(ut) Lediglich 91 von insgesamt 2646 Stimmberechtigte konnte Gemeindepräsidentin Verena Buol Lüscher zur Sommergemeindeversammlung begrüssen. Die wenigen Traktanden und keine umstrittenen Geschäfte waren sicher die Hauptgründe für die tiefe Beteiligung.
Die Jahresrechnung 2025 fiel mit einem Ertragsüberschuss von 416'860 Franken positiv aus. Das Nettovermögen der Gemeinde beläuft sich auf 1,79 Millionen Franken. Die Finanzlage ist stabil.
Unter den Informationen wies Finanzgemeinderätin Monica Consoni aber daraufhin, dass die finanziellen Aussichten angespannt sind. Weitere Investitionen für den Erhalt der Gemeindeinfrastruktur stehen an, und die steigenden Ausgaben in den Bereichen Pflegefinanzierung und Soziales sind für alle Gemeinden belastend. Mit grosser Mehrheit stimmte der Souverän der Rechnung 2025 zu.
Kredite überschritten
Zwei Kreditabrechnungen standen zur Debatte, beide mit einer Überschreitung. Die Sanierung des Enzbergstichs belief sich auf 691'092.25 Franken und lag damit um 51'092.25 Franken höher als der beschlossene Kredit. Gründe für die Mehrkosten waren ein nicht geplantes Zufahrtsprovisorium sowie zusätzliche Massnahmen im Unterbaubereich. Trotz einem Zusatzkredit sind die Aufwertungen Dorfmitte nochmals teurer ausgefallen als prognostiziert. Die Gesamtkosten für die Massnahmen in vier verschiedenen Bereichen belaufen sich auf 681'803.13 Franken. Die Mehrkosten für die Gemeinde betragen 91'803.13 Franken. Gründe für die Überschreitung waren vor allem Mehrkosten bei der Rampe zum Pfarrhaus und Kirche sowie der Abbruch der bestehenden Trennmauer mit einem neuen Aufgang. Die Stimmberechtigten anerkannten die Aufwertungen, kritisierten aber die hohe Überschreitung. Trotzdem wurden beide Kredite von der Versammlung genehmigt.
Regierungsrat genemigt Nutzungsplanung
Vor wenigen Tagen hat der Regierungsrat die revidierte Nutzungsplanung genehmigt. An der Versammlung stimmte der Souverän auch dem neuen Gebührenreglement, das keine wesentliche Erhöhung vorsieht, zu. Zum Abschluss informierten alle Gemeinderäte über verschiedene Geschäfte in ihren Ressorts. Am anschliessenden Apéro genossen die Anwesenden den neuen Gipf-Oberfricker Gemeindewein.