Ein Produkt der mobus 200px

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Trinkwasser
Am besten ist bekanntlich die Prävention. Deswegen hier ein Ratgeber über ein Thema, das mir am Herzen und auf dem Magen liegt.
Aktuell häufen sich die Meldungen von potenziell schädlichen bzw. krebserregenden Rückständen im Grundwasser. Immer wieder werden im Trinkwasser (und auch im Flaschen-Mineralwasser) neue Substanzen gefunden, welche kritisch einzustufen sind, diese überschreiten oft den Toleranzwert für Trinkwasser. Im Aargau ist es besonders prekär: An einigen Orten wurden Chlorothalonil, Chloradizon und Atrazin-Abbauprodukte gefunden.

Problematisch ist, dass nach Einsatz-Verbot eines Mittels dieses noch jahrelang im Trinkwasser verbleiben kann. Atrazin beispielsweise ist seit 2007 verboten, hat sich aber bis heute nicht aus unseren Böden ausgeschwemmt und nicht vollständig abgebaut. 33% von im Aargau genommenen Proben haben die zulässigen Grenzwerte immer noch überschritten. Es dauert.
Im Dezember 2019 hat das Bundesamt für Landwirtschaft das Fungizid Chlorothalonil verboten. Dies, nachdem der Stoff als «wahrscheinlich krebserregend» eingestuft worden war. Die Produzentin des Stoffes hat aktuell beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde gegen dieses Verbot eingereicht.

2017 wurden in der Schweiz über 2000 Tonnen Pflanzenschutzmittel verkauft. Die grössten Mengen gelangen über die Landwirtschaft in den Boden, aber beispielsweise auch die Behandlung der Schienennetze der SBB mit Glyphosat (Handelsname «Roundup») tragen ihren Teil dazu bei. Die SBB testet aktuell bereits Alternativen zur Unkraut-Befreiung der Schienen, z.B. die Behandlung der Schienen mit heissem Wasser. Sie haben das Ziel, bis 2025 ohne Herbizide auszukommen.

«Pflanzenschutzmittel» gibt es aber auch nach wie vor für Privatpersonen in Baumärkten und Gartengeschäften zu kaufen, obwohl die Benützung stark eingeschränkt ist. NICHT gespritzt werden darf: nahe an Strassen, auf Kies-, Stein- und Teerplätzen. Es sollte zudem nicht vor starkem Regen gespritzt werden, da die Stoffe direkt in die Schächte gespült werden und somit neben der Belastung des Wassers auch keinerlei Nutzen haben. Ein weiteres Problem liegt bei der Überdosierung.

Lange Zeit war man der Meinung, Spritzmittel würden lediglich Pilze, Kleinstlebewesen (Schädlinge wie auch Nützlinge) oder Ackerbeikraut zerstören, sich bald abbauen und dann verschwinden. Es zeigt sich aber immer klarer, dass jede Substanz, die wir produzieren und benützen, irgendwann wieder zu uns zurückkehrt. Alles ist Teil grösserer Kreisläufe und landet beispielsweise in Form von Mikroplastik, Abbauprodukten der Spritzmittel oder Östrogenen im Wasser, in der Luft oder in der Erde, und schon bald sind sie zurück in unserem Trinkglas und auf dem Teller.

In den nächsten Jahrzehnten werden viele neue Ideen gefragt sein: Ackerkulturen und Sorten, die weniger gespritzt werden müssen, Pflanzengemeinschaften, die sich gegenseitig stützen, Mulch-Techniken etc. Und alle können mitdenken: Der Produzent, der Verkäufer und der Anwender von Spritzmitteln, Landschafts- und Gemüsegärtner, Privatpersonen, Abwarte, Landwirte, Lehrer, Gemüseeinkäufer, Kinder, das Bauamt. Wir sitzen im gleichen Boot.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Blutegel
Bei der Blutegel-Therapie scheiden sich die Geister. Die einen schätzen die kleinen Tiere hoch, kennen die wohltuende Behandlung bereits von ihren Eltern oder Grosseltern oder von früheren Behandlungen. Andere können sich erst mal gar nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass sich auf ihrer Haut eine Art Wurm an ihrem Blut gütlich tun sollte.
Viele Patienten möchten den Egeln erst mal nicht bei ihrer Arbeit zusehen. Bereits bei der zweiten Behandlung ändert sich ihre Einstellung meist. Die positiven Wirkungen haben das Interesse an den Tierchen geweckt. Die Egel sind gar nicht so eklig.

