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von Dr. Dimitrios Papadopoulos, Rheinfelden 

Bildung ist der wichtigste, ja einzige Rohstoff der Schweiz. Entsprechend sei es unvernünftig, ja geradezu selbstschädigend, nicht immer mehr in Bildung zu investieren. Politiker und Bürger, die es wagen, auch nur Fragen dazu zu stellen dass bei jeder Budgetdiskussion die Bildungskosten wieder schneller als Bevölkerung und Brutto-Inlandprodukt wachsen, gelten schnell als rückständig oder ignorant. 

Aber ebenso wie die Kurven der Bildungsbudgets nach oben weisen, weisen jene der PISA-Resultate der Schweiz nach unten. Und zwar durchs Band, wie wir vor ein paar Tagen gelesen haben, in allen Fächern. Wir haben das teuerste Bildungssystem der Welt, erreichen aber nur Mittelmass bei der Resultaten. 

Bestimmt, gesellschaftliche Faktoren spielen auch eine gewisse Rolle, aber wir müssen uns zu recht fragen, ob die ständig wachsenden Mittel, die ins Bildungssystem fliessen, wirklich gut investiert sind. Was erhalten wir dafür? Vielleicht mehr Arbeitsplätze und Entfaltungsmöglichkeiten für Leute, die etwas Pädagogie-affines studiert haben. Vielleicht die Möglichkeit, grossflächig experimentalpädagogische Schulreformen auszuprobieren und Erkenntnisse darüber, was man nicht tun sollte und was nächstes Mal anders. Bessere Bildung für unsere Kinder aber offensichtlich nicht. 

Handlungsbedarf besteht. Die PISA-Resultate sollten für jeden Bildungspolitiker und -Fachmann ein Alarmsignal sein. 

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