die Gruppe der Kantone mit den höchsten Unternehmenssteuern. Die Gewinnsteuersätze für die aargauischen Unternehmen müssten so gesenkt werden, dass der Aargau im interkantonalen Vergleich wieder attraktiv werde.
Die FDP Aargau ist einverstanden mit der vom Regierungsrat vorgeschlagenen Senkung der Gesamtsteuerbelastung für juristische Personen von 18,6 Prozent auf neu 15,1 Prozent. Die Umsetzung solle zwingend per 1. Januar 2022 in Kraft treten, eine weitere Verzögerung sei für die Unternehmen nicht verkraftbar.
Lukas Pfisterer, Grossrat, Parteipräsident: «Die Covid-19-Pandemie verursacht nicht nur eine gesundheitspolitische, sondern insbesondere auch eine wirtschaftspolitische Krise. Wir müssen alles daransetzen, den Wirtschaftsstandort Aargau attraktiv zu halten. Das bedingt eine Entlastung der Unternehmen, um ihnen ein wirtschaftliches Überleben zu ermöglichen und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern. Das betrifft uns alle. Die Wirtschaft sind wir alle.»
Silvan Hilfiker, Grossrat, Vize-Fraktionspräsident: «Eine Senkung der Gewinnsteuer für Firmen führt zu mehr Investitionen und mehr Arbeitsplätzen im Aargau. Zudem wird das Risiko der Abwanderung von Unternehmen – etwa in die Nachbarkantone Zug, Zürich oder Luzern – gesenkt, und das Steuersubstrat steigt mittelfristig.»

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