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Von Franz Meier, Stein

Ein Freund von mir sagte mir kürzlich, er suche sich eine neue Wohnung. Er wohnt an der Landstrasse in Gipf-Oberfrick. Der Verkehrslärm habe in den letzten Jahren derart zugenommen, dass es für ihn nicht mehr zum Aushalten sei. Schon frühmorgens werde man durch den Strassenlärm geweckt. Und das gehe dann den ganzen Tag so weiter.
So ist es an zu vielen Orten! Bei uns in Stein in der Rüti, an der Schaffhauserstrasse, in Frick an der Hauptstrasse, in Laufenburg an der Basler- und Winterthurerstrasse…. Die Aufzählung könnte endlos weitergehen. Besonders in Gemeinden mit viel Durchgangsverkehr ist der Lärm zu einer unzumutbaren Plage geworden. Was wird dagegen unternommen?
Die Personenautos mit Elektro- und Plug-In-Hybrid Antriebe werden zwar immer leiser. Auch die neueren Benzin- und Dieselautos sind leiser geworden. Somit wird der Lärm durch die PW’s weiter abnehmen, wenn die alten Autos langsam verschwinden. Auf Autobahnen machen aber auch die Elektro-PW’s Lärm – die Reifengeräusche sind nicht nur «Geräusche» sondern «richtiger Lärm». Wer das nicht glaubt, soll mal einen Besuch in der Rütistrasse in Stein machen. Eine Lärmreduktion auf der Autobahn wäre nur durch eine Temporeduktion auf 80 oder durch Lärmschutzwände oder eine Untertunnelung der Autobahn zu erreichen. Damit entlang der Autobahnen etwas passiert, braucht es aber echten Druck und unermüdliche Bemühungen durch die Gemeinden. Wenn nicht, wird das Geld aus den Treibstoffzuschlägen sonst eher für «Wildbrücken» über die Autobahnen ausgegeben. Die Frage: Was machen da unsere Gemeindebehörden?
Auch der Lärm durch den Bahnverkehr ist immer noch unzumutbar. Die modernen Personenzüge sind zwar heute leiser geworden. Was beweist, dass leise Fahrgestelle gebaut werden können. Die Güterzüge lärmen aber weiter durch die Landschaft – und durch die Ortschaften. Schon vor 30 und mehr Jahren wurde das kritisiert. Damals hat es bei der SBB noch geheissen, man bemühe sich darum, dass leisere Güterwagen gebaut würden. Das Problem sei jedoch bei den ausländischen Güterwagen. Wie gesagt – das vor 30 Jahren – und wie ist es heute bei den Güterwagen? Kaum besser. Weshalb sind heute immer noch Güterwagen unterwegs, die weiter derartigen Lärm verursachen. Die Frage lässt sich einfach beantworten: Man hat einfach nichts oder zu wenig dagegen unternommen wird. Die Direktionen der SBB und der DB haben ihre Büros ja nicht an den Gleisen des Bözbergs und des Gotthards. Wäre es somit nicht auch hier die Aufgabe unsere Gemeindebehörden, konsequenter gegen den Bahnlärm anzugehen?
Und dann wäre da auch noch der Innerortsverkehr: neben den PW’s auch die Lastwagen und die Landwirtschaftsmaschinen und -Traktoren. Wer hat schon mal an einem Samstagnachmittag gemütlich in einem Gartenrestaurant ein Bier trinken wollen? Das kann einem verleidet werden. Der Lärm durch die heulenden modernen Traktoren ist kaum zum Aushalten. Und dann kommen da auch noch all diejenigen dazu, die ihre alten Traktoren renovieren und dann Spass daran haben, mit diesen auszufahren – wenn möglich noch in richtigen Rallyes mit gleichgesinnten Fans. Für die Anwohner können diese «rollenden Museen» zu einer wirklich Plage werden – zusammen mit den Töff-Kolonnen. Diese Töff-Kolonnen sind ja auch nicht nur über den Hauenstein und andere Pässe unterwegs, sie fahren auch durch die Ortschaften. Dieser «Freizeitverkehr» ist ja sicher keine «Lebensnotwendigkeit». Ein paar wenige haben dabei ihr Vergnügen und «reiten» in den Sätteln der Töffs und Traktoren – mit schallgedämmten Töff-Helmen oder Gehörschutz. Und alle andern «dürfen» den Lärm «geniessen»! Was machen die Behörden da? Insbesondere auch gegen die besonders «Lärmenden», die ihre Töffs und Autos noch extra aufmotzen, damit sie mehr Lärm machen. Warum wird nicht dafür gesorgt, dass solch Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen und die Fahrer gebüsst werden?
Und dann sind da ja auch noch die Rasenmäher. Davon aber ein andermal. Wie erlebt ihr den Lärm? Schreibt mir ein Mail:

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