(moe) Bei vier Einsteigestationen konnten die Gemeinderätin und das Frauenbund-Organisationskomitee 54 Gäste im Doppelstöckercar zur diesjährigen Seniorenreise in Richtung Ostschweiz begrüssen.
Über Niederweningen und Regensdorf ging die Fahrt zügig auf der Autobahn bis nach Uster im Zürcher Oberland weiter. Die aromatischen Milchweggli und die Schoggibranchli durften man und frau bei kurzweiliger Fahrt geniessen. Riegelhäuser und grüne Hügellandschaft prägten den strahlenden Ausblick bis ins Tösstal und schliesslich zum Textilmuseum Neuthal in Bäretswil.
Zwischen alten Parkbäumen und ehemaligen Industriegebäuden wurde der Reisegesellschaft eine kurze Einführung zum damaligen Handwerk und der hiesigen Industriegeschichte erklärt. In Gruppenführungen erzählten ehemalige Textiltechniker und Historiker Interessantes zu den Themen «Wasserkraft – Motor der Industrialisierung», «Mode macht Geld» und «Weben – vom Webschiffchen zum Luftstoss». Ratternde Maschinen präsentierten anschaulich die damalige Fabrikarbeit. Gelegenheiten zur gemütlichen Kaffeepause, zum Erwerb bestickter Geschenkartikel oder wunderschöner, gewobener Küchentextilien aus Eigenproduktion waren gegeben. Das feine Mittagessen genoss die Reisegesellschaft im Restaurant Schifflände in Maur. Ein kurzer Gang bei stechender Sonne zum Schiffssteg und der Ausblick über den Greifensee hätte zu einem Sprung ins kühle Wasser gereizt. Bei der Weiterfahrt über den Pfannenstiel lag die Alpenkette in leichtem Dunst. Unterwegs zwischen Zürichseeufer und Rebbergen wurde alsbald bei Rapperswil via Seedamm das Gewässer überquert. Die Strassenüberlastung nach dem Limmattalerkreuz wurde vom Chauffeur souverän bewältigt und von den Reisenden mit vielen Gesprächen ausgefüllt.
Die zwei Gesundheitsbetreuenden des Samaritervereins durften glücklicherweise die Ersthilfeausrüstung verpackt lassen. Beeindruckende Erkenntnisse über die Textiltechniken, Industrialisierung oder heutige Umweltbelastungen und ein sonniger Ausflug dürfen sich nun zu Erinnerungen festigen.