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Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Immunsystem stärken
Das Wetter meint es in diesem Herbst gut mit uns. Temperaturen von 20 Grad und mehr sind Mitte Oktober in unseren Breiten eher die Ausnahme. Es ist schön, nachmittags die Sonne geniessen zu können, aber morgens und abends ist es doch schon empfindlich kühl. Man kann sich fast nicht richtig anziehen, wenn man morgens und abends einen dicken Pullover braucht und mittags in Sommerkleid und Sandalen herumlaufen könnte. Leider führen diese Temperaturunterschiede aber auch dazu, dass man sich leichter erkältet, das besonders, wenn das Immunsystem unter zu viel abkühlender Nahrung im Sommer gelitten hat. Mit energetischer Ernährung kann man nicht nur das Immunsystem stärken, sondern auch Erkältungen vorbeugen. Ein starkes Immunsystem kann die Erreger oft schon unschädlich machen, bevor nennenswerte Symptome auftreten. Niesen ist eine solche Abwehrreaktion. Stärken Sie Ihr Verdauungssystem und damit auch Ihr Immunsystem mit wärmender Nahrung, sobald es draussen kälter wird. Die Zeit für kalte Getränke, Glacé und viel Salat ist jetzt definitiv vorbei. Reduzieren Sie Salat, frische Früchte und Milchprodukte zugunsten von gekochtem Gemüse, Hülsenfrüchten, Suppen und Eintöpfen. Jetzt ist die Zeit für Marroni, Rotkohl, Kürbis und Wild. Alle diese Nahrungsmittel wärmen und schützen vor Erkältungen. Trinken Sie warmes Wasser mit einem Stückchen Ingwer oder einen warmen Tee anstelle von kaltem Wasser oder Süssgetränken.
Wenn Sie schon eine Erkältung eingefangen haben, hilft neben Ruhe auch die richtige Ernährung, das Immunsystem zu unterstützen und die Symptome zu lindern. So ist es zum Beispiel sinnvoll, bereits beim ersten Anzeichen von Husten oder Schnupfen auf Milchprodukte, Südfrüchte und Süssgetränke zu verzichten, da diese Nahrungsmittel Feuchtigkeit und Schleim im Körper erzeugen und damit die Erkältungssymptome verstärken. Die oft gehörte Empfehlung, gegen Erkältung Orangensaft zu trinken, ist aus energetischer Sich nicht sinnvoll. Orangensaft hat zwar viel Vitamin C, das vor Infektionen schützt, aber wenn die Infektion schon da ist, kühlt der Orangensaft das Verdauungssystem unnötig ab, was in der Folge auch das Immunsystem schwächt.
Gleichzeitig verliert der Körper aber durch das Husten und Schnäuzen vermehrt Feuchtigkeit. Um diese zu ersetzen, eignen sich gekochte Früchte und Gemüse; auch Gemüse- oder Rindfleischsuppe hilft, die verlorene Flüssigkeit wieder aufzubauen. Diese Nahrungsmittel helfen auch bei trockenem Husten, denn sie befeuchten, ohne Schleim zu bilden. Ausserdem sollte man auf alle schwer verdaulichen Speisen verzichten, da der Körper die Energie zum gesund werden braucht und nicht in komplexe Verdauungsvorgänge investieren kann. Da Erkältungen ohnehin oft mit Appetitlosigkeit einhergehen, sollte es nicht schwerfallen, ein paar Tage ohne gebratene, fettige oder frittierte Speisen auszukommen. Je leichter verdaulich ein Nahrungsmittel ist, desto schneller kann es dem Körper die nötige Energie zur Verfügung stellen. Einfache Speisen mit wenigen Zutaten sind leichter verdaulich als Gerichte mit viel Fleisch, Rahmsosse oder geschmolzenem Käse.
Ist die Erkältung dann vorbei, hilft eine Energiesuppe (zum Beispiel eine lange gekochte Hühnersuppe) wieder auf die Beine zu kommen. Dies sollten Sie aber erst tun, wenn die Symptome abgeklungen sind und Sie sich nur noch etwas schwach fühlen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie von Erkältungen verschont werden und die Sonne noch eine Weile geniessen können. Nehmen Sie einfach zur Sicherheit eine Jacke oder einen Schal mit, wenn Sie nach draussen gehen.

Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an
oder Bahnhofstrasse 8, 5079 Zeihen
und besuchen Sie meine Homepage www.entwicklungsimpulse.ch

Ute Brodmann Autorin, Beraterin für energetische Ernährung
Brodmann & Brodmann, entwicklungsimpulse, Zeihen

Heiss, heiss, heiss
Der Sommer beglückt uns dieses Jahr mit schönem Wetter und Temperaturen um die 30 Grad, und das jetzt schon seit mehreren Wochen. Die einen freuen sich, die anderen klagen über die Hitze. Am liebsten würde man den ganzen Tag eisgekühlte Getränke und Glace zu sich nehmen, denn wer mag bei diesen Temperaturen schon am Herd oder gar am Grill stehen? Dann schon lieber ein abkühlendes Bad im See oder im Freibad.
Doch Achtung, zu viel äussere Kälte ist bei heissen Temperaturen oft kontraproduktiv. Sie kennen das vielleicht aus eigener Erfahrung. Es ist heiss, sie schwitzen und steigen dann in den klimatisierten Bus ein. Dort hat es gefühlte 15 Grad. Im ersten Moment frieren Sie, doch dann kommt ein Schweissausbruch. Das liegt daran, dass der Körper versucht, die innere Hitze der äusseren Kälte anzugleichen. Der nächste Schock kommt dann, wenn Sie austeigen und das Gefühl haben, in einem Backofen zu landen. So ähnlich ist es auch mit kalten Getränken und Glace. Der Körper versucht zunächst, die zugeführte Kälte durch Wärmeproduktion auszugleichen. Dabei verbraucht er allerdings Energie, die eigentlich für die Extraktion von Nährstoffen benötigt würde. Nimmt man viel kalte Getränke oder Nahrungsmittel zu sich, wird auf die Dauer der Körper geschwächt, da die Nährstoffe fehlen. Bei grosser Hitze sollte man daher nicht sehr kalt sondern eher gemässigt essen und trinken. Aus gutem Grund enthalten Sommergemüse wie Tomaten, Gurken, Zucchini, Peperoni, Melonen, Beeren, etc. mehr Wasser als zum Beispiel Zwiebeln, Karotten, Kohl oder Lauch, die eher Wintergemüse sind. Sommergemüse und -früchte wirken der äusseren Hitze durch mehr oder weniger kühlende Eigenschaften entgegen und geben dem Körper die notwendige Flüssigkeit, ohne dass man den ganzen Tag trinken muss. Ausserdem kann der Körper diese Flüssigkeit besser verwerten, als wenn Sie eiskalte Getränke zu sich nehmen. Das ist, wie wenn Sie kaltes Wasser auf einen heissen Stein giessen. Es verdunstet sofort, es entsteht Dampf (Feuchtigkeit) und der Stein bleibt trotzdem heiss. Die Feuchtigkeit kann sich so sehr schnell im Gewebe einlagern. Dies gilt besonders bei zuckerhaltigen Getränken bzw. bei Glace, da der Zucker die Feuchtigkeit noch verstärkt. Über die Wirkung zuckerhaltiger Limonaden und Säfte habe ich schon öfter geschrieben, in den letzten Jahren sind allerdings eine Reihe von wein- oder bierhaltigen Mischgetränken in den Läden erschienen, die auch auf diese Liste gehören. Sie sind vor allem im Sommer beliebt, weil sie wenig Alkohol enthalten und frisch schmecken. Leider enthalten die meisten aber sehr viel Zucker, der nicht nur die Wirkung des Alkohols verstärkt, sondern auch die Produktion von Feuchtigkeit im Organismus. Anstelle von zuckerhaltigen Getränken empfehle ich selbstgemachten Eistee zum Beispiel aus Zitronenmelisse, Pfefferminze und Ringelblumen. Pfefferminze gibt Getränken einen kühlenden Eindruck, auch wenn sie gar nicht so kalt sind. Wenn Sie Kaffeetrinker sind, versuchen Sie doch mal meine Variante von Eiskaffee. Dazu wird ein kleiner Kaffee über ein paar Eiswürfel gegossen. (Damit das Glas nicht springt, hilft ein Teelöffel aus Metall.) Die Eiswürfel schmelzen sofort und die Temperatur des Getränks ist dann angenehm aber nicht eiskalt. Umgekehrt (Eis in heissen Kaffee geben) funktioniert interessanterweise nicht so gut. Eine Scheibe Wassermelone kühlt besser und nachhaltiger als ein Eisbecher und versorgt den Körper erst noch mit Vitaminen. Das heisst aber nicht, dass Sie auf Glace und kalte Getränke völlig verzichten müssen. Unser Körper ist sehr anpassungsfähig und kann auch mit Extremen umgehen. Wie so oft macht es die Menge.

