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Ratgeber

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinder: Kinderkrankheiten 2

Wir haben im letzten Ratgeber in einer Übersicht die wichtigsten Kinderkrankheiten kurz beschrieben. In den folgenden Ratgebern gehen wir genauer auf einzelne ein.

Dreitagefieber
Exanthema subitum, Roseola infantum, Sechste Krankheit)
Es handelt sich um eine ansteckende, akute Viruserkrankung. Meist tritt sie bei Kindern zwischen 6 und 24 Monaten auf (es kann aber auch ältere Kinder erwischen). Kennzeichnend ist das plötzlich auftretende hohe Fieber (mindestens 39° C meist sogar über 40°C).

Ursache:
Es handelt sich um einen Virus der Herpes-Gruppe (Humanes Herpes-Virus Typ 6, seltener Typ 7). Übertragen wird er durch Tröpfcheninfektion, also durch Ansprechen, Anhusten, Anniesen oder Ähnliches. Auch gesunde Personen können die Krankheit weitergeben. Drei bis sieben (bis max. 15) Tage nach der Ansteckung bricht das Dreitagefieber aus.

Symptome:
Das Kind kann rasch bis 40°C Fieber bekommen, ohne eine wirkliche Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens. Meist sind keine weiteren Beschwerden vorhanden. Es können aber auch Magen-Darm-Beschwerden, Husten, eine Halsentzündung oder geschwollene Lymphknoten auftreten. Nach den drei Tagen (darum auch der Name) verschwindet das Fieber (und die eventuell vorhandenen Beschwerden) genau so plötzlich wie es begonnen hat und wird durch einen Hautausschlag (kleine rosa Flecken) besonders im Rumpfbereich und Nacken abgelöst. Die Flecken können zusammenlaufen und sich über den ganzen Rumpf ausbreiten. Es können auch Arme und Beine (seltener der Kopf) betroffen sein. Ab diesem Moment ist das Kind nicht mehr ansteckend. Normalerweise verschwindet der Ausschlag nach 4 Stunden spätestens nach vier Tagen. Er juckt in der Regel nicht und heilt folgenlos ab.

Diagnose:
Sie ist in der ersten Phase (nur hohes Fieber) nicht eindeutig zu stellen, da Fieber ein üblicher Begleiter vieler Infektionskrankheiten im Kindesalter ist. Ihr Kinderarzt wird andere Ursachen ausschliessen und Sie dadurch beruhigen können. Erst nach der Normalisierung der Körpertemperatur und dem folgenden Hautausschlag weiss man Bescheid. Zum Ausschluss anderer Erkrankungen könnten im Blut gefundene Antikörper die Diagnose bestätigen. Nachdem der Nachweis aber keinen Nutzen (ausser in seltenen Fällen) für das Kind hat, verzichtet man in der Regel darauf.

Komplikationen:
Fieberkrämpfe, sie sind gefürchtet. Legen Sie das Kind so auf den Boden, dass es ungehindert atmen kann und sich nicht verletzt. Rufen Sie Ihren Arzt an, auch wenn der Anfall nur kurz war und das Kind sich anschliessend wieder erholt hat!

Therapie:
Eine echte, kausale Therapie gibt es nicht. Als Behandlung ist Bettruhe wichtig, wenn das Kind nicht im Bett liegen bleiben will, beschäftigen Sie es mit ruhigen Spielen und schenken Sie ihm Nähe und Schmuseeinheiten. Wir können nur die Symptome lindern: das heisst, wenn nötig (das Kind ist quengelig und leidet unter dem Fieber) kann das Fieber mit Paracetamol oder Ibuprofen gesenkt werden.

Bitte dabei die Einnahmepausen beachten: Paracetamol sollte in Eigenverantwortung nicht häufiger als alle 6 Stunden (d.h. maximal 4-mal täglich) gegeben werden und Ibuprofen nur alle 8 Stunden (maximal 3-mal täglich)! Ebenfalls müssen die gegebenen Dosen dem Gewicht und Alter entsprechen! Da die beiden Medikamente unterschiedlich wirken, können sie abwechselnd gegeben werden!
Andere Massnahmen, die helfen: Fieberpatienten fühlen sich in einem kühlen Raum (18°C – 19°C wohler). Auch sind Wadenwickel hilfreich. Letztere dürfen nur bei warmem Gesicht, Händen und vor allem warmen Füssen gemacht werden. Das Kind muss mitmachen wollen, bzw. sie akzeptieren. Mindestens ebenso wichtig: Fieber macht durstig, weil der Körper mehr Flüssigkeit verdunstet! Achten Sie auf eine genügend erhöhte Trinkmenge; gestillte Kinder sollten nach den Bedürfnissen des Kindes angelegt werden und nicht nach einem Plan!
Andere Behandlungen wie z.B. mit homöopathischen Mitteln sollten Sie nur nach Absprache mit einer Fachperson verabreichen.

Vorbeugung:
Es sind keine vorbeugenden Massnahmen bekannt. Es gibt bis jetzt keine Impfung, die bei dem gutartigen Verlauf auch nicht nötig erscheint. Nach der durchgemachten Erkrankung besteht in der Regel eine lebenslange Immunität.

Differenzierung zu Masern, Röteln, Windpocken:
Das Dreitagefieber beginnt nicht mit Husten, Schnupfen und Lichtempfindlichkeit wie das bei Masern der Fall ist. Bei Masern steigt die Körpertemperatur an, wenn der Ausschlag beginnt, beim Dreitagefieber sinkt die Temperatur! Der Hautausschlag beim Dreitagefieber breitet sich zuerst vom Rumpf und fast nie auf das Gesicht aus, bei Masern und Röteln ist es genau umgekehrt!

