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Teun Braken konzertiert am Bettag, 20. September, um 17 Uhr in der katholischen Kirche Frick. Foto: zVg
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Frick: Echos aus Amsterdam zum Bettagskonzert am 20. September

(tb) Das Bettagskonzert um 17 Uhr in der kath. Kirche Frick führt auf den Spuren einer der einflussreichsten Persönlichkeiten der europäischen Orgelmusik: Jan Pieterszoon Sweelinck. Von Amsterdam aus wirkend, prägte Sweelinck eine ganze Generation norddeutscher Organisten. Seine Schüler und deren Nachfolger entwickelten seinen virtuosen, kontrapunktischen und farbenreichen Stil weiter und schufen damit eine der bedeutendsten Traditionen der deutschen Orgelmusik des 17. Jahrhunderts.

Im Zentrum des Programms steht Jan Pieterszoon Sweelinck mit drei Toccaten in C-Dur, d-Moll und a-Moll sowie seiner Bearbeitung von John Dowlands berühmter Pavana Lachrymae. Die Toccaten lassen die Virtuosität, den improvisatorischen Charakter und die kunstvolle kontrapunktische Schreibweise erkennen, für die Sweelincks Orgelmusik bis heute geschätzt wird. Mit Heinrich Scheidemanns Praeambulum in d-Moll und seiner Pavana Lachrymae sowie Matthias Weckmanns Canzona in C-Dur und dem Magnificat secundi toni wird hörbar, wie Sweelincks musikalische Ideen von der nachfolgenden Generation norddeutscher Organisten aufgenommen und weiterentwickelt wurden. Anthoni van Noordts Variationen über Psalm 24 führen zurück in die niederländische Orgeltradition, während William Byrds The Bells mit seinen immer wiederkehrenden Glockenmotiven einen reizvollen Blick auf die englische Tastenmusik jener Zeit eröffnet. So zeichnet das Konzert musikalisch den Weg von Amsterdam über England nach Norddeutschland nach und verbindet virtuose Toccaten, kunstvolle Variationen und ausdrucksstarke Klangbilder zu einem abwechslungsreichen Gesamtprogramm.

Teun Braken wuchs in den Niederlanden auf und kam schon in jungen Jahren mit Alter Musik in Berührung, als er im Alter von zehn Jahren begann, Cembalo zu spielen. Seine formale musikalische Ausbildung begann 2012 am Conservatorium Utrecht, wo er Cembalo und Orgel studierte. Nach Abschluss seines Bachelorstudiums setzte er seine Ausbildung am Conservatorium van Amsterdam fort und erwarb dort seinen Masterabschluss im Fach Cembalo.

Um sich auf Generalbassspiel und Ensembleleitung zu spezialisieren, verliess Teun die Niederlande und studierte bei den Professoren Jörg-Andreas Bötticher und Tobias Lindner an der Schola Canto­rum Basiliensis in Basel, Schweiz. Während seines Studiums begann Teun parallel eine Konzertkarriere und trat auf Bühnen in ganz Europa mit renommierten Ensembles wie der Nederlandse Bachvereniging, Concerto d’Amsterdam, dem Capriccio Barockorchester Basel, La Sfera Armoniosa und der Internationalen Bachakademie Stuttgart auf.

Teun ist Organist an der Reformierten Kirche Frick und unterrichtet an der Hochschule für Musik Freiburg, wo er seine Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich Cembalo und Generalbass weitergibt. Seit August 2026 ist er ebenfalls Dozent für Cembalo an der Musikschule Bern.

Bild: Teun Braken konzertiert am Bettag, 20. September, um 17 Uhr in der katholischen Kirche Frick. Foto: zVg