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Fehlende Zeitung - fehlgeleitete Zustellung

FRICKTAL. Aufgrund eines Logistikfehlers bei der Post wurde ein Sammelbehälter mit den Donnerstagsausgaben der Neuen Fricktaler Zeitung/Fricktaler Woche/fricktal.info leider fehlgeleitet. Statt in Laufenburg landeten die darin enthaltenen Zeitungen in Lenzburg. Dies führte dazu, dass viele Leserinnen und Leser im Bezirk Laufenburg am Donnerstag keine Zeitung erhielten. Die Post entschuldigt sich für diesen Fehler, die Zeitungen werden am Freitag zugestellt.

Verlagsleitung

Die Teilnehmenden folgen der Pedibusroute und diskutieren weitere Gefahren des Schulwegs, etwa das fehlende Geländer am Bach. Foto: VCS Aargau / zVg

Pedibus bringt Sicherheit: VCS Aargau lud zum Ortstermin in Herznach

(vcs) Für die Sicherheit von Kindern auf dem Schulweg sind die Gemeinden verantwortlich. Um das sichere Überqueren der stark befahrenen Staffeleggstrasse zu ermöglichen, hat die Gemeinde Herznach eine im Kanton Aargau einzigartige Lösung gefunden. Der VCS Aargau lud zum Ortstermin ein.


 Pedibus-Koordinator Sebastian Kessler und seine Stellvertreterin Denise Wipf stellen den Pedibus vor. Foto: VCS Aargau / zVgAutos, Lastwagen, Landmaschinen, Busse – gegen 12 000 Motorfahrzeuge fahren täglich durch das beschauliche Herznach. Undenkbar, dass Kindergarten- und Unterstufenkinder die stark befahrene Staffeleggstrasse selbständig überqueren. Ein gutes Dutzend Sicherheitsverantwortliche aus Aargauer Gemeinden – Gemeinderäte, Angehörige von Regionalpolizeien und weitere Interessierte – folgten der Einladung des VCS Aargau und erfuhren unter Traktoren- und Lastwagenlärm, warum der Strassenübergang im Zentrum des Dorfes gefährlich ist. «Das hohe Verkehrsaufkommen, fehlende Trottoirs und die unübersichtliche Situation bergen grosse Gefahren für die kleinsten Verkehrsteilnehmenden», sagte Sebastian Kessler. Er ist Koordinator des Pedibus, dem Schlüsselelement für einen sicheren Schulweg in Herznach.

Ein Schulbus, der nicht fährt
In einer ruhigeren Seitenstrasse erklärte Kessler, wie das Erfolgsrezept funktioniert. «Der Pedibus ist ein Schulbus, der nicht fährt, sondern zu Fuss geht. Die Kinder besammeln sich bei einer Pedibushaltestelle und werden von einem Erwachsenen in Gruppen über die Strasse zur nächsten Pedibushaltestelle begleitet.» Darüber hinaus sorge der Pedibus dafür, dass die Kinder in einer Gruppe unterwegs sind. Denise Wipf, die Stellvertreterin von Kessler, ergänzt: «Der Pedibus fördert die sozialen Kontakte und verbessert die Sichtbarkeit der Kinder auf dem restlichen Schulweg.»

Schulwegsicherheit ist eine öffentliche Aufgabe
Die Organisation und Koordination eines Pedibusses hätten sich als unkompliziert herausgestellt. «Schliesslich machen wir das Gleiche wie viele Eltern», sagte Sebastian Kessler. «Wir begleiten Kinder über die Strasse – einfach professionell». Üblicherweise wird eine Pedibuslinie, von denen es in der Schweiz gegen 450 gibt, in Eigenregie von einer Elterngruppe geführt.
Herznach ging einen Schritt weiter: Alle Begleitpersonen sind bei der Gemeinde angestellt und werden für ihre Tätigkeit bezahlt. Dies lobt Christian Keller, Geschäftsführer des VCS Aargau. «Die Gemeinde steht in der Verantwortung, etwas zu unternehmen, wenn ein Schulweg nicht zumutbar ist. Wir finden es toll, dass sich die Gemeinde Herznach dieser Verantwortung stellt und den Pedibus institutionalisiert hat.»

Bilder:
Erstes Bild: Die Teilnehmenden folgen der Pedibusroute und diskutieren weitere Gefahren des Schulwegs, etwa das fehlende Geländer am Bach.
Zweites Bild: Pedibus-Koordinator Sebastian Kessler und seine Stellvertreterin Denise Wipf stellen den Pedibus vor.
Fotos: VCS Aargau / zVg