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Rückblick
«Es bleibt die Frage, ob die USA wirklich so unbeschadet aus einem allfälligen Handelskrieg hervorgehen. Wir denken nicht und würden den sehr teuren amerikanischen Aktienmarkt meiden. Auch weitere Baustellen sehen wir als nicht genügend eingepreist im Markt. Wir bleiben vorsichtig.» So hat vor einem Monat mein letzter Ratgeber-Bericht geendet. In der Zwischenzeit hat es an den Aktienmärkten eine leichte Korrektur gegeben. Natürlich ist ein Jahresendrally möglich, genauso wie weitere Verluste. Wir «wissen» es ebenso wenig wie andere Marktstrategen. Unsere Einschätzung bleibt aber dieselbe: Wir bleiben vorsichtig.

Anlagestrategien mit System
Im Folgenden gehe ich nicht auf Timing-Aspekte ein, sondern auf einige bekannte Systeme der Aktienselektion. Alle gehen davon aus, dass ein zu viel an Diversifikation unnötig ist und mit dem Setzen von systematischen Schwerpunkten eine bessere Rendite als der Markt erzielt werden kann.

Value / Wert:
Warren Buffet ist wohl der bekannteste Vertreter eines Value-Investors. Die Idee ist simpel: kaufe etwas für 50 Rappen, das 1 Franken wert ist. Gemäss den Vertretern dieser Strategie ist der Preis an der Börse nicht identisch mit dem effektiven Wert. Für die Einschätzung dieses Werts orientieren sich Value-Investoren an den wirtschaftlichen Daten der Firma wie zB. Gewinn, Cash-Flow, Umsatz oder Buchwert. In der Praxis kaufen Value-Investoren somit meist Firmen, welche aus verschiedensten Gründen ausser Mode und «unerwünscht» sind, weshalb der Aktienkurs sinkt und für Value Investoren attraktiv günstig erscheint.

Growth / Wachstum
Wachstumsinvestoren entgegnen, dass dabei das Wachstum vergessen geht. Nehmen wir zwei hypothetisch «gleiche» Firmen: beide Firmen haben den gleichen Aktienkurs, und die gleiche Bilanz mit gleichen Gewinnen, Umsatz etc. Einziger Unterschied: Firma 1 ist seit Jahren gleich gross und stabil, Firma 2 ihrerseits wächst Jahr für Jahr um 10% und hat nun die Grösse von Firma 1 erreicht. Welche Firma ist die interessantere? Natürlich die Wachstumsfirma, wenn man davon ausgeht, dass das Wachstum nicht abrupt wegbricht.

Momentum
Nicht indirekt an der Entwicklung von Gewinn, Umsatz etc, sondern direkt am Verlauf des Aktienkurses selbst orientieren sich Momentum-Strategien. Nach der Theorie dieser Strategie performen Titel, welche in den letzten drei oder sechs Monaten überdurchschnittlich stark liefen, auch die nächsten drei Monate stark. «The trend is your friend». So simpel diese Strategie tönt, so erfolgreich war sie in den letzten Jahren. Kaum eine andere Strategie vermochte zu folgen, Facebook / Amazon / Netflix / Google FANG sei Dank.

Dividendenstrategie
Nur Bares ist Wahres: Wie kommt der Anleger an den Wert einer Firma? Entweder steigt der Kurs (was neue Käufer voraussetzt) oder dann muss die Firma Dividenden an die Investoren ausschütten. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass längerfristig Titel mit hoher Dividende eine starke Mehrrendite gegenüber dem Gesamtmarkt erzielten.

Tiefe Volatilität
Anhänger der Low Volatility-Strategien setzen darauf, dass Aktien mit geringen
Schwankungen (Stichwort Nestlé) bessere risikobereinigte Renditen erzielen als der Gesamtmarkt. Die Betonung liegt allerdings auf risikobereinigt: die Rendite selber ist dem Gesamtmarkt ähnlich, die Volatilität tiefer.

Kleinere & Mittelgrosse Firmen
Der so genannte Small&MidCap-Effekt ist seit längerem bekannt. Kleine und mittelgrosse Firmen belohnen die Investoren im Schnitt mit besseren Renditen als die grosskapitalisierten Firmen. Erkauft werden muss das mit einer höheren Volatilität.

