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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Anders essen ist gar nicht so einfach
Die Feiertage sind vorbei, das neue Jahr hat schon stürmisch angefangen und so manch einer hat sich vorgenommen, in diesem Jahr etwas anders zu machen. Häufig haben die guten Vorsätze für das neue Jahr mit der Ernährung zu tun. Gesünder essen, weniger essen, mehr Früchte und Gemüse, weniger Fett, mehr Wasser trinken etc., etc. Sie wissen, was ich meine. Vielleicht haben auch Sie beschlossen, in diesem Jahr etwas an Ihrer Ernährung zu verändern. Möglicherweise haben Sie sich auch für eine ganz neue Ernährungsform entschieden. Vegetarisch, vegan, fleischlos oder ohne Kohlehydrate? Ernährung nach den fünf Elementen oder die Paleo-Diät? Was immer es ist, es wird eine Herausforderung. Es geht mir hier nicht darum, die verschiedenen Ernährungsformen zu beschreiben oder gar zu beurteilen, ich möchte Ihnen aufzeigen, auf was Sie sich einlassen, wenn Ihre Diät nicht «ich esse alles in beliebigen Mengen und zu beliebigen Zeiten» heisst.
Wenn Sie als Vegetarier oder Veganer bei Fleischessern eingeladen sind, stellen Sie diese vor die schwierige Aufgabe, etwas auf den Tisch zu bringen, das Sie auch essen mögen. «Was soll ich denn bloss kochen, du isst ja kein Fleisch», habe ich mehr als einmal gehört. Im Restaurant ist es auch nicht einfacher. Obwohl sich hier schon einiges getan hat in den letzten Jahren, gibt es leider immer noch Köche, die nicht wissen, dass Fisch nicht vegetarisch und Eier nicht vegan sind. Und selbst in der Familie ist es nicht leicht, wenn Sie als Einzige(r) anders essen als alle anderen. Wenn Sie die Mahlzeiten zubereiten, entscheiden Sie selber, was Sie kochen. Wenn Sie jedoch bekocht werden, brauchen Sie entsprechendes Verständnis von der kochenden Person. Einfach das Weglassen, was man nicht essen will, ist keine Lösung, denn jede Ernährungsform muss ausgewogen und auf den Bedarf abgestimmt sein.
Aber ganz abgesehen von der Reaktion Ihrer Umgebung wird sich auch für Sie etwas ändern. Wenn Sie sich ausschliesslich pflanzlich ernähren, wird der Geruch von Fleisch, Fisch oder geschmolzenem Käse mit der Zeit immer unangenehmer, was zu Problemen führen kann, wenn Ihre Familie weiterhin Fleisch, Fisch und Milchprodukte isst. Das ist ähnlich, als wenn Sie Nichtraucher sind und ein Raucher sitzt neben Ihnen im Bus. Wenn Sie sich für eine energetisch hochwertige Ernährung entscheiden, zum Beispiel nach den 5 Elementen, dann wird Ihnen alles andere Essen energielos und geschmacksarm vorkommen. Ausserdem werden Sie vermutlich eine Abneigung gegen alle künstlichen Geschmacksstoffe und -verstärker entwickeln. Nach einer Getreidekur (nur gekochtes Getreide ohne Salz) wird Ihnen das Brot völlig versalzen und der Kuchen viel zu süss vorkommen. Allerdings vergeht das bald wieder, denn man gewöhnt sich schnell an den Geschmack von Salz und Zucker.
Ich will Sie keinesfalls davon abhalten, Ihre Ernährung zu überdenken oder auch zu ändern, ganz im Gegenteil. Ich möchte Ihnen nur den Stress ersparen, der damit verbunden sein kann. Dazu noch ein paar Tipps. Diskutieren Sie nicht über das, was Sie tun. Es ist Ihre Entscheidung und die soll bitte respektiert werden. Erwarten Sie aber nicht, dass alle anderen die gleiche Entscheidung treffen. Versuchen Sie auch nicht, Ihre Umwelt zu missionieren. Was für Sie gut ist, muss für die anderen noch lange nicht stimmen. Legen Sie sich Strategien zurecht, wie Sie mit Einladungen oder Restaurantbesuchen umgehen wollen, das erspart den Stress in der jeweiligen Situation. Wenn Sie Unterstützung brauchen für eine Ernährungsumstellung oder unsicher sind, welche Ernährungsform zu Ihnen passt, berate ich Sie gern.

