Ein Produkt der mobus 200px

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinderkrankheiten: Ringelröteln

Ringelröteln oder lateinisch Erythema infectiosa ist eine Virus-Erkrankung. Sie tritt hauptsächlich bei Kindern im Alter zwischen 5 und 15 Jahren auf. Es handelt sich um eine eigentlich harmlose Erkrankung, mit mildem Beschwerdebild. Der deutsche Name kommt von der früheren, falschen Annahme, es handle sich um eine atypisch verlaufende Röteln-Erkrankung. Geschichtlich gesehen, ist diese Krankheit auch unter «fünfte Kinderkrankheit» oder unter Ohrfeigen-Krankheit bekannt. Der erste Name stammt aus England: Kinder-Ärzte haben versucht die Kinderkrankheiten mit einem Ausschlag voneinander abzugrenzen und haben sie nummeriert. Der zweite Name «beschreibt» ein Symptom. Die erkrankten Kinder haben intensiv gerötete und leicht geschwollene Wangen, oft mit einer «schmetterlings»-artigen Aussparung um den Mund.

Ursache:
Der Auslöser ist das humane (nur den Menschen befallende) Parvovirus B19 (HPV-B19). Die Ansteckung erfolgt in der Regel über Tröpfcheninfektion. Damit ist sie sehr ansteckend und befällt meist epidemieartig unsere Kinder. Diese Wellen beobachtet man vor allem in den Winter- und Frühlingsmonaten. Eine andere Möglichkeit betrifft die seltenere fäko-oral-Kontamination (verschmutzte Gegenstände oder Hände), über infiziertes Blut oder während einer Schwangerschaft kann auch das werdende Kind befallen werden. Das Virus benutzt zu seiner Vermehrung hautpsächlich Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen im Knochenmark. Damit erklärt sich auch sein Gefahrenpotenzial bei den Ungeborenen und bei immun-supprimierten Patienten. Auch Menschen mit Sichelzellen-Anämie können vermehrt Probleme während einer Erkrankung erleiden.

Symptome:
Der typische Hautausschlag beginnt meist im Gesicht (siehe oben). In den folgenden Tagen treten üblicherweise an den Schultern, Oberarmen, Oberschenkeln und Gesäss teilweise erhabene Flecken auf, die dazu neigen, zusammenzufliessen und in der Mitte zu verblassen. Dadurch entstehen charakteristische girlandenartige Muster. Diese Hauterscheinungen können wechselhaft und flüchtig sein, oder aber auch bis zu 7 Wochen andauern. Das Allgemeinbefinden ist dabei in der Regel nur wenig beeinträchtigt. Es können Fieber, Frösteln, Muskeln- und Gelenkschmerzen, Juckreiz und Erbrechen auftreten, meist in ganz milder Form.

Komplikationen:
Eigentlich keine, in der Regel muss nicht behandelt werden. Die Haut ist nach der Erkrankung trocken und sollte gut gepflegt werden (mit fettreichen Lotionen oder Ölbädern). Nur während einer Schwangerschaft kann das Virus eine Bedrohung für das werdende Kind sein. Bei einem Drittel der erkrankten Schwangeren kann es über die Plazenta die blut-bildenden Zellen des Kindes befallen und im schlimmsten Fall zerstören. Frauen mit Verdacht auf eine mögliche Erkrankung sollten das ihrer Frauenärztin/ihrem Frauenarzt mitteilen, dass er/sie über vermehrte Ultraschalluntersuchung die Entwicklung des Ungeborenen genauer verfolgt. Gegenwärtig gibt es keine Hinweise auf eine vermehrte Fehl- oder Missbildung durch das Parvovirus-B19.

Therapie:
Wie bereits geschrieben, ist eigentlich keine spezifische Therapie notwendig, je nach Situation können die Symptome durch geeignete Massnahmen vermindert werden. Bei einer vorhandenen Immunschwäche können spezielle Medikamente (Immunoglobuline) eingesetzt werden.

Dauer der Ansteckfähigkeit, Isolierung:
Die Ansteckungsgefahr ist in den ersten 4-10 Tagen nach der Infektion am grössten. Da aber ab dem Auftreten des Ausschlages keine Ansteckung mehr erfolgt, (normalerweise erkennt man daran die Erkrankung), ist ein Isolieren oder Fernhalten von Kita, Kindergarten oder Schule nicht nötig.