Wo stehen wir?
Wir selber investieren am ehesten Value-orientiert, weshalb wir schon des öfteren über Bewertungskennzahlen geschrieben haben. Wachstums- und Dividendenüberlegungen spielen durchaus auch eine Rolle. Am Wenigsten überzeugt uns ausgerechnet die in den letzten Jahren so erfolgreiche Momentum-Strategie.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Marktgiganten
Vor zwei Monaten habe ich im Newsletter eines professionellen und seriösen Fondsmanagers (quantex.ch) gelesen, dass unter den nach Marktkapitalisierung grössten Firmen die ersten sieben Plätze der TopTen-Plätze von amerikanischen und chinesischen Technologie und E-Commerce-Titeln besetzt sind. Erst auf Platz 8-10 folgen die ersten «alten» Nicht-Tech-Vertreter.
aus den USA und China... Zwei Dinge daran erscheinen mir bemerkenswert. Erstens die Beschränkung auf zwei Länder: offenbar schafft es derzeit keine europäische, australische, nicht-US-amerikanische oder nicht-China-asiatische Firma unter die Giganten.
...Technologie und E-Commerce: Zweitens: Technologie scheint einen ziemlich eingreifenden Umbruch zu schaffen. Google und Facebook vermögen immer mehr an Werbegeldern einzusammeln, Tencent, Alibaba und Amazon einen immer grösseren Kuchen des wachsenden E-Commerce-Geschäfts. Apple und Microsoft, welche es geschafft haben, im Retail-PC- und Smartphone-Geschäft quasi ein Duopol mit jeweils eigenen «Universen» aufzubauen, vervollständigen die sieben Tech-Giganten.
Apple an Börse über USD 1000 Milliarden bewertet: Die vergangene Woche nun hat Apple als erste kotierte Firma die symbolkräftige Marke von USD 1000 Mia Marktkapitalisierung überschritten. Zum Vergleich: Gemäss tradingseconomics.com übertreffen derzeit nur 17 grössere Länder mit ihrem Bruttosozialprodukt diesen Wert. Die Schweiz z.B. hat 2017 ein geschätztes BSP von USD 679 Milliarden. Oder als vielleicht direkterer Vergleich: Die Marktkapitalisierung des gesamten SMI betrug per Ende 2017 gut USD 1100 Milliarden, also nur wenig mehr als Apple heute an der Börse bewertet ist.
Fluch oder Segen? Eine Platzierung unter den TopTen war in der Vergangenheit allerdings oft mehr Fluch als Segen und kann auch einfach eine Überbewertung und/oder Modetrend anzeigen. Während der Rohstoffblase beispielsweise besetzten diverse Rohstoffwerte die Spitzenplätze. PetroChina, BHP und Petrobras fielen alle deutlich aus den TopTen, einzig die früher grösste Firma der Welt Exxon befindet sich noch darin, allerdings nur noch auf Platz 10. Vor der Finanzkrise waren mit Citigroup, Bank of America und ICBC gleich drei Banken unter den TopTen, alles Schnee von gestern. Oder auch der langjährige Spitzenreiter GE ist mittlerweile nur noch ein Schatten seiner Glanzzeiten, hat gut drei Viertel seit seinem Allzeithöchst verloren und bringt mit noch USD 118 Milliarden etwas mehr als einen Zehntel von Apple auf die Waage.
Wie weiter? Wir sind den meisten dieser Titel vorsichtig gegenüber eingestellt. Bei den einen zweifeln wir an der Dauerhaftigkeit der übertriebenen Margen (bspw. Apple), bei den anderen an zweifelhaften Bewertungsmassstäben (bspw. Amazon). Es ist immer wieder erstaunlich, wie lange bspw. Apple dank geschicktem Marketing ihre Margen erhöhen konnte. Dennoch fragen wir uns, wie lange so viele Leute so viel bezahlen wollen für ein Produkt, das zwar gut, gewohnt und stabil funktioniert, jedoch nicht mehr kann als ein ebenfalls stabiles No-Name-Produkt, das nur einen Viertel oder gar Fünftel kostet. Immerhin sieht für Apple die Bewertung in Relation dank dieser hohen Margen relativ günstig aus. Anders bei Amazon: hier scheinen die erzielten Gewinne gar keine Rolle zu spielen. Geld verdienen scheint unwichtig. Anders lässt sich das gigantische Kursgewinnverhältnis von 170x nicht erklären. Das hatten wir schon mal in Zeiten der Internet-Blase um den Jahrtausendwechsel.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Immunsystem stärken
Das Wetter meint es in diesem Herbst gut mit uns. Temperaturen von 20 Grad und mehr sind Mitte Oktober in unseren Breiten eher die Ausnahme. Es ist schön, nachmittags die Sonne geniessen zu können, aber morgens und abends ist es doch schon empfindlich kühl. Man kann sich fast nicht richtig anziehen, wenn man morgens und abends einen dicken Pullover braucht und mittags in Sommerkleid und Sandalen herumlaufen könnte. Leider führen diese Temperaturunterschiede aber auch dazu, dass man sich leichter erkältet, das besonders, wenn das Immunsystem unter zu viel abkühlender Nahrung im Sommer gelitten hat. Mit energetischer Ernährung kann man nicht nur das Immunsystem stärken, sondern auch Erkältungen vorbeugen. Ein starkes Immunsystem kann die Erreger oft schon unschädlich machen, bevor nennenswerte Symptome auftreten. Niesen ist eine solche Abwehrreaktion. Stärken Sie Ihr Verdauungssystem und damit auch Ihr Immunsystem mit wärmender Nahrung, sobald es draussen kälter wird. Die Zeit für kalte Getränke, Glacé und viel Salat ist jetzt definitiv vorbei. Reduzieren Sie Salat, frische Früchte und Milchprodukte zugunsten von gekochtem Gemüse, Hülsenfrüchten, Suppen und Eintöpfen. Jetzt ist die Zeit für Marroni, Rotkohl, Kürbis und Wild. Alle diese Nahrungsmittel wärmen und schützen vor Erkältungen. Trinken Sie warmes Wasser mit einem Stückchen Ingwer oder einen warmen Tee anstelle von kaltem Wasser oder Süssgetränken.
Wenn Sie schon eine Erkältung eingefangen haben, hilft neben Ruhe auch die richtige Ernährung, das Immunsystem zu unterstützen und die Symptome zu lindern. So ist es zum Beispiel sinnvoll, bereits beim ersten Anzeichen von Husten oder Schnupfen auf Milchprodukte, Südfrüchte und Süssgetränke zu verzichten, da diese Nahrungsmittel Feuchtigkeit und Schleim im Körper erzeugen und damit die Erkältungssymptome verstärken. Die oft gehörte Empfehlung, gegen Erkältung Orangensaft zu trinken, ist aus energetischer Sich nicht sinnvoll. Orangensaft hat zwar viel Vitamin C, das vor Infektionen schützt, aber wenn die Infektion schon da ist, kühlt der Orangensaft das Verdauungssystem unnötig ab, was in der Folge auch das Immunsystem schwächt.
Gleichzeitig verliert der Körper aber durch das Husten und Schnäuzen vermehrt Feuchtigkeit. Um diese zu ersetzen, eignen sich gekochte Früchte und Gemüse; auch Gemüse- oder Rindfleischsuppe hilft, die verlorene Flüssigkeit wieder aufzubauen. Diese Nahrungsmittel helfen auch bei trockenem Husten, denn sie befeuchten, ohne Schleim zu bilden. Ausserdem sollte man auf alle schwer verdaulichen Speisen verzichten, da der Körper die Energie zum gesund werden braucht und nicht in komplexe Verdauungsvorgänge investieren kann. Da Erkältungen ohnehin oft mit Appetitlosigkeit einhergehen, sollte es nicht schwerfallen, ein paar Tage ohne gebratene, fettige oder frittierte Speisen auszukommen. Je leichter verdaulich ein Nahrungsmittel ist, desto schneller kann es dem Körper die nötige Energie zur Verfügung stellen. Einfache Speisen mit wenigen Zutaten sind leichter verdaulich als Gerichte mit viel Fleisch, Rahmsosse oder geschmolzenem Käse.
Ist die Erkältung dann vorbei, hilft eine Energiesuppe (zum Beispiel eine lange gekochte Hühnersuppe) wieder auf die Beine zu kommen. Dies sollten Sie aber erst tun, wenn die Symptome abgeklungen sind und Sie sich nur noch etwas schwach fühlen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie von Erkältungen verschont werden und die Sonne noch eine Weile geniessen können. Nehmen Sie einfach zur Sicherheit eine Jacke oder einen Schal mit, wenn Sie nach draussen gehen.

Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an
oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen
und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Heiss, heiss, heiss
Der Sommer beglückt uns dieses Jahr mit schönem Wetter und Temperaturen um die 30 Grad, und das jetzt schon seit mehreren Wochen. Die einen freuen sich, die anderen klagen über die Hitze. Am liebsten würde man den ganzen Tag eisgekühlte Getränke und Glace zu sich nehmen, denn wer mag bei diesen Temperaturen schon am Herd oder gar am Grill stehen? Dann schon lieber ein abkühlendes Bad im See oder im Freibad.
Doch Achtung, zu viel äussere Kälte ist bei heissen Temperaturen oft kontraproduktiv. Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung. Es ist heiss, sie schwitzen und steigen dann in den klimatisierten Bus ein. Dort hat es gefühlte 15 Grad. Im ersten Moment frieren Sie, doch dann kommt ein Schweissausbruch. Das liegt daran, dass der Körper versucht, die innere Hitze der äusseren Kälte anzugleichen. Der nächste Schock kommt dann, wenn Sie austeigen und das Gefühl haben, in einem Backofen zu landen. So ähnlich ist es auch mit kalten Getränken und Glace. Der Körper versucht zunächst, die zugeführte Kälte durch Wärmeproduktion auszugleichen. Dabei verbraucht er allerdings Energie, die eigentlich für die Extraktion von Nährstoffen benötigt würde. Nimmt man viel kalte Getränke oder Nahrungsmittel zu sich, wird auf die Dauer der Körper geschwächt, da die Nährstoffe fehlen. Bei grosser Hitze sollte man daher nicht sehr kalt sondern eher gemässigt essen und trinken. Aus gutem Grund enthalten Sommergemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Peperoni, Melonen, Beeren, etc. mehr Wasser als zum Beispiel Zwiebeln, Karotten, Kohl oder Lauch, die eher Wintergemüse sind. Sommergemüse und -früchte wirken der äusseren Hitze durch mehr oder weniger kühlende Eigenschaften entgegen und geben dem Körper die notwendige Flüssigkeit, ohne dass man den ganzen Tag trinken muss. Ausserdem kann der Körper diese Flüssigkeit besser verwerten, als wenn Sie eiskalte Getränke zu sich nehmen. Das ist, wie wenn Sie kaltes Wasser auf einen heissen Stein giessen. Es verdunstet sofort, es entsteht Dampf (Feuchtigkeit) und der Stein bleibt trotzdem heiss. Die Feuchtigkeit kann sich so sehr schnell im Gewebe einlagern. Dies gilt besonders bei zuckerhaltigen Getränken bzw. bei Glace, da der Zucker die Feuchtigkeit noch verstärkt. Über die Wirkung zuckerhaltiger Limonaden und Säfte habe ich schon öfter geschrieben, in den letzten Jahren sind allerdings eine Reihe von wein- oder bierhaltigen Mischgetränken in den Läden erschienen, die auch auf diese Liste gehören. Sie sind vor allem im Sommer beliebt, weil sie wenig Alkohol enthalten und frisch schmecken. Leider enthalten die meisten aber sehr viel Zucker, der nicht nur die Wirkung des Alkohols verstärkt, sondern auch die Produktion von Feuchtigkeit im Organismus. Anstelle von zuckerhaltigen Getränken empfehle ich selbstgemachten Eistee zum Beispiel aus Zitronenmelisse, Pfefferminze und Ringelblumen. Pfefferminze gibt Getränken einen kühlenden Eindruck, auch wenn sie gar nicht so kalt sind. Wenn Sie Kaffeetrinker sind, versuchen Sie doch mal meine Variante von Eiskaffee. Dazu wird ein kleiner Kaffee über ein paar Eiswürfel gegossen. (Damit das Glas nicht springt, hilft ein Teelöffel aus Metall.) Die Eiswürfel schmelzen sofort und die Temperatur des Getränks ist dann angenehm aber nicht eiskalt. Umgekehrt (Eis in heissen Kaffee geben) funktioniert interessanterweise nicht so gut. Eine Scheibe Wassermelone kühlt besser und nachhaltiger als ein Eisbecher und versorgt den Körper erst noch mit Vitaminen. Das heisst aber nicht, dass Sie auf Glace und kalte Getränke völlig verzichten müssen. Unser Körper ist sehr anpassungsfähig und kann auch mit Extremen umgehen. Wie so oft macht es die Menge.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
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Kirschenschwemme
Nachdem es letztes Jahr nur sehr wenig Kirschen gegeben hat, gibt es in diesem Sommer so viele, dass die Grossverteiler schon keine mehr kaufen. Dafür werden sie überall im Fricktal und darüber hinaus direkt vom Erzeuger angeboten. Die Kirsche ist eine der wenigen Früchte, die energetisch nicht kühlend wirken. Ganz im Gegenteil, Kirschen wirken wärmend auf den Organismus. Ausserdem regen sie den Stoffwechsel und die Blutbildung an.
Kirschen sind kalorienarm und nährstoffreich, ausserdem schmecken sie gut. Sie sind genau zu der Zeit reif, wenn der Sommer beginnt, die äussere Hitze aber noch nicht so stark ist, dass uns eine wärmende Frucht zu sehr erhitzen könnte. Vorsichtig sein sollten nur solche Menschen, die ohnehin schon unter zu viel innerer Hitze leiden.
Die Saison ist kurz und obwohl man Kirschen gut einmachen oder einfrieren kann, ist das doch kein Vergleich zu den frischen Früchten. Am besten isst man sie frisch vom Baum, denn einmal abgenommen, verderben sie schnell. Wenn Sie das Glück haben, selber einen Kirschbaum zu besitzen, stellt sich schnell die Frage, wohin mit den Kirschen, die alle gleichzeitig reif werden und die man gar nicht so schnell essen kann. Man könnte sie ja an die Nachbarn verschenken, aber die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die auch genug haben. Einmachen oder einfrieren ist eine Option, damit es auch später im Jahr noch Kirschkuchen geben kann. Sie lassen sich auch sehr gut zu Marmelade verarbeiten. Um einen besonderen Geschmack zu erzielen, können Sie ein Stück dunkle Schokolade und ein paar rosa Pfefferkörner mitkochen. Saft oder Sirup sind eine weitere Möglichkeit, die Früchte haltbar zu machen. Oder man kann sie trocknen, das schmeckt fast noch besser als eingemacht und kann anstelle von Rosinen zum Beispiel im Müesli verwendet werden. Getrocknete Kirschen sind auch im Winter eine geeignete Knabberei, da die Kirschen ja wärmen.
Aus eingefrorenen Kirschen kann man auch selber ein feines Glace machen. Dazu die Kirschen entsteinen und einfrieren. Dann die Kirschen zusammen mit ein wenig Flüssigkeit in einer Küchenmaschine glatt rühren und gleich servieren oder in Förmchen wieder einfrieren. Als Flüssigkeit eignen sich z.B. Kokosmilch oder Naturejoghurt oder einfach Wasser oder Milch.
Natürlich kann man sie auch frisch zu Kuchen verarbeiten. Ein traditionelles Rezept, das man überall da findet, wo Kirschen wachsen, ist der Kirschenmichel (der hier vermutlich ganz anders heisst). Dazu erstellt man einen Biskuitteig, in den man vor dem Backen die Kirschen mischt. Dann wird der Kuchen in einer Springform gebacken. Traditionell werden die Kirschen dazu nicht entsteint, damit man beim Kuchenessen gleich noch einen Kirschkern-Weitspuckwettbewerb durchführen kann. Das ist übrigens auch überall verbreitet, wo es Kirschen gibt. Den Kuchen kann man warm oder kalt essen. Wer viel Zeit und Geduld hat, versucht sich an einer Schwarzwälder Kirschtorte. Für die werden zwar meist eingemachte Kirschen verwendet, mit frischen ist sie aber genauso gut. In diesem Fall sollten Sie die Kirschen entsteinen, denn in dieser Torte rechnet niemand mit Kernen und das kann für die Zähne gefährlich werden.
Übrigens, auch für die Kerne gibt es eine sinnvolle Verwendung. Gut gewaschen und getrocknet kann man sie in Kissen füllen. Diese kann man als Wärme oder Kältekissen benutzen, da die Kerne beide Temperaturen gut halten. Die Stängel kann man zu Tee verarbeiten. Sie wirken leicht schleimlösend und können zusammen mit Thymian und Lungenkraut gut gegen Husten eingesetzt werden.