Ich freue mich über Fragen und Anregungen. Schreiben Sie bitte an
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Kirschenschwemme
Nachdem es letztes Jahr nur sehr wenig Kirschen gegeben hat, gibt es in diesem Sommer so viele, dass die Grossverteiler schon keine mehr kaufen. Dafür werden sie überall im Fricktal und darüber hinaus direkt vom Erzeuger angeboten. Die Kirsche ist eine der wenigen Früchte, die energetisch nicht kühlend wirken. Ganz im Gegenteil, Kirschen wirken wärmend auf den Organismus. Ausserdem regen sie den Stoffwechsel und die Blutbildung an.
Kirschen sind kalorienarm und nährstoffreich, ausserdem schmecken sie gut. Sie sind genau zu der Zeit reif, wenn der Sommer beginnt, die äussere Hitze aber noch nicht so stark ist, dass uns eine wärmende Frucht zu sehr erhitzen könnte. Vorsichtig sein sollten nur solche Menschen, die ohnehin schon unter zu viel innerer Hitze leiden.
Die Saison ist kurz und obwohl man Kirschen gut einmachen oder einfrieren kann, ist das doch kein Vergleich zu den frischen Früchten. Am besten isst man sie frisch vom Baum, denn einmal abgenommen, verderben sie schnell. Wenn Sie das Glück haben, selber einen Kirschbaum zu besitzen, stellt sich schnell die Frage, wohin mit den Kirschen, die alle gleichzeitig reif werden und die man gar nicht so schnell essen kann. Man könnte sie ja an die Nachbarn verschenken, aber die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass die auch genug haben. Einmachen oder einfrieren ist eine Option, damit es auch später im Jahr noch Kirschkuchen geben kann. Sie lassen sich auch sehr gut zu Marmelade verarbeiten. Um einen besonderen Geschmack zu erzielen, können Sie ein Stück dunkle Schokolade und ein paar rosa Pfefferkörner mitkochen. Saft oder Sirup sind eine weitere Möglichkeit, die Früchte haltbar zu machen. Oder man kann sie trocknen, das schmeckt fast noch besser als eingemacht und kann anstelle von Rosinen zum Beispiel im Müesli verwendet werden. Getrocknete Kirschen sind auch im Winter eine geeignete Knabberei, da die Kirschen ja wärmen.
Aus eingefrorenen Kirschen kann man auch selber ein feines Glace machen. Dazu die Kirschen entsteinen und einfrieren. Dann die Kirschen zusammen mit ein wenig Flüssigkeit in einer Küchenmaschine glatt rühren und gleich servieren oder in Förmchen wieder einfrieren. Als Flüssigkeit eignen sich z.B. Kokosmilch oder Naturejoghurt oder einfach Wasser oder Milch.
Natürlich kann man sie auch frisch zu Kuchen verarbeiten. Ein traditionelles Rezept, das man überall da findet, wo Kirschen wachsen, ist der Kirschenmichel (der hier vermutlich ganz anders heisst). Dazu erstellt man einen Biskuitteig, in den man vor dem Backen die Kirschen mischt. Dann wird der Kuchen in einer Springform gebacken. Traditionell werden die Kirschen dazu nicht entsteint, damit man beim Kuchenessen gleich noch einen Kirschkern-Weitspuckwettbewerb durchführen kann. Das ist übrigens auch überall verbreitet, wo es Kirschen gibt. Den Kuchen kann man warm oder kalt essen. Wer viel Zeit und Geduld hat, versucht sich an einer Schwarzwälder Kirschtorte. Für die werden zwar meist eingemachte Kirschen verwendet, mit frischen ist sie aber genauso gut. In diesem Fall sollten Sie die Kirschen entsteinen, denn in dieser Torte rechnet niemand mit Kernen und das kann für die Zähne gefährlich werden.
Übrigens, auch für die Kerne gibt es eine sinnvolle Verwendung. Gut gewaschen und getrocknet kann man sie in Kissen füllen. Diese kann man als Wärme oder Kältekissen benutzen, da die Kerne beide Temperaturen gut halten. Die Stängel kann man zu Tee verarbeiten. Sie wirken leicht schleimlösend und können zusammen mit Thymian und Lungenkraut gut gegen Husten eingesetzt werden.