Der Blutegel
Von den zirka 600 bekannten Blutegel-Arten werden weltweit 15 Arten medizinisch verwendet. Hirudo medicinalis, der medizinische Blutegel, ist aufgrund seiner heilsamen Eigenschaften der Favorit. In der Schweiz wird ausserdem hirudo verbana verwendet. Der Egel hat an seinen beiden Körperenden jeweils einen Saugnapf. Mit diesen bewegt er sich fort. Der Kopf-Saugnapf ist mit feinen Zähnchen ausgestattet, mit welchen er die Haut eröffnen kann. Die Tiere sind wahre Fastenkünstler: Ein Egel trinkt nur etwa 1 cl Blut – von dieser Mahlzeit kann er länger als drei Jahre leben – ohne «Zwischenmahlzeit»!
Das engliche Wort für Blutegel, «leech» war im Mittelalter gleichbedeutend mit «Heiler», was ihre Wichtigkeit zu dieser Zeit bezeugt. Für den grossen Bedarf wurden damals Unmengen an Tieren von professionellen «Blutegel-Fängern» aus den Seen gefischt, was zum Rückgang der Egel geführt hat. Die heute in der Praxis verwendeten Medizinal-Blutegel stammen aus Schweizer Zucht und erreichen den Therapeuten ganz unaufgeregt per Nachtexpress.
Heute gibt es immer noch Blutegel in den Schweizer Seen. Sie stehen aber unter Schutz. Ich bin beispielsweise per Zufall auf einer Pflanzenwanderung über Oberkaisten nach Laufenburg auf eine spezielle Art, den eleganten Pferde-Egel, gestos­sen.

Die Blutegel-Therapie
Die Wirkungen der Blutegel sind mannigfaltig. Ihr Speichel beinhaltet mehr als 30 wirksame Substanzen. Die Wirkstoffe Hirudin, Bdellin, Eglin und Calin beispielsweise wirken blutgerinnungshemmend und entstauend. Andere Substanzen wirken direkt entzündungshemmend auf das umliegende Gewebe. Durch den Blutverlust wird die Bildung von neuen Blutzellen angeregt. Ein zusätzlicher positiver «Nebeneffekt» ist eine seelische Erleichterung, die sich unmittelbar nach der Behandlung einstellt.
Blutegel werden bei verschiedensten Erkrankungen traditionell eingesetzt. Am häufigsten sind schmerzhafte Gelenkerkrankungen wie Arthritis, Epikondylitis (Tennisarm) oder Kniearthrose oder die Daumengelenkarthrose sowie Erkrankungen der Weichteile wie rheumatische Erkrankungen oder Fibromyalgie. An zweiter Stelle stehen Erkrankungen, welche das Lymphsystem oder den Blutkreislauf betreffen: Venöse Stauungen der Beine, Venenentzündungen, Varikose (Krampf­adern) und Durchblutungsstörungen sowie erschwerte Wundheilung nach Verletzungen und operativen Eingriffen.

Blutegel im Fricktal
Alte Flurnamen wie «Igelsee» oder «Eglisee» bestätigen Egel-Vorkommen in der Schweiz. Auch im Fricktal gibt es einen solchen Ort: Zwischen Möhlin und Wallbach, nahe am Rhein, befindet sich der Zeininger «Ägelsee». Vielleicht können Sie dort ja immer noch Egel finden? 

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Schröpfen im Fricktal
Das Schröpfen gehört wie auch die Blutegeltherapie oder das Baunscheidtieren zu den sogenannten «ausleitenden Methoden» der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde. Schröpfen ist ein uraltes Verfahren, bei welchem die Haut nicht wie bei einer Massage nach innen gedrückt, sondern mittels Schröpfgläsern und einem darin erzeugten Vakuum nach aus­sen gezogen, gelockert wird. Heutzutage werden Schröpfköpfe aus Glas verwendet. Das Vakuum im Glas kann durch Erhitzen (= warmes Schröpfen) oder Absaugen (= kaltes Schröpfen) der Luft erzeugt werden.
Es löst verspannte Muskulatur, lockert das Gewebe und regt den Blut- und Lymphfluss an. Über die Reflexzonen am Rücken werden die inneren Organe angeregt.

