Von Kurt Bischofsberger, ehemaliger Grossrat SP, Wittnau
Vor Wahlen ist der Umgang mit politischen «Gegnern» nicht zimperlich und es gibt Grenzen, bei welchen Respekt und Anstand überschreiten werden. Darauf gehen die Presse und die Medien kaum ein, ebenso bleibt die Frage, wie die Kandidierenden mit ihrer Verantwortung umgehen?
Einige Beispiele: In Schweizerzeit ist zu lesen «Leistungsbilanz von Rot-Grün: Anti-demokratisch, verlogen und wohlstandsfeindlich», «Das einzige, was die korrumpierten Linken interessiert: Steuergelder» usw. In Aufruf SVP, Dr. Philipp Gut: «Bevormundung bekämpfen, Freiheit und Eigenständigkeit stärken», dies als Bezwinger des damaligen Mediengesetzes. Extrablatt SVP: «Stopp Genderwahn und Klimakleber, Reden, Schreiben, Essen: So will uns Links-Grün umerziehen» sowie «Perspektiven statt Utopien!» als Empfehlung.
Die AHV, die Krankenversicherung, die Verkürzung der Arbeitszeiten und weitere soziale Errungenschaften waren einst Utopien. Wo bleiben die Perspektiven, wenn es darum geht, die Umweltprobleme, wie die schmelzenden Gletscher und den Artenschwund, ernstzunehmen. Wie hilfreich sind Empfehlungen von Parteien wie von Verbänden. Erst nach einem Amtsantritt erfahren Sie, ob Ihre Interessen in Bern vertreten werden. Besonnen kämpften bisher in der Schweiz die Gewerkschaften für gute Arbeitsbedingungen und Löhne (ohne Streiks). Das Einkommen bestimmt den Lebensstandard. Seit dem Friedensabkommen sind es die Sozialdemokraten, welche diese Volksschicht vertreten. Ebenfalls Hinweise geben die Umweltraitings der Parteien von 2019 bis 2023. Diese sprechen für die linken Parteien. Die Mitte, FDP, SVP schneiden in dieser Reihenfolge nicht gut ab. Nehmen Sie in diesem Sinne mit Verantwortung an den Wahlen teil, mit der Liste der Sozialdemokraten 02a, 2 × Colette Basler, Zeihen, und Gabriela Suter in den Ständerat.