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Der Zirkusgottesdienst in der katholischen Kirche Frick setzte den Schlusspunkt unter die Lagerwoche.
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Entdecken, dranbleiben und mutig sein – Zirkuslager der katholischen Pfarreien Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen

(feg) Vom 28. September bis 1. Oktober verwandelten rund 30 bis 35 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren die katholische Kirche, ihre Umgebung und den Rampartsaal in Frick in eine bunte Zirkuswelt. Zum gemeinsamen Herbstlager hatten die katholischen Pfarreien Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen eingeladen. Vier Tage lang wurde gespielt, gesungen, geübt, gelacht – und vor allem viel Neues ausprobiert.

Das Lager stand ganz im Zeichen des Zirkus. In verschiedenen Ateliers konnten sich die Kinder unter anderem im Seiltanz, mit Hula-Hoop und Diabolo, in Bodenakrobatik, beim Balancieren und bei weiteren Zirkuskünsten versuchen. Unterstützt wurde das Lager dabei auch vom Circus Peppino und von Tanzluft Frick, die verschiedene Ateliers gestalteten. Schnell zeigte sich: Nicht jedes Kunststück gelingt auf Anhieb. Doch gerade das Ausprobieren, Üben und erneute Versuchen gehörte wesentlich zu diesen Tagen.

Vier Botschaften für die Lagerwoche

Neben Spiel und Zirkuskunst zog sich eine biblische Geschichte wie ein roter Faden durch die Woche. Jeden Morgen begegneten die Kinder einem weiteren Abschnitt aus dem Leben des jungen David. Dabei standen vier Botschaften im Mittelpunkt: Entdecken, Dranbleiben, Gutes tun und Mut. Zu Beginn hörten die Kinder davon, wie ausgerechnet David, der jüngste Sohn der Familie, von Samuel zum zukünftigen König gesalbt wurde. Während die Menschen zunächst auf Grösse und Stärke schauten, sah Gott etwas in David, das für die anderen noch verborgen war. Die Botschaft für die Kinder lautete: In jedem Menschen steckt etwas Besonderes.

Am zweiten Tag stand das Dranbleiben im Mittelpunkt. Als Hirte hatte David vieles durch Übung gelernt – aufmerksam zu sein, Verantwortung zu übernehmen und mit seiner Schleuder umzugehen. Auch bei den Zirkuskunststücken machten die Kinder die Erfahrung, dass nicht alles beim ersten Mal klappt und Fähigkeiten Schritt für Schritt wachsen.

Am dritten Tag lernten die Kinder David als Musiker kennen. Mit seinem Spiel konnte er König Saul beruhigen und ihm guttun. Daraus entstand die Frage, wie auch die eigenen Begabungen anderen Freude machen können. Am letzten Lagertag schliesslich ging es um Mut: David stellte sich Goliat nicht mit einer fremden Rüstung entgegen, sondern vertraute auf das, was er selbst gelernt hatte und konnte. Auch abseits der Ateliers war einiges geboten. Am Donnerstag führte ein Ausflug nach Herznach mit einer Wanderung auf den Hübstel. Anschliessend wurde im Wald gespielt und gemeinsam grilliert.

Manege frei für den «Zirkus Bambini»

Auf einen besonderen Höhepunkt arbeiteten die Kinder während der ganzen Woche hin: das Musical «Zirkus Bambini». Darin möchte Fridolin unbedingt Clown werden und mit seiner Geige im Zirkus auftreten. Doch der Zirkusdirektor weist ihn zunächst ab – schliesslich habe er bereits genügend Clowns. Während in der Manege Elefanten, Hula-Hoop-Künstler, Diabolo-Artisten, Seiltänzerinnen und Seiltänzer, Akrobatinnen und Schlangenbeschwörer ihr Können zeigen, scheint Fridolins Traum bereits vorbei zu sein. Doch dann bricht der Tiger aus. Plötzlich bekommt Fridolin seine Chance: Mit seiner Geige gelingt es ihm, den Tiger zu zähmen. Ausgerechnet die Fähigkeit, die der Zirkusdirektor zuvor nicht gebraucht hatte, wird nun wertvoll – und Fridolin findet seinen Platz im Zirkus.

Am Sonntag, 4. Oktober, um 10.45 Uhr, fand die Lagerwoche mit einem Zirkusgottesdienst in der katholischen Kirche Frick ihren Abschluss. Vor der Gottesdienstgemeinde präsentierten die Kinder das gemeinsam vorbereitete Musical und zeigten, was sie während der vergangenen Tage eingeübt hatten. Dabei schloss sich noch einmal der Kreis zur Geschichte von David. Fridolin hatte seine Geige, David seine Schleuder. Beiden wurde zunächst wenig zugetraut, doch beide vertrauten schliesslich auf das, was in ihnen steckte. Vier Ballons mit den Worten «Entdecken», «Dranbleiben», «Gutes tun» und «Mut» erinnerten im Gottesdienst an die vier Tage und ihre Botschaften: Jeder Mensch hat unterschiedliche Fähigkeiten. Es lohnt sich, sie zu entdecken, an ihnen dranzubleiben, sie für andere einzusetzen und den Mut zu haben, den eigenen Weg zu gehen.

Ein Lager, das von vielen getragen wurde

Dass vier solche Lagertage möglich waren, verdankte sich dem Engagement vieler Menschen. Ein besonderer Dank gilt dem Leitungsteam der Pfarreien Frick, Gipf-Oberfrick und Oeschgen sowie Regula Scholer, Adrian Wydhooge, Hannah Wilczek, Valentina Stäuble und Judith Häseli, die sich ehrenamtlich in der Leitung und Begleitung der Kinder engagierten. Auch für das leibliche Wohl sorgte ein ehrenamtliches Team. Regula Mettauer, Hermann Stitz, Christina Lütold, Zahra Jafari, Masuma Kahvari und Adriana Feger kümmerten sich mit viel Einsatz um die Verpflegung. Zahlreiche Eltern steuerten zudem selbstgebackene Kuchen zum Dessert bei. Ein herzlicher Dank gilt ebenso dem Circus Peppino und Tanzluft Frick für die Mitgestaltung der Zirkusateliers sowie allen weiteren Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Tage beigetragen haben.

Vor allem aber waren es die Kinder, die mit ihrer Freude, ihrer Neugier und ihrem Mut das Lager lebendig machten. Vier Tage lang konnten sie erleben, was die Botschaft des Lagers auf den Punkt brachte: Entdecke, was in dir steckt, bleib dran, tu damit anderen Gutes – und hab den Mut, es zu zeigen.

Bild: Der Zirkusgottesdienst in der katholischen Kirche Frick setzte den Schlusspunkt unter die Lagerwoche.
Foto: zVg