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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
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Pesto und Pasten
Pesto kommt ursprünglich aus Italien und ist eine Paste aus rohen Zutaten. Das klassische, wohl am besten bekannte Pesto besteht aus Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan oder Peccorino. Gewürzt ist es nur mit etwas Salz. Die Herstellung erfolgt von Hand und nur in den Mengen, die gerade gebraucht wird, da der Käse trotz Einlegen in Öl die Haltbarkeit der Paste stark begrenzt. Wenn Sie grössere Mengen herstellen und aufbewahren möchten, empfehle ich, den Käse wegzulassen und erst kurz vor dem Verzehr unterzumischen. Für grössere Mengen oder wenn es schnell gehen soll, kann man natürlich auch eine Küchenmaschine oder einen Mixer verwenden. Bei rohen Zutaten sollten Sie aber darauf achten, dass nicht zu viel Wärme entsteht bei der Verarbeitung. Pesto wird zu Teigwaren gegessen, aber auch zu Risotto. Man kann es aber auch gut als Gewürz für Salat oder Gemüse verwenden. Neben dem klassischen Pesto ist in Italien auch das Pesto rosso verbreitet, das weniger Basilikum dafür zusätzlich getrocknete Tomaten enthält. Das kann auch schon mal als Ersatz für Ketchup zum Einsatz kommen. Inzwischen wird praktisch jede Paste aus rohen Zutaten als Pesto bezeichnet und Namenszusätze erklären, was darin ist (oder auch nicht). Bärlauchpesto enthält Bärlauch, Kürbispesto eben keinen Kürbis sondern Kürbiskernöl und/oder Kürbiskerne. Pesto kann man ganz einfach selber herstellen, dann ist es immer frisch, braucht keine Konservierungsstoffe und Sie wissen genau, was drin ist. Im Moment wächst überall Zitronenmelisse, die man nicht nur zu Tee verarbeiten kann, sondern auch zu einem feinen Pesto. Zusammen mit etwas Pfefferminze, Mandeln, Kreuzkümmel, etwas Salz und Olivenöl erhält dieses Pesto einen orientalischen Geschmack und schmeckt speziell zu Hülsenfrüchten oder den Teigwaren, die aus Linsen oder Kichererbsen gemacht werden. Oder man verwendet es zum Marinieren von Lammfleisch, als Sosse zu Falafel oder einfach als Brotaufstrich.
Während Pesto aus rohen Zutaten hergestellt wird, kann man Pasten aus fast allem machen. Auch hier gilt, je frischer desto besser und hausgemacht wenn möglich. Bei bereits gekochten Zutaten ist die Wärmeentwicklung der Küchenmaschine kein Problem und so ist eine leckere Paste schnell gemacht. Zum Beispiel Humus, das im Wesentlichen aus Kichererbsen besteht. Hinzu kommt Olivenöl, Kreuzkümmel und Salz. Sie können auch fertige Gewürzmischungen wie Harissa oder Ras El Hanout verwenden, das gibt der Paste einen intensiveren Geschmack nach Orient. Eine andere orientalische Paste besteht aus Auberginen, die gekocht oder gebacken und dann mit Knoblauch, Zitronensaft Kreuzkümmel und Salz zerdrückt werden. Wie auch Humus schmeckt sie gut zu Fleischgerichten aber auch zu Kartoffeln oder Fladenbrot. Fast jedes Gemüse lässt sich zu Paste verarbeiten und man kann mit beliebigen Kräuter- und Gewürzkombinationen experimentieren. Besonders in der Grillsaison sind sie feine Begleiter zum Fleisch. Hier sind ein paar Anregungen: gebackener Kürbis mit Curry, Salz, Kürbiskernen und Kürbiskernöl, Guacamole aus Avocado, Tomaten, Zitronensaft, Pfeffer und Salz, Erdnusspaste (Erdnüsse mit Knoblauch mahlen, in etwas Öl mit Tomatenmark andünsten, etwas Wasser zugeben, so dass eine Paste entsteht, würzen nach Geschmack mit Salz, Chili, Paprika oder fertiger süss-scharfer Sosse). Artischockenpaste aus gekochten Artischocken mit Zitronensaft, Petersilie, Salz, Pfeffer und Olivenöl oder Olivenpaste aus eigelegten Oliven mit Thymian und Rosmarin. Selbstverständlich gibt es viele dieser Pasten und Pesto auch fertig zu kaufen, dann enthalten sie aber in den meisten Fällen Zusatzstoffe, die die Haltbarkeit gewährleisten.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Migrosbank schafft Boni ab
In diesen Tagen geht die Boni-Abschaffungsmeldung der Migrosbank durch die Medien. Sie will zukünftig bei allen Stufen auf die Ausrichtung eines Bonus verzichten. Wer jetzt um die Migros-Banker Angst hat, hier kann ich Entwarnung geben: der Leistungsteil wird in den Lohn integriert. Trotzdem ist das ein starkes Zeichen und die Migrosbank will/wird zeigen, dass man auch gute Mitarbeiter ohne Bonus findet. Ob damit aber das Ende der exzessiven «Boniphase» vor allem bei den internationalen Grossbanken eingeläutet wird, kann bezweifelt werden. Was auch bei uns vor rund 30 Jahren aus dem angelsächsischen Raum Einzug gehalten hat, ist im Grundgedanken nicht nur schlecht. Dieser Grundgedanken, gute Leistung zu honorieren, wurde aber total ausgehöhlt und die Leistungskomponente viel zu stark gewichtet. Obwohl Firmen Verluste schrieben, wurden Boni in Millionenhöhe, vor allem an das Topmanagement bezahlt. Das kann und darf aus meiner Sicht nicht sein und es gab bei jeder noch so schlechten Performance einen Bonus. Persönlich habe ich das selber mal (im viel kleineren Rahmen) erlebt. Bei einem Jobangebot hat man mir vor über 20 Jahren neben dem Lohn auch einen grösseren Bonus angeboten, von welchem ein rechter Teil «garantiert» wurde. Ein Witz? Aus meiner Sicht ja! Mit ausserordentlichen Leistung hat das kaum mehr etwas zu tun. Persönlich begrüsse ich den Schritt der Migrosbank. Auch die AKB hat mit der Lohndeckelung ihres Geschäftsführers schon einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Der Lohn ist wichtig, wenn aber alles nur noch darüber geht, werden wieder völlig falsche Anreize geschaffen und man verliert oft die Nähe und das Verständnis zu den Kunden. Und nur mit Kunden kann man längerfristig auch Ertrag generieren. Dieser Grundgedanke wurde in der Vergangenheit vernachlässigt.
US-Dollar wird stärker
