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 (eing.) Radballer, Veloballer und Spassradballer trafen sich jüngst im Fuchsi in Möhlin. Am Plauschturnier mit den Spassradballern war der Unterhaltungswert besonders hoch. Diesen Rad-Enthusiasten gehörte der Samstagnachmittag. Die bunt gekleideten Teams erfreuten die zahlreichen Fans. Von filigraner Pedalkunst bis hin zu eher ungestümen Bewegungsabläufen – auf dem Radballrad notabene – konnte man alles aus nächster Nähe bewundern.


Mit Eifer und viel Herzblut wurden die Spiele jeweils in Angriff genommen. Und dank den Anfeuerungs- und Zurufen der Zuschauer entstand eine lustige Mischung mit hohem Unterhaltungswert. Es war wieder einmal einfach «zum Gröhlen» und Spass haben. Und genau das wollen die Akteure auch. Spass haben. Es ist allen nahtlos gelungen. Deshalb ist die Schlussrangsliste eher sekundär.
Am Samstagabend folgte das U23 – Scheizermeisterschafts-Finale mit den sechs besten Teams. Die Nachwuchs – Teams boten hochstehenden Radball, der für die Zukunft sehr viel Hoffnung macht.
Die jungen Mannschaften legten einen Speed auf die Spielfläche, der beeindruckend war. Vielleicht litt dadurch die Präzision, aber es machte Spass, den engagierten Spielern zuzuschauen. Das dachten wohl auch die Zuschauer. Viele wollten die Meler Luc Graf und Simon Fischler in «Action» sehen und sie wurden nicht enttäuscht. Obwohl beide die RS abverdienen, gaben sie Vollgas und erreichten ein gutes Spielniveau. Bei einigen Partien spürte man den Trainingsrückstand, aber dank ihrem druckvollen Spielaufbau, konnten sie wichtige Punkte sammeln. Oft endeten die Partien in hitchcock-ähnlicher Manier und die Anspannung waren allen anzusehen.
Es war auch klar ersichtlich, welches Potential dieses Team noch hat. Die beiden Fricktaler spielen frisch von der Leber weg und sind bereits erstaunlich stilsicher. Am Schluss resultierte der gute dritte Schlussrang. Der nachmalige U23-Schweizermeister aus Winterthur war an diesem Tag einen Tic besser. Im Direktduell verloren die Rheinsternler knapp mit 4:5.
 Am Freitagabend fand das traditionsreiche NLA-Turnier um den Kiwera-Cup statt. Fünf Teams wollten den begehrten Pokal gewinnen, auch das Meler Team Renato Bianco und Stefan Lützelschwab.

Spiele mit viel Action
Das ausgeglichene Teilnehmerfeld aus Frankreich, Tschechien und der Schweiz war Garant für «enge» Spiele mit viel Action. Die französichen Meister (WM-Teilnehmer 2018) waren sicherlich zu favorisieren. Aber auch die restlichen Teams konnten sich reelle Chancen ausrechnen. Und so setzten die Meler gleich in der ersten Partie ein grosses Ausrufezeichen. Sie gewannen das hartumkämpfte Match gegen Frankreich.
Zur grossen Freude der Zuschauer endeten alle Partien mit knappen Resultaten. Die intensiv geführten Spiele waren unterhaltsam und auch nervenaufreibend. Den Melern unterliefen leider auch Flüchtigkeitsfehler, die Punkte kosteten. Und im letzten Spiel des Abends hiess es Sekt oder Selters. Gewinnen die Meler gegen die Tschechischen Meister, sind sie auf Rang 2. Verlieren sie, landen sie auf dem letzten Platz. Das entscheidende Spiel wurde der Affiche gerecht. Mit viel Leidenschaft und Power erspielten sich beide Teams sehenswerte Tore. Am Schluss konnten die Einheimischen zur Freude der Zuschauer die Oberhand behalten.

Bilder: Am Plauschturnier mit den Spassradballern war der Unterhaltungswert besonders hoch. Renato Bianco und Stefan Lützelschwab (stehend, rote Trikots) freuten sich über Platz zwei. Fotos: zVg