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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Steuererklärung – wie vorgehen
Die halbe Miete zur Erstellung der Steuererklärung ist das Zusammentragen der nötigen Belege. Lohnausweis, Abschlussbelege der Konti mit Zinsen und Spesen, Steuerverzeichnis der Bank bei grösseren Wertschriftenbeständen, Hypothekarschuld, Zinsen, Bestätigung Eigenmietwert und Unterhaltsbelege bei Eigenheimbesitzern, evtl. Einzahlungsbestätigung in 3. Säule oder Pensionskasse usw. Wer die Belege zusammen hat, wird seine Steuererklärung speditiv ausfüllen können. Aus meiner Sicht lohnt sich auch die Erfassung ins Easy-Tax-Programm. Einmal erfasst, kann man sich in den Folgejahren unnötige Arbeit ersparen und es passieren auch weniger Fehler, da man schneller merkt, wenn man etwas vergessen sollte. Ich empfehle wie folgt vorzugehen:

Schritt 1: Sammeln und Vorbereiten der nötigen Unterlagen

Schritt 2: Erfassen der Belege, Erstellung der Steuererklärung

Schritt 3: Überprüfen mit Vorjahr, gibt es Veränderungen, welche Sie nicht nachvollziehen können?

Schritt 4 (erst nach Erhalt der def. Steuerveranlagung, meist ein paar Monate später): Vergleich der vom Steueramt veranlagten Zahlen mit der Selbstdeklaration. Gibt es grössere Abweichungen, dann muss man die Sache genauer überprüfen. Findet man einen Fehler oder ist man mit der Veranlagung nicht einverstanden, dann hat man genau 30 Tage Zeit für eine schriftliche Einsprache. Ist diese Zeit abgelaufen, ist die Chance vertan.

Soll/kann ich die Steuererklärung selber machen oder brauche ich professionelle Hilfe? Das müssen Sie selber beurteilen. Haben Sie keine oder wenig Erfahrung, dann ist es oft sinnvoll, Hilfe anzunehmen. Haben Sie kompliziertere Sachverhalte, dann lohnt sich professionelle Unterstützung meist.

Fragen aus der Praxis:

Was passiert, wenn ich mehr als den maximalen Betrag bei der 3. Säule einzahle?
Der zuviel bezahlte Betrag muss zurück bezahlt werden. Das passiert zwar selten, habe ich aber schon einige Male mit verschiedenen Versicherungslösungen gesehen oder bei Selbstständigen, welche 20 Prozent des Nettoeinkommens in die 3. Säule einzahlen können, wenn sie keine PK haben. Zu viel einzahlen lohnt sich absolut nicht! Der Abzug wird nicht gewährt und bei der Auszahlung muss der Betrag trotzdem besteuert werden. Man straft sich also nur selber!

Kann ich Krankheitskosten abziehen?
Ja, aber nur selber bezahlte Kosten, welche 5 Prozent des steuerbaren Einkommens übersteigen (gilt für Kanton Aargau). Man kann also recht schnell grob überschlagen, ob es sich lohnt, Belege zu suchen und zusammen zu tragen. Beispiel: Man hat ein steuerbares Einkommen von Fr. 80' 000.-. Es braucht also Belege von mindestens Fr. 4000.-. Dazu gehören natürlich auch die Krankenkassenfranchise und der Selbstbehalt, nicht aber die Krankenkassenprämien.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
oder rufen unter 062 871 66 96 an.

 

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick, www.ruetschi-ag.ch

Die Aktienmärkte kennen kaum mehr Schwankungen
Aktien galten in der Vergangenheit als renditestark aber als volatil und risikoreich. Im Moment geht das Thema Risiko aber völlig verloren. Die Schwankungen, welche über messbare Volatilitäten abgebildet werden, sind so tief wie noch selten. Rückschläge von mehr als 5 Prozent sind eine absolute Seltenheit. Extrem viel Geld sucht immer noch Anlagemöglichkeiten, weshalb eine grössere Korrektur sehr unwahrscheinlich erscheint. Genau solche Konstellationen bergen mittelfristig aber Sprengkraft und mahnen zu Disziplin und Vorsicht. Solche Trends können sehr lange dauern. Irgendeinmal wird man sich des Risikos wieder bewusst und die Märkte kippen dann oft sehr schnell, wenn alle zur gleichen Türe rausrennen möchten.

Digitalisierung: Fluch oder Segen?
Kaum eine Zeitung oder ein Vortrag, in welchem das Thema Digitalisierung nicht zur Sprache kommt. Muss man davor Angst haben oder sich im Gegenteil freuen? Die Digitalisierung ist sicher nicht aufzuhalten. So wie das Auto und die Bahn die Postkutsche verdrängt hatten, wird sie zu massiven Veränderungen führen. Wie schnell und im welchen Umfang bestimmen aber schlussendlich wir. Nur was gebraucht wird, setzt sich wirklich durch und kann sich auch auf dem Markt halten. Sicher werden Arbeitsplätze wegfallen, neue Berufe können aber auch entstehen. Wie die Zukunft aussehen wird, weiss niemand und wir können nur spekulieren. Persönlich sehe ich die Digitalisierung positiv. Sie wird viele wiederkehrende Routinearbeiten vereinfachen. Die Datensicherheit muss aber noch viel besser werden und der bald nicht mehr vorhandenen Privatsphäre wieder mehr Gewicht gegeben werden. Dafür braucht es wahrscheinlich angepasste gesetzliche Rahmenbedingungen. Beim Anlegen ins Thema Digitalisierung bin ich aktuell vorsichtig. Hier wird extrem viel Fantasie vorweg genommen und Enttäuschungen sind vorprogrammiert.

Ich wünsche allen Leserinnen und Leser eine schöne Adventszeit!

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