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Nachhaltigkeit im Badezimmer. Foto: zVg
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Ein Rückblick auf die Projektwochen der Oberstufe Frick

(eing.) An der Oberstufe Frick war in der Woche vor den Frühlingsferien einiges los. Traditionell finden an der Schule drei Projektwochen statt, eine pro Jahrgang, jeweils mit einem eigenen thematischen Schwerpunkt. Ziel ist es, den Lernenden Inhalte näherzubringen, die über den regulären Unterricht hinausgehen und einen Bezug zum Alltag sowie zur zukünftigen Berufswelt herstellen.

Die ersten Klassen setzten sich im Rahmen ihrer Projektwoche intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander. Im Projekt «Nachhaltige Energie entdecken» setzten sich die Lernenden intensiv mit den Grundlagen verschiedener Energieformen auseinander. Dabei lernten sie, zwischen nachhaltigen und nicht nachhaltigen Energieträgern zu unterscheiden und deren Bedeutung für Umwelt und Gesellschaft zu verstehen. Besonders anschaulich wurde das Thema durch spannende Exkursionen zu einer Fernwärmezentrale, einem Wasserkraftwerk und einer Kehrichtverwertungsanlage. Vor Ort erhielten die Jugendlichen eindrückliche Einblicke in die praktische Energiegewinnung und -nutzung und konnten so Theoretisches mit direkten Erfahrungen ergänzen.

Repaircafe. Foto: zVgAuch praktische Projekte waren Teil der Woche: In einem Repair-Café reparierten die Jugendlichen defekte Gegenstände und setzten sich dabei mit dem nachhaltigen Umgang von Ressourcen auseinander. Zudem stellten sie eigene Produkte wie Lippenpomade, Ringelblumensalbe, Haargel und Seife her. Ein weiteres Projekt widmete sich der Wiederverwertung von Textilien: Aus alten Bettlaken und T-Shirts wurde Textilgarn hergestellt, das anschliessend zu Körben, Sitzpoufs und Kissen verarbeitet wurde.

Betriebsbesichtigung Beck Maier. Foto: zVgFür die zweiten Klassen stand die Berufswahl im Zentrum der Projektwoche «Schule trifft Wirtschaft». Durch Betriebsbesichtigungen erhielten die Lernenden Einblicke in verschiedene Berufsfelder. So besuchten sie unter anderem die Bäckerei Konditorei Beck Meier, das Unternehmen Roche in Basel sowie die Brauerei Feldschlösschen. Zudem hatten sie die Gelegenheit, eine Vorlesung an der Universität Basel zu besuchen, was insbesondere für die Bezirksschülerinnen und -schüler eine interessante Erfahrung darstellte. Diese vielfältigen Einblicke ermöglichten es den Lernenden, unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und erste konkrete Vorstellungen für ihre eigene berufliche Zukunft zu entwickeln.

Schule trifft Wirtschaft, RentAStif. Foto: zVgIn einem Knigge-Workshop wurden sie auf das Verhalten und den Auftritt bei Bewerbungsgesprächen vorbereitet. Beim Podiumsgespräch «Rent-a-Stift» berichteten ehemalige Lernende der Schule Frick aus ihrem Alltag in der Lehre und gaben wertvolle Einblicke aus erster Hand. Ein besonderer Bestandteil der Woche waren die Bewerbungsgespräche, bei denen alle Lernenden die Möglichkeit hatten, ein erstes Gespräch mit Fachpersonen aus der Arbeitswelt zu führen. Diese Erfahrung bot eine wichtige Vorbereitung auf den zukünftigen Bewerbungsprozess.

Die Organisation dieser Projektwoche lag bei zwei verantwortlichen Lehrpersonen, die das Projekt mit grossem Engagement betreut und begleitet haben. Ein herzlicher Dank gilt auch den beteiligten Betrieben, die sich Zeit für die Durchführung der Bewerbungsgespräche genommen und die Lernenden unterstützt haben.
Die dritten Klassen stehen kurz vor dem Abschluss ihrer obligatorischen Schulzeit. Für sie bedeutet dies den Übergang in eine Lehre oder an eine weiterführende Schule, und damit einen weiteren Schritt ins erwachsene Leben. Somit bot die «Projektwoche politische Bildung» die Gelegenheit, sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinanderzusetzen, die für ihre Zukunft zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Bei der Projektwoche politische Bildung erfuhren die Lernenden der dritten Oberstufe etwas über die Rolle der Schweiz in Europa, die bilateralen Verträge und wie man gewinnbringend debattiert. Um das Interesse der Lernenden zu wecken war es hier auch möglich über den Vorschlag zu debattieren, ob Frankreich mit Käse überbacken werden sollte. Auf der anderen Seite wurden aber auch Themen wie Hate Speech und andere unerfreuliche Phänomene nicht ausgeklammert. Im Kurs «Extremismus» informierten sich die Lernenden z.B. durch Zeitungsartikel zu aktuellen extremistischen Vorkommnissen auch in der Schweiz. Die oft interaktiv gestalteten Unterrichtseinheiten regten die Lernenden zu Diskussionen und zur Mitarbeit an.
Jedes Jahr möchten wir durch unsere Projektwochen an der Oberstufe Frick ermöglichen, dass die Jugendlichen sich mit Fragen der Nachhaltigkeit und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen auseinandersetzen, Einblicke in die Berufswelt gewinnen und sich mit gesellschaftlichen und politischen Themen beschäftigen. So finden sie ihren eigenen Weg, bereiten sich auf ihre nächsten Schritte vor und lernen, sich reflektiert und verantwortungsbewusst in die Gesellschaft einzubringen.

Bilder
Erstes Bild: Nachhaltigkeit im Badezimmer. Foto: zVg
Zweites Bild: Repaircafe. Foto: zVg
Drittes Bild: Betriebsbesichtigung Beck Maier. Foto: zVg
Viertes Bild: Schule trifft Wirtschaft, RentAStif. Foto: zVg