Vorbeugung:
Es gibt keine Impfung. Die oben angesprochenen Risiko-Gruppen müssen neben einer gründlichen Händedesinfektion Erkrankte meiden. Nach einer durchgemachten Erkrankung geht man von einer lebenslangen Immunität aus.

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeberreihe Kinderkrankheiten: Keuchhusten

Keuchhusten ist eine hochansteckende, via «Tröpfchen» übertragbare, bakterielle Erkrankung, die vor allem für Säuglinge gefährlich werden kann. Der Erreger heisst Bordetella pertussis, seltener kommt Bordetella parapertussis als Krankheitsauslöser in Frage. Leider nimmt die langwierige Atemwegserkrankung seit 2010 wieder stark zu. Sie ist meldepflichtig.

Ursache:
Der Erreger ist ein Stäbchenbakterium. Es produziert Proteine, besonders ein Toxin, das für die Krankheits-Symptome verantwortlich ist. Dieses ermöglicht dem Erreger, sich gut an die Schleimhäute anzuheften und dann zu vermehren. Auch wenn nur in weniger als einem Fünftel der Infizierten das klassische Bild der Keuchhusten-Erkrankung auftritt, sind doch die Komplikationen gefürchtet und die Gruppe der Jüngsten (Säuglinge) stark gefährdet.
40% der Infektionen verlaufen stumm (die Infizierten sind nicht krank) und weitere 40% haben eine «einfache akute Bronchitis».

Symptome:
Die Krankheit verläuft klassischerweise in 3 Stadien:
• Stadium catarrhale; nach einer Inkubationszeit (die Zeit nach der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit) von 7 bis 14 (bis 21) Tagen haben die Erkrankten grippeähnliche Beschwerden mit leichtem Fieber, Schnupfen und trockenem Reizhusten. In dieser Phase ist die Ansteckungsgefahr am grössten. Dieses Stadium dauert 1 bis 2 Wochen.
• Stadium convulsivum; erst jetzt treten die typischen, plötzlich einsetzenden stakkato artigen Hustenattacken mit ausgestreckter Zunge auf! Das anschliessende Einatmen klingt «juchzend». Während dieser Hustenanfälle wird häufig glasiger Schleim hochgewürgt, auch Erbrechen kommt vor. Sie können zahlreich sein und kommen gehäuft in der Nacht vor. Dieses Stadium dauert ca. 2 bis 6 Wochen.
• Stadium decrementi; jetzt nimmt die Zahl der Hustenanfälle langsam ab, auch die Schwere wird weniger. Diese Phase dauert nochmals 6 bis 10 Wochen.
Aufgrund der sehr langen Krankheitsdauer wird der Keuchhusten auch 100-Tage-Husten genannt.
Es kommen aber auch atypische Verläufe vor: bei Säuglingen unter 6 Monaten verläuft das 2. Stadium noch nicht mit den typischen Hustenanfällen, stattdessen kommt es zu den gefürchteten Atemstillständen. Bei Jugendlichen und Erwachsenen kommt oft nur der trockene Husten als Symptom vor.

Komplikationen:
Lungenentzündungen (15-20%) sind die häufigsten Komplikationen, gefolgt von Mittelohrentzündungen, die durch eine Zweitinfektion verursacht werden. Auch Krampfanfälle können vorkommen. Leider kommt es auch in seltenen Fällen zu einer Gehirnerkrankung, mit oft dauerhaftem Schaden. Einer von 1000 Patienten stirbt an der Erkrankung, meist junge Säuglinge!!!
(Gemäss Infovac sterben 1 von 100 bis 200 erkrankten Säuglingen; so geschehen im Oktober 2015 in Genf; im Jahr 2016 wurden in der Schweiz 46 Kinder wegen bestätigtem Keuchhusten hospitalisiert, 2014 waren es 33 und 2015 25 Kinder.)

