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Der Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick begab sich auf die Suche nach Wisenten.
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Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick auf den Spuren der Wisente

(eing.) Die diesjährige Vereinsreise des Natur- und Vogelschutzvereins Gipf-Oberfrick führte in den wunderschönen Solothurner Jura.

Ziel des Ausflugs war der Naturpark Thal bei Welschenrohr, wo die Teilnehmenden bei einer spannenden Führung mehr über die Wisente und das einzigartige Wiederansiedlungsprojekt erfuhren. Bereits die Anreise war Teil des Erlebnisses. Mit dem Car ging es via Liestal und über den Oberen Hauenstein auf 734 Meter über Meer in Richtung Balsthal. Dort legte die Gruppe einen gemütlichen Kaffeestopp ein, bevor es weiter zum Hauptprogrammpunkt ging.

Im Naturpark Thal angekommen, begab sich die Gruppe auf die Spuren der Wisente. Das Projekt läuft seit rund vier Jahren und untersucht, wie sich die grössten noch lebenden Wildtiere Europas im Jura verhalten und ob eine Wiederansiedlung möglich wäre. Die Herde umfasst derzeit 13 Tiere. Wisente können bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnell werden, wirken aber trotz ihrer Grösse ruhig und gelassen, solange sie ungestört bleiben.

Während der Führung erfuhren die Vereinsmitglieder viel Wissenswertes über den Lebensraum der Tiere und ihre Bedeutung für die Natur. Wisente fressen viel Laub, halten Waldränder offen und schaffen durch ihr Verhalten Lichtungen. Davon profitieren verschiedene Pflanzen- und Tierarten. Auch gegen die Ausbreitung von Brombeeren können die Tiere eine positive Wirkung haben. Ihr dichtes Fell bleibt an Ästen und Sträuchern hängen, wodurch Samen weitergetragen werden. Besonders eindrücklich war die Suche nach den Tieren im Gelände. Bevor man die Wisente sah, konnte man sie riechen. Dann verriet ein schwänzelnder Schwanz zwischen den Bäumen ihre Anwesenheit. Die Gruppe hatte Glück: Die Wisente wurden gesucht und fast auf Anhieb gefunden.

Nach der Führung führte die Reise weiter zum gemeinsamen Mittagessen in den Gasthof Reh in Herbetswil. Bei guter Stimmung wurde gegessen, erzählt und das Erlebte ausgetauscht. Am Nachmittag rundete ein Halt in Waldenburg bei Kaffee und Glace den Ausflug ab.
Müde, aber sehr zufrieden, trat der Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick schliesslich die Heimreise an. Die Vereinsreise bot eindrückliche Naturerlebnisse und spannende Einblicke in ein besonderes Artenschutzprojekt. Für viele war nach diesem Tag klar: In den Naturpark Thal kommt man gerne wieder.

Bild: Der Natur- und Vogelschutzverein Gipf-Oberfrick begab sich auf die Suche nach Wisenten.
Foto: zVg