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Simon Waldburger Nr. 12 führt in der Startkurve.(jwh) Bereits zum 4. Mal in Folge fanden in Val di Sole im Trentino die 4Cross-Weltmeisterschaften statt. Gleichzeitig mit der Weltcupveranstaltung im Cross Country und Downhill wurde der ausgezeichnet organisierte 4Cross-Wettkampf bei guten Track- und Wetterbedingungen vor sehr vielen begeisterten Zuschauern ausgetragen. Leider erreichten Ingo Schegk, Simon Waldburger und Fabian Gärtner an der 4Cross-WM kein Spitzenergebnis.

Bereits zu seiner 7. WM startete der 25-jährige Hottwiler Simon Waldburger (VC Leibstadt), der zu den erweiterten Favoriten zählte. Vom VC Leibstadt ebenfalls dabei war der 18-jährige Fabian Gärtner, Döttingen, der seine 2. WM bestritt. WM-Neuling war zudem der 25-jährige Ingo Schegk, Klingnau, der als Besonderheit, für Deutschland startete.

Simon Waldburger in der Qualifikation 12., Gärtner out
Mit dem 12. Platz im Qualifikationslauf brachte sich Simon Waldburger in eine gute Ausgangslage für die Finalläufe. Weniger gut lief es Ingo Schegk, der sich als 25. immerhin für die Finalläufe der Besten 32 qualifizieren konnte. Bitter war das Ausscheiden von Fabian Gärtner, der als 34. knapp den Cut der 32 Besten nicht schaffte. Dafür gelang es dem erst 17-jährigen Samuel Willimann aus Erlinsbach, mit einer guten Fahrt exakt Platz 32 zu erreichen.

Vor den Finalläufen: Ingo Schegk (links) und Simon Waldburger. Ingo Schegk im Finale 20., Simon Waldburger nach Sturz 24.
Beim am Freitagabend ausgetragenen Rennen boten die 4Cross-Rider ein richtiges Spektakel. Spannende Duelle, spektakuläre Überholmanöver aber auch Stürze wurden den vielen lautstarken Tifosi geboten. Simon Waldburger traf im Achtelfinal auf den sehr starken französischen Profibiker Loron (Qualifikation 5.), auf den Italiener Cristofoli (UCI Nr. 7) und den Deutschen Beige. Nach glänzendem Start preschte Waldburger sofort an die Spitze und fuhr bis zum Steinfeld kurz vor dem Ziel ungefährdet an der Spitze, wo ein Fahrfehler mit spektakulärem Sturz für Waldburger das bittere Aus bedeutete. «Leider habe ich mein WM-Ziel trotz meiner sehr guten Form nicht erreicht. Heute wäre definitiv viel mehr möglich gewesen», meinte der sichtlich enttäuschte Hottwiler. «Wer nichts riskiert, kann an einer WM auch nichts gewinnen. Ob ich 10. oder 25. werde, ist für mich aufgrund meiner früheren Erfolge nicht von Bedeutung.»
Auch nicht optimal gelang der Wettkampf WM-Rookie Ingo Schegk, dem am Start offensichtlich die Nerven flatterten und der deshalb kurz aus dem Pedal ausklickte. Immerhin zeigte Schegk seine Kämpferqualitäten, holte mächtig auf und hätte im Finish beinahe den zur Qualifikation für den Viertelfinal nötigen 2. Rang erreicht. Immerhin reichte der 3. Platz im Lauf für eine Verbesserung vom 25. Qualirang auf Platz 20, und damit war er bester «Leibstadter».
Gut war auch die Leistung vom weiteren Aargauer Samuel Willimann, der sich vom 32. Qualirang noch auf Rang 24. verbessern konnte. Gewonnen wurde die WM vom Franzosen Quentin Derbier vor den Tschechen Tomas Slavik und Mikulas Nevrkla.

4Cross-ProTour in Tschechien
Für Simon Waldburger geht die Saison bereits diese Woche mit dem ProTour-Rennen im tschechischen Jablonec weiter, wo die WM-Revanche angesagt ist.
Am 14. Juli findet anschliessend der 7. Lauf der European 4Cross Series im deutschen Berkheim statt.

Unsere Bilder (Fotos: Jürg Waldburger)
Erstes Bild: Simon Waldburger Nr. 12 führt in der Startkurve.
Zweites Bild: Vor den Finalläufen: Ingo Schegk (links) und Simon Waldburger.