In den letzten Wochen hat sich der US-Dollar in kleinen Schritten verteuert und wird nun bei fast 1.01 Franken gehandelt. Weshalb erstarkt die amerikanische Währung? Der Hauptgrund scheint mir bei der Zinsdifferenz zu liegen. Während wir in der Schweiz nach wie vor keinen Zins auf unseren Anlagen erhalten, gibt es im US-Dollar doch rund 2.5 % pro Jahr, auch für gute Schuldnerqualität. Das gibt Umschichtungen, was die Nachfrage nach dem Dollar ansteigen lässt. Diese grössere Zinsdifferenz dürfte noch länger anhalten, weshalb der Dollar kaum viel schwächer kommen sollte. Auf der anderen Seite erwarte ich aber auch keine massive Aufwertung. Die enorme Verschuldung, welche jedes Jahr weiter steigt, ist keine Basis für eine massive, nachhaltige Erstarkung der amerikanischen Währung.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Wie schätzen wir derzeit die Ausgangslage für die Aktienmärkte ein?
Gewinne steigen: ++ Unter anderem dank der Steuerreform unter Trump steigen die Gewinne der US-Firmen derzeit deutlich an. Dies ist ein starker Rückenwind.
Rückkäufe auf Rekordniveau: + Ebenfalls positiv wirkt sich aus, wenn Firmen eigene Aktien zurückkaufen. Diese Rückkäufe sind derzeit auf Rekordniveau. Zwar wird der allergrösste Teil davon durch wenige ganz grosse Firmen vorgenommen (wie z.B. Apple), dennoch positiv.
Bewertung sinkt, dennoch weiterhin sehr teuer: - - Wie erwähnt wachsen derzeit die Gewinne der US-Firmen stark. Die von uns schon lange festgestellte extrem teure Bewertung der US-Aktien verbessert sich also endlich etwas. Dennoch: die während Jahren aufgegangene Schere von viel stärkeren Aktienkurs- als Gewinn­anstiegen ist noch längst nicht zu. Die Bewertungen sind immer noch sehr teuer.
Rückenwind der Geldpolitik fällt weg: 0 Die US-Notenbank FED hat im Herbst 2017 begonnen, ihre Bilanz ganz langsam zu kürzen. Sie hat zudem die Zinsen in mehreren Etappen erhöht. Die EZB drückt nach wie vor Geld in den Markt, hat aber angekündigt, dass sie voraussichtlich im Herbst die Wertpapierkäufe einstellen wird. Insgesamt bleibt die EZB expansiv, geht aber von der ultraexpansiven Politik weg. Die einzige Notenbank, welche nach wie vor stark auf dem Gaspedal steht, ist die Bank of Japan. Global gesehen wird die Geldpolitik somit weniger expansiv. Von Gegenwind können wir noch nicht sprechen.
Inflation zieht etwas an: - Der geldpolitische Gegenwind könnte aber noch kommen. Zum einen sind die Ölpreise gestiegen, was sich natürlich auch in der Infla­tion zeigt. Zum Zweiten ist die Arbeitslosigkeit auf recht tiefes Niveau gesunken, so dass eher mit steigenden Lohnkosten gerechnet werden muss. Ein neuerer Preistreiber sind zudem die angedrohten Handels- und Strafzölle. Steigende Kosten für importierte Güter treiben selbstverständlich die Preise nach oben. In der Tendenz müssen die Zentralbanken je mehr vom Gas (bzw. gar auf die Bremse) je stärker die Preisanstiege sind.
Potenzieller Handelskrieg: - - Auch wenn es verfrüht ist zu sagen, ob sich dieser Handelsstreit in einen veritablen Handelskrieg entwickelt, das Risiko besteht. Ein Handelskrieg würde nicht nur die Preise ansteigen lassen, sondern würde vermutlich auch negativ auf die Wirtschaftsleistung wirken. Firmen könnten bspw. Probleme bekommen mit Zulieferern und aus Vorsicht weniger stark investieren.
Politische Turbulenzen nehmen zu: - Präsident Trump reisst mit seinem aggressiven Gebaren sehr viele Baustellen auf (Strafzölle, Neuverhandlung NAFTA, Russland-Sanktionen, Aufkündigung Atom­abkommen Iran, Korea-Konflikt) und auch weitere Turbulenzen ohne Trump’sche Beteiligung (neue Regierung in Italien, Einwanderungskrise in Europa bzw. Asyslkrise Deutschland) zeigen, dass derzeit mehr Grossbaustellen offen sind als üblich. Das Risiko, dass eine davon (z.B. Iran) sich nicht optimal auflöst, wächst damit.
Konjunkturzyklus fortgeschritten: 0 Der aktuelle US-Wirtschaftsaufschwung dauert bereits neun Jahre. Das für sich muss natürlich nicht bedeuten, dass unmittelbar eine Rezession bevorsteht. Dass dieser neunjährige Aufschwung der zweitlängste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1850 ist, zeigt aber, dass wir nicht von ewig dauernden Boomphasen ausgehen sollten. Das noch vor ein paar Monaten fast synchrone Wachstum weltweit ist jedenfalls weniger im Gleichschritt.
Fazit – das Eis bleibt sehr dünn: Unter dem Strich bleiben wir vorsichtig und strecken erst die Zehenspitzen wieder etwas mehr ins Wasser. Einzelne Aufstockungen bei guten Firmen, deren Aktienkurse recht stark Federn lassen mussten, wie z.B. LafargeHolcim, Roche oder Basilea, können wir uns vorstellen. Vor einer deutlichen Aufstockung der Aktien würden wir
aber noch abraten.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Globale Krisenherde...
Die Vielzahl der politischen Krisenherde weltweit ist das eine. Das andere ist, dass diese Konflikte häufig globaler geworden sind, seit US-Präsident Trump (wie schon Ex-Präsident Obama zuvor) ökonomische US-Interessen aggressiv und neu auch militärische US-Ziele noch wesentlich aggressiver verfolgt. Die so genannten Stellvertreterkriege sind wieder häufiger geworden. Es liegt in der Natur der Sache, dass andere sich als Grossmächte fühlende Staaten, insbesondere bei in geografischer Nähe liegenden Konflikten, ein so aggressives Vorgehen des selbsternannten «Weltsheriffs» nicht goutieren. Im Koreakonflikt sind die Interessen der USA und China zumindest nicht deckungsgleich. In Syrien ist es nicht nur ein Bürgerkrieg, sondern auch eine nur schlecht kaschierte direkte Konfrontation der USA gegen Russland. Im Falle des gekündigten Atomabkommens mit Iran kämpft die USA gegen praktisch alle anderen. In einem solchen Umfeld stützen auch unilateral erhobene Strafzölle auf Aluminium, Stahl und neuerdings Technologie-Produkte oder US-Sanktionen gegen russische Vertreter und Firmen, welche «gefälligst» global umgesetzt werden sollen, nicht unbedingt das Vertrauen. Aber auch die EU fährt nicht nur willfährig bei US-Sanktionen mit, sie spielt im «Sanktions-Rennen» auch selber eine aktive Rolle. Sie hat z.B. Sanktionen gegen Venezuela verhängt.

