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Ausgangslage und Grundlagen Südspange. Foto: zVg

Südspange kostet Eiken über 10 Mio. Franken – Realisierung bis Ende 2026

(jw) Die Südspange zur Erschliessung des Sisslerfelds wird der Gemeinde Eiken hohe Kosten bescheren. Von den Gesamtkosten von rund 25,8 Mio. Franken wird die Gemeinde zirka 10,8 Mio. Franken tragen müssen. Mit dem Bau der Südspange soll bis 2025 begonnen werden.

Im Anschluss an die ordentlichen Geschäfte der Eiker Gemeindeversammlungen informierte der Leiter der Abteilung Raumentwicklung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) des Kantons Aargau, Dr. Daniel Kolb, die Anwesenden zum Stand der Gebietsentwicklung im Entwicklungsschwerpunkt Sisslerfeld und zur Südspange.
Seit den 1970er-Jahren ist das Sisslerfeld, gemäss Richtplan ein Entwicklungsschwerpunkt von kantonaler Bedeutung, eingezont. Nun soll – die längst fällige – Erschliessung aufgrund von konkreten Bauabsichten der Firma Bachem an die Hand genommen werden. Das Programm sieht vor, dass bis Mitte 2023 ein Erschliessungsvertrag zwischen zwischen Gemeinden, Kanton, Bachem und DSM abgeschlossen wird. Im Frühling/Frühsommer soll die Mitwirkung, offentliche Auflage des kantonalen Nutzungsplans Südspange erfolgen, welcher dann im Herbst dem Grossen Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Parallel erfolgt eine Mitwirkung zum regionalen Sachplan, der im Herbst durch die Gemeinderäte der vier beteiligten Gemeinden sowie Ende 2023/Anfang 2024 durch den Regierungsrat genehmigt werden soll. Eine Projektierung der Südspange Teil Ost soll bis Mitte 2024 erfolgen. Das Baubewilligungsverfahren sowie der Start der Realisierung sind bis Anfang 2025 vorgesehen. Eine Inbetriebnahme der Südspange könnte so bis Ende 2026 erfolgen.
Was die Neubauten der Bachem anbelangt, so die Information, soll in den Jahren 2023/2024 die Planung erfolgen, Das Baubewilligungsverfahren könnte bis Ende 2024 erfolgen, ein Baubeginn 2025. Ziel wäre eine Inbetriebnahme in den Jahren 2027/2028.

Strasse mit 5 Abschnitten: 1. Bis zu den Gleisen; 2. Südlich DSM; 3. öV/Velo Abschnitt; 4. Gewerbe Münchwilen; 5. Anschluss Stein. Foto: zVgKosten Südspange
Die Gesamtkosten für die Südspange (Strassenbau einschliesslich Verursacherknoten auf der K295, Landerwerb, Erschliessung mit Wasser und Entwässerung) betragen rund 25,8 Mio. Franken. Die Gemeinde hat davon rund 20,8 Mio. Franken zu tragen. Auf den Kanton entfallen total 7 Mio. Franken (nach Strassengesetz und ÖV-Gesetz). Und die Grundeigentümerbeiträge belaufen sich auf rund 8 Mio. Franken, wobei die Grundeigentümerbeiträge gestützt auf das kommunale Strassenreglement und die Reglemente betreffend Wasser und Abwasser eingefordert werden. Diese Kostenschätzung stellen die maximalkosten plus eine Reserve dar.
Der Finanzbedarf der Gemeinde von 10,8 Mio. Franken, der mit eigenen Mitteln bzw. mit Fremdmitteln aufzubringen ist, fällt je nach Baufortschritt in den Jahren 2024 und 2025, allenfalls 2026, an. Die Abschreibung erfolgt gemäss Gemeindefinanzrecht über 40 Jahre. das sind rund 270 000 Franken pro Jahr.

Bilder
Erstes Bild: Ausgangslage und Grundlagen Südspange. Foto: zVg
Zweites Bild: Strasse mit 5 Abschnitten: 1. Bis zu den Gleisen; 2. Südlich DSM; 3. öV/Velo Abschnitt; 4. Gewerbe Münchwilen; 5. Anschluss Stein. Foto: zVg