Blutiges Schröpfen, trockenes Schröpfen und Schröpfkopfmassage
Das blutige Schröpfen, bei dem man vor der Schröpfglasanwendung die Haut ritzt, wird heute in der Schweiz kaum mehr angewandt. Trocken geschröpft wird meistens am Rücken. Einerseits, weil sich hier oft schmerzhafte Symptome zeigen, andererseits können am Rücken über reflektorische Verbindungen auch innere Organe erreicht werden. Für die Schröpfkopfmassage wird mit einem speziell breitrandigen Glas der Rücken bearbeitet. Sie ist eine sehr angenehme Therapie bei Schmerzen und Verspannungen.
Mittels der trockenen Schröpfung werden gezielt Blutergüsse gesetzt. So werden vor allem chronisch entzündliche Krankheiten behandelt, welche im Grunde auf einem Mangel an Wärme basieren. Der Organismus versucht sich durch Fieber oder Entzündung zu heilen, schafft dies jedoch nicht ganz. Folge: Immer wieder kommt es zur Entzündungsreaktion: Schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Muskelverspannungen, Arthrosen, Arthritis und Rückenschmerzen, chronische Atemwegserkrankungen wie chronische Bronchitis oder immer wiederkehrende grippale Infekte, Mandelentzündungen, das prämenstruelle Syndrom PMS, chronische Kopfschmerzen sowie chronische Harnwegsinfekte.

 Die Naturheilkunde hat hier den Ansatz, die Entzündung (die grundsätzlich ein Heilungsversuch des Körpers war) nicht zu unterbinden, sondern sie zu stützen. Dies aber nicht auf dem geschwächten Organ, sondern über die Haut oder die Reflexzonen am Rücken. Der Körper reagiert auf den Reiz wie bei einer Verletzung mit der Aktivierung diverser Aufräummechanismen, das Immunsystem reagiert, die Blutbildung wird angeregt, das Gewebe wird neu organisiert. Es bleibt über mehrere Tage eine wohlige Wärme zurück. Die Schröpfbehandlung wird in kurzen Abständen sechs- bis neunmal wiederholt.
Nicht geschröpft wird in der Schwangerschaft, bei geschwächten Menschen sowie bei Patienten mit einer Herzschwäche.

Schröpfen im Fricktal
Schröpfen ist nicht neu. Geschröpft wurde vermutlich schon vor rund 5300 Jahren im Gebiet Mesopotamiens. Im alten Griechenland wurde dann so viel geschröpft, dass das Schröpfglas die ärztliche Kunst symbolisierte. Später im Mittelalter wurde bekanntlich so ausgiebig zu Ader gelassen und ausgeleitet, dass die Redewendung «de het mi zümftig gschröpft» noch bis heute eine negative Bedeutung hat.
Aber warum in die Ferne schweifen? – In Laufenburg fand man vor wenigen Jahren auf dem Boden des heutigen «Rhyparks» Kellergemäuer aus dem 15. Jahrhundert: Das ehemalige «Siechenhaus», eine spezielle Krankenstation. Es konnten unter anderem Salbentöpfchen und Schröpfköpfe aus Ton geborgen werden. Dies bezeugt, dass auch im mittelalterlichen Fricktal fleissig geschröpft wurde!

 

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

Suchen

Inserat-Karussell

  • 244151C.jpg
    www.remax-frick.ch    info@remax-frick.ch
  • 243788A.jpg
    www.autojud.ch    autojudag@bluewin.ch
  • 245275A.jpg
      info@partymetzg-mueller.ch
  • 244130A.jpg
    www.maya-umzuege.ch    info@maya-umzuege.ch
  • 244529A.jpg
    www.rowa.ch    info@rowa.ch
  • 244528C.jpg
    www.danielauto.ch    info@danielauto.ch
  • 244869A.jpg
    www.wahl-ag.ch    samuelstrub@wkl.ch
  • 243699L.jpg
    www.winter-transport.ch    info@winter-transport.ch
  • 244703A.jpg
    www.pmf-rheinfelden.ch    rheinfelden@paramediform.ch
  • 243988A.jpg
      info@elektropro.ch
  • 245292A.jpg
    www.fricktal.info    ruedi.moser@mobus.ch
  • 244674F.jpg
  • 243844C.jpg
    www.bustelbach.ch    info@bustelbach.ch

Werbung:

Sie haben noch kein Benutzerkonto? Registrieren Sie sich jetzt!

Loggen Sie sich mit Ihrem Konto an