... und auch Europa in politischen Turbulenzen
Italien hat sich zum Glück immer wieder gut darin gezeigt, mit Turbulenzen umzugehen. Diese Fähigkeiten sind auch derzeit wieder vonnöten. Weniger als drei Monate nach den Parlamentswahlen schien wieder vor den Wahlen zu sein. Präsident Mattarella legte anfänglich sein Veto gegen den geplanten Finanzminister ein, der als sehr eurokritisch galt. Nach einer Rotation der zugeteilten Departemente genehmigte nun Präsident Matarella die Koalitionsregierung der Wahlsieger von 5Stelle und Lega doch noch. Das Risiko von Neuwahlen war ihm wohl doch zu gross. Die neue Regierung plant Steuer­senkungen und will die Ausgaben steigern. Mal schauen, wie lange dies bei einem so hoch verschuldeten Staat wie Italien gut geht.
Aber auch in Spanien geht es politisch hoch zu und her. Für einmal geht es nicht um den Katalonienkonflikt. Der Hardliner Rajoy wurde sein Amt als Ministerpräsident nach einem Misstrauensvotum los, er wurde wegen einem Korruptionsskandal abgesetzt. Sozialistenchef Sanchez übernimmt.
Die Finanzmärkte haben schon recht stark reagiert. Vor allem die Zinsen der italienischen Staatsanleihen sind stark angestiegen und auch der italienische Aktienmarkt hat z.B. im vergangenen Monat ca. 9 Prozent verloren. Das Problem ist aber nicht auf Italien (oder Spanien) eingegrenzt – im Gegenteil. Hintergrund der nervösen Finanzmärkte ist das explosive Gemisch aus eurokritischer Einstellung der aktuellen italienischen Wahlsieger in Kombination mit der riesigen Staatsverschuldung Italiens. Im Falle von Griechenland konnte die EZB mit einer enormen Willensleistung und Massnahmen jenseits des vorgegebenen Auftrags die Eurokrise gerade noch mal so dämpfen. Italien aber ist als drittgrösste Volkswirtschaft der Eurozone mit seinem gewaltigen Staatsschuldenberg ein anderes Kaliber. Wenn dann noch eurokritische Parteien die Regierung übernehmen und einen Schuldenschnitt oder Euroausstieg anstreben, sind unschöne Machtkämpfe vorprogrammiert. Der EUR/CHF-Kurs ist in gut zwei Wochen von knapp 1.20 auf aktuell etwas über 1.15 gefallen.

