Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch
Einzahlung Säule 3a
Wer in die dritte Säule einzahlt, hat v.a. zwei Vorteile: i) er kann den Einkauf bei den Einkommenssteuern geltend machen (und reduziert damit seine Steuerrechnung) und ii) sowohl das Vermögen selbst wie auch die Erträge, die in der dritten Säule erzielt werden, bleiben steuerfrei. Erst bei Auszahlung des angesparten 3a-Vermögens idR bei der Pensionierung wird eine Besteuerung zum Vorzugssatz fällig.
Wer nicht erst Ende, sondern bereits Anfang des Jahres in die Säule 3a einzahlt, der vergrössert natürlich seine 3a-Erträge. Bei den aktuell sehr tiefen Zinsen ist das zwar weniger relevant, aber der Tipp, dass die Einzahlung in die Säule 3a besser bereits am Anfang des Jahres erfolgen soll, bleibt im Grundsatz nach wie vor richtig.
Wer bei einer Pensionskasse angeschlossen ist, für den gilt 2026 ein Maximalbetrag von 7258 Franken. Wer keiner Pensionskasse angeschlossen ist, der darf 2026 maximal 20 Prozent von seinem Netto-Erwerbseinkommen (im Maximum 36 288 Franken) einzahlen.
In der Geopolitik geht’s drunter und drüber…
Das Jahr 2026 ist erst gut drei Wochen alt, aber die politischen Ereignisse überschlagen sich. Die USA entführen den venezolanischen Präsidenten Maduro und setzen die Vize-Präsidentin als neue Machthaberin ein. Im Iran werden Proteste brutal niedergeschlagen, ein Regimewechsel scheint hier aber nicht zu klappen. Weil Trump den Friedensnobelpreis nicht erhalten hat, fühlt sich der US-Präsident nach eigenen Aussagen nicht mehr dem Frieden verpflichtet. Zeitgleich gibt Trump den Plan bekannt, eine Art Parallel-Uno zu gründen mit dem «Rat des Friedens», dessen Vorsitzender zufälligerweise Trump selber sein soll. Und der US- Präsident droht dem alliierten Nato-Land Dänemark mit militärischer Gewalt, wenn es Grönland nicht kampflos abgeben will. Dann nimmt er die Gewalt-Drohung (und Zoll-Drohung gegen widerständlerische europäische Länder) zwar zurück, bleibt aber bei seiner Forderung, die USA müssten Grönland bekommen. Und was dürfen die Grönländer dazu sagen?
... und auch US-innenpolitisch ist die Hölle los
Ein ICE (Immigration and Customs Enforcement)-Polizist erschiesst eine US-Amerikanerin. Die US Regierung will die Notenbank FED gefügig machen und bekämpft die Unabhängigkeit der Notenbank mit immer fragwürdigeren Mitteln. Das Justizministerium droht dem FED-Chef Powell nun mit einer Klage und will ihn vorladen (Hintergrund sind Baukostenüberschreitungen).
Politische Sicherheit und Planbarkeit nehmen ab, Krisenwährung Gold legt zu
Kein Wunder, wenn in solchen Zeiten Krisenschutz gesucht ist: Gold, Silber und andere Edelmetalle haben massiv zugelegt. Nicht nur die Fundamentaldaten (Staatsschulden und -defizite, Begrenztheit von Gold vs Geldmengenausweitungen bei klassischen Währungen, Inflation, …) sprechen für Gold, sondern auch die zunehmenden Unsicherheiten treiben den Preis weiter an.
Aktienmarkt von Unsicherheit bislang kaum beeindruckt
Anders scheint es noch der Aktienmarkt zu sehen. Der US-Aktienmarkt steht in der Nähe von Allzeithöchstständen, obwohl klassischerweise Unsicherheit eher für sinkende Kurse sorgen sollte. Und es gibt zahlreiche weitere Warnlichter: Die Investoren sind sehr bullisch, die Junk Bond Spread sind sehr tief, die Marktkonzentration ist sehr hoch, die Bewertung des US-Aktienmarkts ist rekordhoch, dito das Leverage gemessen an den Wertpapierkrediten. Auf unserer Webseite finden Sie dazu im aktuellen Finanzmarktbericht diverse Grafiken.
Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an