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Halt am Rösslibrunnen in der Laufenburger Altstadt. Foto: Peter Schütz

Spritztour zu den Osterbrunnen – Musikalisch-poetischer Rundgang in den Altstädten beider Laufenburg

Was hat der Schuhschnabel, nicht gerade der schönste Vogel auf diesem Planeten, mit dem Fischer­brunnen in der Laufenburger Altstadt gemeinsam? Herzlich wenig, bis auf das Wort «Fisch».

PETER SCHÜTZ

Denn der Schuhschnabel ist ein Spezialist im Fischen, wenngleich er ohne Angelrute auskommt. Seine Lieblingsbeute ist der Lungenfisch, den es im Rhein natürlich nicht gibt. Die Journalistin Andrea Worthmann stellte den Bezug zwischen Schuhschnabel und Fischerbrunnen an einem Rundgang zu den geschmückten Brunnen der Altstädte beider Laufenburg am Ostermontag her – für die rund 70 Tour-Teilnehmer möglicherweise etwas überraschend, aber unterhaltsam. Was für die gesamte Tour galt.

Andrea Worthmann, Gabriel Kramer und Sonja Wunderlin, von links, begleiteten den Rundgang mit Texten und Musik. Foto: Peter SchützWasser – Quell des neu erwachten Lebens
Andrea Worthmann sinnierte zusammen mit dem Duo WunderKram, bestehend aus Sonja Wunderlin und Gabriel Kramer, in Texten und Liedern über die Bedeutung von Wasser als Quell des neu erwachten Lebens. Sie feierten den Frühlingsanfang musikalisch und poetisch, originell und bunt. Der rund eineinhalbstündige Rundgang führte vom Laufenbrunnen am Rathaus über die Laufenbrücke auf deutsche Seite, wo der erste Halt am Narrenbrunnen beim ehemaligen Zollhaus war. Dort rezitierte Andrea Worthmann ein Frühlingsgedicht, welches WunderKram mit einem Lied über Rosenpfeffer ergänzten. Diesem Gewürz wird eine belebende Wirkung zugesprochen, es müssen also nicht unbedingt Ostereier sein, um sich in Frühlingsstimmung zu bringen.

Hingucker: der Rösslibrunnen mit den Mini-Schiffen. Foto: Peter SchützWieder zurück auf Schweizer Boden erzählte Andrea Worthmann am Marktbrunnen die Geschichte von einem Geiger aus Rickenbach im Hotzenwald, die wiederum von WunderKram mit einem Lied über den Laufengeiger ergänzt wurde.
Die grenzüberschreitende Spritztour führte anschliessend zum Rössli- und Wasenbrunnen. «Der Höhepunkt der Tour kommt am Schluss in Form von einer Kollekte», blickte Gabriel Kramer voraus.

WunderKram mit Gabriel Kramer und Sonja Wunderlin in der Fischergasse. Foto: Peter SchützDer Brauch der Osterbrunnen
Was Andrea Worthmann über den Laufenbrunnen zu Beginn der Tour sagte, traf auch auf die anderen österlich geschmückten Brunnen zu: Sie sind Treffpunkte für Einheimische sowie Gäste und sind in vielen Fotoalben verewigt. Die Osterdekorationen verlieh ihnen ein ganz besonderes Flair. In der Laufenburger Altstadt wurden vor Palmsonntag die Brunnen österlich dekoriert. Der Brauch der Osterbrunnen, so heisst es, habe seine Wurzeln im 19. Jahrhundert, als die Laufenburger Bewohner noch auf das Quellwasser angewiesen waren. In diesem Jahr griffen zum ersten Mal beide Seiten des Rheins diesen Brauch auf. Initiiert hatte die österliche Brunnendekoration Anne Weber.

Station am Narrenbrunnen in Laufenburg DE. Foto: Peter SchützDen Auftakt der insgesamt drei Brunnentouren bildete am Palmsonntag der historische Rundgang, bei dem ein erfahrener Stadtführer die Teilnehmer in die mittelalterliche Zeit von Laufenburg begleitete. Am Wochenende darauf erfolgte der christliche Rundgang mit Pater Solomon Obasi und Pfarrer Norbert Plumhof auf der Schweizer Seite sowie dem Pfarrehepaar Born auf badischer Seite.

Blick auf den schön dekorierten Brunnen am Marktplatz. Foto: Peter SchützNoch bis 7. April
Alle Osterbrunnen können gemütlich innerhalb eines 90– bis 120-minütigen Spaziergangs durch das Städtli genossen werden. Wer noch nicht dazu gekommen ist, kann die Gelegenheit noch bis Sonntag, 7. April, nutzen.

Zwischendurch schien auch mal die Sonne an der grenzüberschreitenden Spritztour. Foto: Peter SchützBilder
Erstes Bild: Halt am Rösslibrunnen in der Laufenburger Altstadt. Foto: Peter Schütz
Zweites Bild: Andrea Worthmann, Gabriel Kramer und Sonja Wunderlin, von links, begleiteten den Rundgang mit Texten und Musik. Foto: Peter Schütz
Drittes Bild: Hingucker: der Rösslibrunnen mit den Mini-Schiffen. Foto: Peter Schütz
Viertes Bild: WunderKram mit Gabriel Kramer und Sonja Wunderlin in der Fischergasse. Foto: Peter Schütz
Fünftes Bild: Station am Narrenbrunnen in Laufenburg DE. Foto: Peter Schütz
Sechstes Bild: Blick auf den schön dekorierten Brunnen am Marktplatz. Foto: Peter Schütz
Siebtes Bild: Zwischendurch schien auch mal die Sonne an der grenzüberschreitenden Spritztour. Foto: Peter Schütz