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Pesto und Pasten
Pesto kommt ursprünglich aus Italien und ist eine Paste aus rohen Zutaten. Das klassische, wohl am besten bekannte Pesto besteht aus Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan oder Peccorino. Gewürzt ist es nur mit etwas Salz. Die Herstellung erfolgt von Hand und nur in den Mengen, die gerade gebraucht wird, da der Käse trotz Einlegen in Öl die Haltbarkeit der Paste stark begrenzt. Wenn Sie grössere Mengen herstellen und aufbewahren möchten, empfehle ich, den Käse wegzulassen und erst kurz vor dem Verzehr unterzumischen. Für grössere Mengen oder wenn es schnell gehen soll, kann man natürlich auch eine Küchenmaschine oder einen Mixer verwenden. Bei rohen Zutaten sollten Sie aber darauf achten, dass nicht zu viel Wärme entsteht bei der Verarbeitung. Pesto wird zu Teigwaren gegessen, aber auch zu Risotto. Man kann es aber auch gut als Gewürz für Salat oder Gemüse verwenden. Neben dem klassischen Pesto ist in Italien auch das Pesto rosso verbreitet, das weniger Basilikum dafür zusätzlich getrocknete Tomaten enthält. Das kann auch schon mal als Ersatz für Ketchup zum Einsatz kommen. Inzwischen wird praktisch jede Paste aus rohen Zutaten als Pesto bezeichnet und Namenszusätze erklären, was darin ist (oder auch nicht). Bärlauchpesto enthält Bärlauch, Kürbispesto eben keinen Kürbis sondern Kürbiskernöl und/oder Kürbiskerne. Pesto kann man ganz einfach selber herstellen, dann ist es immer frisch, braucht keine Konservierungsstoffe und Sie wissen genau, was drin ist. Im Moment wächst überall Zitronenmelisse, die man nicht nur zu Tee verarbeiten kann, sondern auch zu einem feinen Pesto. Zusammen mit etwas Pfefferminze, Mandeln, Kreuzkümmel, etwas Salz und Olivenöl erhält dieses Pesto einen orientalischen Geschmack und schmeckt speziell zu Hülsenfrüchten oder den Teigwaren, die aus Linsen oder Kichererbsen gemacht werden. Oder man verwendet es zum Marinieren von Lammfleisch, als Sosse zu Falafel oder einfach als Brotaufstrich.
Während Pesto aus rohen Zutaten hergestellt wird, kann man Pasten aus fast allem machen. Auch hier gilt, je frischer desto besser und hausgemacht wenn möglich. Bei bereits gekochten Zutaten ist die Wärmeentwicklung der Küchenmaschine kein Problem und so ist eine leckere Paste schnell gemacht. Zum Beispiel Humus, das im Wesentlichen aus Kichererbsen besteht. Hinzu kommt Olivenöl, Kreuzkümmel und Salz. Sie können auch fertige Gewürzmischungen wie Harissa oder Ras El Hanout verwenden, das gibt der Paste einen intensiveren Geschmack nach Orient. Eine andere orientalische Paste besteht aus Auberginen, die gekocht oder gebacken und dann mit Knoblauch, Zitronensaft Kreuzkümmel und Salz zerdrückt werden. Wie auch Humus schmeckt sie gut zu Fleischgerichten aber auch zu Kartoffeln oder Fladenbrot. Fast jedes Gemüse lässt sich zu Paste verarbeiten und man kann mit beliebigen Kräuter- und Gewürzkombinationen experimentieren. Besonders in der Grillsaison sind sie feine Begleiter zum Fleisch. Hier sind ein paar Anregungen: gebackener Kürbis mit Curry, Salz, Kürbiskernen und Kürbiskernöl, Guacamole aus Avocado, Tomaten, Zitronensaft, Pfeffer und Salz, Erdnusspaste (Erdnüsse mit Knoblauch mahlen, in etwas Öl mit Tomatenmark andünsten, etwas Wasser zugeben, so dass eine Paste entsteht, würzen nach Geschmack mit Salz, Chili, Paprika oder fertiger süss-scharfer Sosse). Artischockenpaste aus gekochten Artischocken mit Zitronensaft, Petersilie, Salz, Pfeffer und Olivenöl oder Olivenpaste aus eigelegten Oliven mit Thymian und Rosmarin. Selbstverständlich gibt es viele dieser Pasten und Pesto auch fertig zu kaufen, dann enthalten sie aber in den meisten Fällen Zusatzstoffe, die die Haltbarkeit gewährleisten.

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