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Daniel Waldner am alten Schweissgerät, das er selber noch bedient hat. Heute steht es im Rehmann-Museum. Foto: Peter Schütz
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Künstler und technisches Faktotum – Daniel Waldner gestaltete die Ausstellungen des Rehmann-Museums von Anfang an mit

Das Rehmann-Museum feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen. 2001 wurde es mit einer Übersichtsausstellung des Bildhauers Erwin Rehmann (1921 bis 2020) in dessen früherem Atelier eröffnet. Seither reihte sich Ausstellung an Ausstellung, mit Werken von Alberto Giacometti, Hans Josephson, Auguste Rodin, Hans Arp, Wilhelm Lehmbruck oder Jürgen Brodwolf. Von Anfang an dabei: Daniel Waldner als technischer Leiter.

PETER SCHÜTZ

Seit der Eröffnung wirkte er am Aufbau von insgesamt 40 Ausstellungen mit, nur zwei Mal musste er passen. Auch für die aktuelle Schau «Fossile Energien» hat er sein ganzes technisches Knowhow eingesetzt, nachzusehen an den komplexen Aufhängungen der Vorhänge im Obergeschoss des Museums.

Daniel Waldner an seinem Werk «Auslaufmodell». Foto: Peter SchützSteinbildhauer und Mitgestalter von Ausstellungen
Der gelernte Steinbildhauer (62) mit Wohnsitz in Kaisten hat im Lauf seiner 25-jährigen Tätigkeit im Rehmann-Museum den Wandel vom traditionellen hin zum konzeptionellen Aufbau von Ausstellungen erlebt. Früher seien Skulpturen abgeholt und platziert worden, auf dem Boden oder auf Sockeln. Heute kommen die Kunstschaffenden vielfach mit Ideen oder Modellen, die vor Ort und in Absprache mit dem Kurator umgesetzt werden. Die erforderlichen Spezialbauten sind nicht im Baumarkt erhältlich, sondern müssen sorgfältig konstruiert und hergestellt werden – oft die Aufgabe des technischen Leiters. Der darüber hinaus auch gerufen wird, wenn eine Türe klemmt oder eine Lampe den Geist aufgibt. Für das Museum arbeitet er als Selbstständiger auf Stundenbasis.
Die erste Zusammenarbeit mit Erwin Rehmann entstand vor dessen Retrospektive 1996 im Kloster Olsberg. Rehmann war nicht entgangen, dass Waldner zuvor sechs Jahre lang beim Bildhauer, Eisen- und Stahlplastiker Silvio Mattioli als Assistent gearbeitet hatte. «Ich habe mir dort das Wesentliche im Umgang mit Metall angeeignet», blickt Waldner zurück. Genau der richtige Mann also für den ebenfalls mit Metall arbeitenden Erwin Rehmann. Die Zusammenarbeit währte bis zum Tod Rehmanns 2020. Selbst, als dieser im Alterszentrum in Laufenburg wohnte, war ihm Waldner beim Herstellen neuer Objekte behilflich. Heute betreut er das Archiv und den Skulpturenbestand, der sich im Besitz der Rehmann-Stiftung befindet.
Daniel Waldner hat im Lauf der 25 Jahre mit vier Kuratoren zusammengearbeitet: zuerst mit Roy Oppenheim, danach mit Cornelia Ackermann und Tyrone Richards, aktuell mit Michael Hiltbrunner. 2022 stellte er selber im Rehmann-Museum aus. Die monografische Einzelausstellung zeigte die ganze Facette des künstlerischen Werks von Daniel Waldner: Skulpturen, Objekte, Konstruktionen, abstrakte Kompositionen, Modelle.

Erwin Rehmann im Skulpturengarten im Jahre 2001. Foto: Peter SchützZur Geschichte des Laufenburger Rehmann-Museums
Heinrich Gebert, ein Sammler von Rehmanns Werken, stiess anlässlich der Retrospektive 1996 im Kloster Olsberg einen Museumsbau an, indem er das Grundkapital zur Verfügung stellte. Darauf errichtete die Familie Rehmann sowie deren Söhne eine Stiftung, die mit Atelier, Grundstück und einer grossen Sammlung originaler Werke einen repräsentativen Überblick von Erwin Rehmanns Schaffen betreut.
Heute hält Stiftungsratspräsident Rudolf Lüscher fest: «Das Rehmann-Museum ist nun seit 25 Jahren erfolgreich unterwegs. Eigentlich noch jung an Jahren, wenn man bedenkt, dass der Gründer Erwin Rehmann bei der Eröffnung bereits im 80. Lebensjahr war. Mit dem Museumsanbau an das Atelier und dem wunderbaren naturnahen Skulpturengarten hat er ein Gesamtwerk geschaffen, das nach 40 Ausstellungen als Ort des Dialogs und der Auseinandersetzung mit vorwiegend dreidimensionalen Kunstwerken zum anerkannten Bestand des kulturellen Lebens geworden ist. Diese Geschichte wird weitergeschrieben.» Das Kunsthaus Rehmann sei professionell und innovativ geführt und biete Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform für ihr Schaffen in der Gegenwart und der Vermittlung an die Öffentlichkeit.
Das Museumsteam unter Leitung der Geschäftsführerin Patrizia Solombrino, Kurator Michael Hiltbrunner und Museumstechniker Daniel Waldner leiste «ausgezeichnete Arbeit und ist am Puls der Zeit». Lüscher weiter: «Der Stiftungsrat ist sich des Stiftungszwecks und der Herausforderungen für das Bestehen in der Zukunft voll bewusst. Es gilt, das Bewährte in die weitere Entwicklung mitzunehmen und Neues zu wagen.» Die Finanzen erachtet Rudolf Lüscher seit Bestehen des Museums als «ein Dauerthema». Neben dem eigentlichen Museumsbetrieb sei nach 25 Jahren auch neues Geld für die Infrastruktur nötig. Dazu sagt Lüscher: «Der Stiftungsrat hat deshalb ein Projekt für die Akquisition weiterer Finanzmittel beschlossen.»

Bilder: 

Erstes Bild: Daniel Waldner am alten Schweissgerät, das er selber noch bedient hat. Heute steht es im Rehmann-Museum. Foto: Peter Schütz
Zweites Bild: Daniel Waldner an seinem Werk «Auslaufmodell». Foto: Peter Schütz
Drittes Bild: Erwin Rehmann im Skulpturengarten im Jahre 2001. Foto: Peter Schütz