Therapie:
Wie oben beschrieben, ist die Diagnose nicht einfach zu stellen, und leider wirkt eine Therapie nur wirklich gut, wenn sie im 1. Stadium erfolgt. (Es werden Antibiotika gegeben je nach Wirkstoff während 2-5 Tagen oder 7-14 Tagen.)
Auch pflanzliche Wirkstoffe in Form von Sirupen, Tees oder Lutschtabletten können helfen. Es handelt sich dabei um sogenannte Schleimdrogen (Eibisch, Huflattich, Isländisch Moos, Königskerze, Lindenblüten, Malve und Spitzwegerich). Sie wirken entzündungshemmend und unterdrücken den Hustenreiz. Das geschieht, in dem sie die Selbstregulation der Rachenschleimhaut unterstützen und einen «Film» auf die gereizte Schleimhaut legen. Auch Gemmo-Präparate (Pflanzenauszüge aus Knospen) helfen gegen den Hustenreiz.
Weitere wichtige Allgemein-Massnahmen sind: eine reizarme Umgebung (meiden von Zigaretten-Rauch, staubhaltiger Luft), reichliche Flüssigkeitszufuhr, i.e. häufiges schluckweises Trinken, und häufige kleine Mahlzeiten.
Dauer der Ansteckfähigkeit, Isolierung:
Auch 5 Tage nach Beginn der antibiotischen Therapie sind die Patienten noch ansteckungsfähig und sollten/müssen für diesen Zeitraum isoliert werden. Ohne entsprechende Behandlung bleibt die Ansteckfähigkeit bis zu 3 Wochen nach dem 2. Stadium bestehen. Diese Patienten dürfen frühestens 3 Wochen nach Erkrankungsbeginn wieder Gemeinschaftseinrichtungen besuchen! Eventuell müssen Erregernachweise vorgelegt werden.

Vorbeugung:
Impfen! Es werden «azelluläre» Impfstoffe verwendet, d.h. es werden nur noch jene Bestandteile des Erregers verwendet, die eine Immunantwort des Geimpften hervorrufen. Es gibt keinen Impfstoff für Keuchhusten alleine, es wird immer in Kombination mit z.B. Wundstarrkrampf, Diphterie und/oder Kinderlähmung geimpft.
Impfschema:
Säuglinge werden im Alter von 2, 4 und 6 Monaten geimpft. (Säuglinge, die in einem Alter vor 5 Monaten in eine Krippe gehen, sollten im Alter von 2, 3 und 4 Monaten eine Impfung erhalten. Dieses Schema wird auch für Frühgeborene empfohlen und aktuell für alle überdacht).
Kinder: im Alter von 15 und 24 Monaten, danach zwischen 4 und 7 Jahren; Jugendliche zwischen 11 bis 14/15 Jahren und junge Erwachsene zwischen 25 und 29 Jahren, besonders Eltern oder zukünftige Eltern; schwangere Frauen idealerweise im 2. Drittel ihrer Schwangerschaft; Erwachsene mit regelmässigem Kontakt zu Säuglingen unter 6 Monaten zum Bsp. Grosseltern, die Enkelkinder hüten!

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Suchen

Inserat-Karussell

  • 241841A.jpg
    www.restaurant-traube.ch    info@restaurant-traube.ch
  • 242640A.jpg
      reemo.peduzzi@gmail.com
  • 242602A.jpg
  • 242574A.jpg
      praxistaha@hin.ch
  • 240554F.jpg
    www.remax-frick.ch    info@remax-frick.ch
  • 240241A.jpg
    www.maya-umzuege.ch    info@maya-umzuege.ch
  • 240536A.jpg
    www.danielauto.ch    info@danielauto.ch
  • 240542D.jpg
    www.danielauto.ch    info@danielauto.ch
  • 242078A.jpg
  • 240681B.jpg
    www.bustelbach.ch    info@bustelbach.ch
  • 242656A.jpg
  • 242657A.jpg
    www.mobiliar.ch/rheinfelden    rheinfelden@mobiliar.ch
  • 241025D.jpg
    www.ottos.ch    info@ottos.ch
  • 240511J.jpg
    www.ankli-haustechnik.ch    info@ankli-haustechnik.ch
  • 241187M.jpg
    www.schwarbreisen.ch    info@schwarbreisen.ch
  • 240446Z.jpg
    www.winter-transport.ch    info@winter-transport.ch
  • 242163B.jpg
    www.auto-winter.ch    info@auto-winter.ch
  • 242638A.jpg
  • 241136A.jpg
    www.fricktal.info    ruedi.moser@mobus.ch
  • 241876A.jpg
    www.schweizer-reinigung.ch    ch.schweizer@schweizer-reinigung.ch
  • 242621A.jpg
    www.remax-frick.ch    info@remax-frick.ch
  • 241210A.jpg
      info@elektropro.ch
Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an