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(pd) Im Jahr 2020 sind die Belastungen durch Stickstoffdioxid deutlich gesunken. Dies geht aus einr Medienmitteilung des Lufthygieneamtes beider Basel hervor.

Trotz des Rückgangs überschreiten die Stickstoffdioxid-Konzentrationen an verkehrsexponierten Standorten den Grenzwert weiterhin stark. Die Ozon-Spitzenwerte vom Vorjahr wurden nicht erreicht, der Grenzwert wurde dennoch überschritten. Ebenfalls konnte im Jahr 2020 ein minimaler Rückgang an Feinstaub verzeichnet werden. Gründe sind neben der Corona-Pandemie der milde Winter sowie kürzere Hitzeperioden.

Stickstoffdioxid (NO2) – deutlicher Rückgang an allen Stationen in der Region Basel
Verkehrsexponierte Standorte sowie auch Standorte im ländlichen Umfeld verzeichneten im Jahr 2020 deutlich niedrigere NO2-Belastungen als in den Jahren davor. Der Immissionsgrenzwert der Luftreinhalte-Verordnung (LRV) ist im Jahresmittel mit 30 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3) festgelegt. Dieser wird weiterhin an zwei Stationen entlang von Strassen mit hohen Verkehrsaufkommen überschritten: Der Autobahn­standort A2 Hard weist einen Jahresmittelwert von 35 μg/m3 (2019: 41 μg/m3) und die Messstation an der Feldbergstras­se 38 μg/m3 (2019: 44 μg/m3) auf. Der Tagesgrenzwert von 80 μg/m3 wird seit einigen Jahren nicht mehr überschritten
und es ist auch ein Rückgang der Tagesspitzen zu erkennen. Es ist davon auszugehen, dass der Einfluss der Corona-Pandemie auf den motorisierten Verkehr zu diesem deutlichen Rückgang beigetragen hat.

Ozon (O3) – leicht geringere Spitzenkonzentrationen
Das Jahr 2020 weist im Vergleich zu den Vorjahren in der Region geringere Ozon-Belastungen auf. Die gemessenen Spitzenwerte sind aufgrund der weniger langen und heissen Hitzeperioden im Sommer gesunken, liegen aber noch deutlich über dem gesetzlich festgelegten Grenzwert. Der höchste gemessene Wert lag bei 173 μg/m3 an der Station Binningen. Die Anzahl Stunden über dem LRV-Grenzwert von 120 μg/m3 ist im Vorjahr gleich hoch geblieben und lag je nach Standort zwischen 50 und 360 Stunden (Vorgabe: maximal 1 Stunde Überschreitung pro Jahr).

Feinstaub (PM10, PM2.5) – fortgesetzter Rückgang
Auch bei der Feinstaub-Belastung konnte im Jahr 2020 ein leichter Rückgang verzeichnet werden. Alle Stationen in der Region liegen wie letztes Jahr unter dem Jahresmittelgrenzwert von 20 μg/m3 für Staubteilchen mit einem Durchmesser kleiner als 10 Mikrometer (PM10). Der Tagesgrenzwert von 50 μ/m3 wurde nicht mehr als einmal an den Stationen in der Region überschritten.
Bei den feineren Staubteilchen mit einem Durchmesser kleiner als 2.5 Mikrometer (PM2.5) konnte ebenfalls ein leichter Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnet werden. Die Werte im Jahresdurchschnitt liegen im Bereich des Grenzwertes von 10 μg/m3 (z.B. Station St. Johann-Platz: 10 μg/m3) und wurden einzig an der Station Feldbergstrasse mit 12 μg/m3 überschritten.

Besonderer Jahreswechsel
Bedingt durch den Ausfall der offiziellen Feuerwerke und der lufthygienisch «günstigen» Witterung (leichter Niederschlag) waren die Feinstaub-Immissionen während des Jahreswechsels im Vergleich zu den Vorjahren tiefer. Der Tagesgrenzwert von 50 μg/m3 für PM10 wurde an keiner Messstation überschritten. Ebenfalls waren die Peaks mit 40 bis 60 μg/m3 tiefer als in vorangegangenen Jahren (2018/2019: max. 110 μg/m3, 2019/2020: max. 80 μg/m3). Dieser deutliche Rückgang der Luftschadstoffe ist wahrscheinlich auf die Reduktion des motorisierten Verkehrs aufgrund der Corona-Pandemie und auf günstige Witterungsverhältnisse zurückzuführen. Die Verkehrszahlen zeigen, dass während des Lockdowns im Frühjahr ein starker Rückgang zu verzeichnen war, der sich auf der Autobahn A2 in Basel mit minus 40 Prozent am stärksten ausprägte. Ein weiterer Faktor sind die günstigen Wetterverhältnisse mit einem milden Winter und weniger langen Hitzeperioden im Sommer. Das Jahr 2020 zählt im Durchschnitt zu den wärmsten Jahren in den letzten zehn Jahren. Stickstoffdioxid- und Feinstaub-Immissionen, die durch Heizungen verursacht wurden, nahmen aufgrund einer geringeren Anzahl an Heiztagen ab.

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