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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Vorsicht mit Konsumkrediten
Die Werbung suggeriert, fast jede Anschaffung ist sofort möglich, Leasing, Ratenzahlung oder ein Konsumkredit machen es möglich. Wenn man aber aktuell das Geld für seine Wunschanschaffung nicht hat, sollte man ganz genau überlegen, ob man diese Anschaffung wirklich braucht und ob man sich diese auch wirklich leisten kann. Kauf auf Kredit oder Abzahlung ist vorgezogener Konsum. Man gibt also Geld aus, von welchem man hofft, es in der Zukunft zu haben. Das zukünftige Budget wird also meist massiv belastet und der Freiheitsgrad nimmt massiv ab. Dazu kommen dann oft noch recht hohe Schuldzinsen, welche den vorgezogen Konsum weiter verteuern. Ganz übel wird es, wenn man die Rückzahlungsraten nicht mehr bezahlen kann. Dann kommen Verzugszinsen und oft massivste Mahnaufwendungen noch dazu. Hier lauern finanzielle Teufelskreise, aus welchen man oft nur mit massivsten Einschränkungen wieder rauskommt. Finanzielle Disziplin ist das A und O. Wenn plötzlich unvorhergesehene, nicht aufschiebbare Aufwendungen wie eine
grössere Zahnarztrechnung kommt, sollten die Finanzen nicht zusammenbrechen. Lieber mal auf etwas im Moment verzichten. Längerfristig erspart man sich oft viele Mühen und behält die finanzielle Freiheit.

Weiterhin kaum Rendite mit sicheren Anlagen
Obwohl die Zinsen in den letzten 12 Monaten leicht gestiegen sind, gibt es nach Kosten kaum oder keine Rendite mit sicheren Anlagen. Die Chance, dass dies in den nächsten Jahren wieder ändert, ist intakt. Bis das aber soweit ist, braucht es aber weiterhin viel Disziplin und die Risiken sollten nicht massiv erhöht werden. Im grossen Stil ausweichen auf Aktien, wegen der Dividendenrendite, Immobilien wegen den Mietzinseinnahmen oder auf Obligationen mit tieferer Schuldnerbonität ist mit grösseren Risiken verbunden, welche man in Phasen wie jetzt oft unterschätzt. Diese sehe ich als Beimischung weiterhin, würde aber nicht einfach die früher in erstklassigen Obligationen investierten Gelder in risikoreichere Anlageklassen investieren. Auch strukturierte Produkte und Fonds sind nicht einfach die immer wirksame Lösung für das schon länger anhaltende Anlageproblem. Auch hier kann niemand zaubern und müssen die darin enthaltenen Kosten auch zuerst wieder erwirtschaftet werden. Setzen Sie sich nicht überhöhte Renditeziele!

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