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Christoph Zehnder eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Coronavirus – Pandemie?
Zur Zeit des Schreibens ist noch nicht ganz klar, ob es sich beim aktuellen Ausbruch des Coronavirus um eine gefährliche Pandemie oder ein eher lokal beschränktes Phänomen in China handeln wird. Die sehr schnellen Kommentare von Experten - wenige Tage nachdem das Virus erst identifiziert worden war - dass das Virus im Vergleich zum SARS Ausbruch vor 17 Jahren viel weniger gefährlich sei, können zwar immer noch zutreffen, waren aber sicher vorschnell. Die Ausbreitung einzudämmen, scheint trotz rigoroser Massnahmen (verschiedene chinesische Städte, darunter auch Millionen-Städte, wurden unter Quarantäne gestellt), nicht so einfach zu gelingen. Die Fallzahlen bei Todesopfern (per 29.1. 170) und Infizierten (etwas weniger als 8000, ausserhalb China gut 100) steigen täglich. Das neue Coronavirus scheint zwar etwas weniger tödlich zu sein als der damalige SARS Erreger, dafür scheint es bei der Ausbreitung weniger gut gebremst werden zu können. Die offizielle Anzahl der Infizierten hat die Gesamtzahl der damaligen SARS Erkrankten bereits erreicht.
Natürlich stellt sich auch die Frage, wie stark sich das Coronavirus nebst all dem menschlichen Leid auf die Wirtschaft und die Aktienmärkte auswirken könnte. Angesichts der rigorosen Massnahmen, die die Chinesen als notwendig erachten, ist es erstaunlich, dass die Börsen nicht stärker reagiert haben. Schulen, Büros und Fabriken wurden geschlossen, Grossanlässe abgesagt, Millionenstädte abgeriegelt. Für eine Abschätzung der wirtschaftlichen Folgen ist es zu früh: Bleiben solche Massnahmen auf China bzw. chinesische Gruppen eingeschränkt oder werden solche Massnahmen auch andernorts eingeführt? Bleiben sie ein paar Wochen oder Monate in Kraft? Die Aktienbörsen haben sich zwar zwei, drei Prozent von den Höchstständen gelöst, was aber bei der aktuell sehr hohen Bewertung eigentlich ein Klacks ist. Die vergangene Woche, Dienstag und Mittwoch, war bereits eine Gegenbewegung mit Kursgewinnen von über 1% im Gang. Etwas stärker unter Druck kam der Erdölpreis oder auch Aktien mit Exposure zum Tourismus- und Transportbereich. Wir bleiben für den Gesamtmarkt die kommenden Monate vorsichtig – nicht primär wegen dem Coronavirus, aber positiv ist er auch für die Wirtschaft und Börse nicht.
Leonteq
Im Ratgeber Ende November habe ich risikofreudigen Anlegern Leonteq empfohlen. Wer zum damaligen Kurs von rund 30 Franken eingestiegen ist, hat bereits einen schönen Buchgewinn eingefahren. Der Kurs ist kurzfristig über 36 Franken gestiegen und hat jetzt infolge der Corona-Verkäufe auf etwa 35 Franken nachgegeben. Leonteq hat als Anbieter von strukturierten Produkten keine einfache Zeit. Die extrem günstige Bewertung nimmt aber einen recht starken Gewinnrückgang vorweg. Wir würden weiterhin dabeibleiben.

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