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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Gibt es noch günstige Aktien?
Mit kleineren Unterbrüchen geht es seit der Finanzkrise im 2008 an den Aktienmärkten aufwärts und aufwärts. Gibt es in einem solchen Umfeld noch «Schnäppchen»? Jein! Neben ein paar dritt- und viertklassigen Aktien, welche mehr Spekulationscharakter haben und kaum empfohlen werden können, gibt es kaum mehr wirklich günstig bewertete Aktien. Günstig allein ist auch kein Qualitätsmerkmal und in solchen Börsenphasen muss man solche Titel sehr kritisch hinterfragen. Aktuell scheinen Schweizer Banken recht vernünftig bewertet zu sein. Leider hat der Bonusexzess immer noch kein Ende gefunden und auch die Bussenflut konnte (noch) nicht nachhaltig gestoppt werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei klaren und ehrlichen Signalen der Banken ein Umdenken bei den Anlegern möglich ist. Der Vertrauensverlust wiegt aber immer noch schwer. Aus meiner Sicht relativ vernünftig bewertet sind Goldminen- und Oelaktien. Die höheren Goldpreise sollten sich in den Gewinnen der Goldförderer mittelfristig bemerkbar machen. Auch viele Ölaktien sind wegen des Preiseinbruches von Rohöl unter Druck. Auch wenn vieles in der Energiepolitik in eine andere Richtung läuft: die Welt wird in den nächsten 30 bis 40 Jahre weiterhin stark von Erdöl abhängig bleiben und die Ölpreise langfristig kaum massiv fallen.

Überseefrachtpreise implodieren
Seit ein paar Wochen sinken die Überseefrachtpreise stark. Hier spielt der Corona-Virus kurzfristig eine grössere Rolle. Wird nicht produziert, wird auch viel weniger geliefert respektive es braucht weniger Transporte. Da die Transportkapazitäten in den letzten 15 Jahren aber massiv ausgebaut wurden, schlägt das dramatisch auf den Preis. Der viel beachtete Baltic Dry Index, welcher Frachtpreise misst, hat im noch jungen Jahr 2020 schon rund 60 % verloren. Ich möchte das nicht überbewerten. Trotzdem bin ich überzeugt, dass dieser eingeschränkte Handel Spuren in mancher Firmenerfolgsrechnung hinterlassen wird. Diese Spuren werden kaum positiv sein. Die Aktienmärkte schauen hier schon wieder darüber hinweg und machen weiter, als ob alles keine Rolle spielt. Solche Reaktionen zeigen einen starken Bullenmarkt. Zu grosse Euphorie ist der Anfang vom Ende. Aber Übertreibungen führen lange zu noch grösseren Übertreibungen…

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