 

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie bitte an
oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen,
oder besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Wenig bekannte und exotische Gemüsesorten
Dies ist mein letzter Ratgeber für dieses Jahr und da noch nicht einmal Advent ist, werde ich nicht über Weihnachtsessen, Gebäck oder Festtagsmenüs schreiben. Ich schicke Ihnen jedoch gerne die Ratgeber der vorigen Jahre zu diesen Themen, wenn Sie das möchten.
Eine Leserin hat mich auf das heutige Thema gebracht. Es geht um Gemüse, das man immer wieder sieht, aber doch nicht so richtig kennt, oder nicht recht weiss, wie man es zubereiten soll. Ein Grund ist, dass manche Sorten recht lange gar nicht zu kaufen waren und jetzt wieder in den Läden auftauchen. Das trifft zum Beispiel auf Pastinaken, Topinambur oder Steckrüben zu. Die drei wachsen bei uns in manchem Garten und man kann sie vielseitig zubereiten. Roh schmecken sie gut als Salat, auch in Kombination mit Karotten und Sellerie. Aber Vorsicht, rohes Gemüse ist schwerer verdaulich als gekochtes, also nehmen Sie nicht zu viel davon oder mischen Sie mit Blattsalaten und frischen Kräutern. Besonders im Winter sollten Sie Rohkost nur in kleinen Mengen essen, da sie insgesamt zu kühlend wirkt. Ansonsten kann man Pastinaken, Topinambur und Steckrüben verwenden wie Kartoffeln oder Karotten, als Püree, Suppe, gebacken oder gekocht. Besonders fein schmecken sie in dünne Scheiben geschnitten, mit etwas Kräuteröl bepinselt und dann im Backofen gebacken, bis sie gar und leicht gebräunt sind. Das ist eine ideale Beilage zu Fleisch oder Fisch oder mit Dip-Sossen als Apéro, insbesondere da sie alle einen sehr spezifischen Geschmack haben. Als Wurzelgemüse-Eintopf zusammen mit Rollgerste oder Buchweizen ergeben sie ein deftiges Essen, wenn es draussen kalt ist, das auch Vegetariern und Veganern schmeckt.
Anders sieht es aus mit Maniok. Diese Knolle kommt aus Süd- und Mittelamerika und hat sich von dort nach Afrika ausgebreitet und ist dort ein Grundnahrungsmittel, wie bei uns die Kartoffel. Sie kann wie Kartoffeln verwendet werden, aber auch als Mehl, speziell auch zum Binden von Sossen. Roh sollte man sie nicht essen. In Europa hat sich der Anbau nicht durchgesetzt, obwohl das Klima und die Böden in manchen Regionen durchaus geeignet wären. Kartoffeln und Weizen versprechen hier besseren Ertrag und sind auch bekannter und beliebter.
Süsskartoffeln sind mit unseren Kartoffeln nur entfernt verwandt. Sie stammen aus Mittelamerika, werden aber heute auch in Europa angebaut. Man kann sie grundsätzlich verwenden wie Kartoffeln. Obwohl sie im Geschmack etwas süsser sind, kann man sie gut zu Pommes frites oder Rösti verarbeiten. Als Suppe sind sie im Geschmack kaum von Kürbis zu unterscheiden.
Ein ganz spezielles Gemüse ist die Kochbanane. Sie ist grösser als unsere Bananenfrüchte und roh ungeniessbar. Kochbananen werden gekocht, frittiert oder gebraten. Sie sind weniger süss als die Fruchtbananen. Besonders gut eignen sie sich für Bananen-Kokos-Curry-Suppe oder als Bananenchips.
Ausserdem gibt es viele weitere Gemüsearten, die gerade im Winter viele Vitalstoffe liefern. Dazu gehören auch Randen und die meisten Kohlgemüse. Sommergemüse wie Zucchini, Auberginen, Tomaten und Gurken sollten im Winter besser nicht zu oft auf dem Speiseplan stehen, da sie zu stark kühlen.
Und, obwohl ich gesagt habe, dass ich nicht über Weihnachten schreiben will: Vielleicht möchten Sie doch das eine oder andere Gemüse in Ihrem Weihnachtsmenü verwenden. Wenn Sie einen Braten im Backofen zubereiten, passen Pastinaken, Topinambur oder Süsskartoffeln ebenso gut dazu wie Kartoffeln und Karotten. Sie können sie einfach im Bräter mitbacken. Und die Bananen-Kokos-Curry-Suppe ist etwas Besonderes, das man nicht jeden Tag bekommt.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche und gesunde Advents-und Weihnachtszeit.

Wenn Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie bitte an
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