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Anne-Sophie und Felix Berki
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Ein neuer reformierter Pfarrer für Magden: Felix Berki

(af) Bei der Versammlung der reformierten Kirchgemeinde Region Rheinfelden am Mittwoch, 10. Juni, ist Felix Berki zum neuen Pfarrer für Magden gewählt worden. Der 28-Jährige absolviert derzeit das Vikariat am Basler Münster. Am 23. August wird er ordiniert.

Vor der Wahl, die im Kirchgemeindehaus «Gässli», seinem zukünftigen Arbeitsort, stattfand, stellte sich der angehende Pfarrer kurz vor. Aufgewachsen ist er zusammen mit zwei Brüdern in einem offen-liberalen Pfarrhaus in Adliswil bei Zürich. Später habe er «Verschiedenes ausprobiert», sagte Berki, habe auch freikirchliche Angebote besucht. «Doch ich habe gespürt, dass mir die reformierte Kirche am Herzen liegt und ich dort zuhause bin.»

Prägend war ein Auslandsemester während des Studiums an der Stellenbosch University in Südafrika. Die Nähe zu den Menschen und ihren Nöten – Armut, AIDS etc. –, die Positionierung befreiungstheologisch orientierter Kirchgemeinden in diesem Kontext, all das sei für sein eigenes Leben und seinen Glauben wegweisend geworden, ebenso die feministische Theologie im Gefolge der grossen deutschen Theopoetin Dorothee Sölle (1929-2003). Weitere wichtige Erfahrungen während des Studiums hat Berki in der Kommunikationsabteilung der Reformierten Kirche Zürich und auch als Mitarbeiter bei der Paulus-Akademie gesammelt, einer katholischen Bildungsinstitution für Religion, Ethik, Gesellschaft und Politik in Zürich.

Work&Travel

Nach Studienabschluss unternahm Berki zusammen mit seiner Frau Anne-Sophie, die an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz Architektur studiert, eine einjährige «Work&Travel»-Reise nach Australien, Neuseeland und Südamerika. Seit der Rückkehr absolviert er das einjährige Vikariat im Basler Münster bei der dortigen Pfarrerin Dr. Caroline Schröder Field. Er lerne viel, sagte Berki, theologisch, liturgisch, menschlich, und freue sich, das Gelernte zur Anwendung zu bringen. Er freue sich aber auch, dies in einem eher dörflichen und ländlichen Umfeld zu tun. Bald schon werden Anne-Sophie und Felix Berki ins Magdemer Pfarrhaus einziehen; am 23. August wird er im Grossmünster in Zürich ordiniert; die Einsetzung als Gemeindepfarrer ist für den 18. Oktober geplant.

Ebenfalls gewählt wurden im Rahmen der Versammlung zwei neue Mitglieder der Kirchenpflege: Dr. med. Sandra Bigi, stellvertretende Kantonsärztin, war «im letzten Jahrtausend» schon einmal Kirchenpflegerin. Nun stellt sie sich – «mit etwas mehr Lebenserfahrung», wie sie bei der Vorstellung lachend sagte – zum zweiten Mal für das Amt zur Verfügung, in einer Kirchgemeinde, die sie als vielfältig und offen erlebe und die ihr viel gebe. Shania Bayard, ehemalige Konfirmandin und seither engagierte freiwillige Mitarbeiterin im Jugendbereich, sagte, dass sie sich über die Anfrage, in der Kirchenpflege mitzuwirken, sehr gefreut habe und hoffe, in dieser Behörde für sie neue Erfahrungen sammeln zu können.

Das Münster als Talentschmiede

Weiter präsentierte der Finanzverantwortliche Carlo Habich die Rechnung des vergangenen Jahres, und der Präsident der Kirchenpflege, Dr. med. Roland Arnold, stellte mit Genugtuung fest, dass es der Kirchgemeinde gut gehe. Die finanzielle Situation ist komfortabel, und personell konnten alle Vakanzen besetzt werden, besonders die Pfarrstellen: Felix Berki ist nach Laura Klingenberg und Jonas Meier, der ebenfalls «aus unserer Talentschmiede, dem Basler Münster» stammt, die dritte junge Pfarrperson, die in der Kirchgemeinde Region Rheinfelden anheuert.

Allerdings sei er, bemerkte Roland Arnold mit Schalk, bei der Sitzungsvorbereitung auf einen Vers im Prediger Salomo gestossen: «Ein Tor legt die Hände ineinander und verzehrt sein eigenes Fleisch» (Prediger 4, 5). Wir dürfen, mahnte der Präsident, jetzt nicht ausruhen. Vielmehr gelte es, «die Weichen zu stellen, damit unsere Kirchgemeinde auch morgen lebendig, einladend und in der Mitte der Gesellschaft verankert bleibt». Er schloss seine Rede mit den Worten: «Packen wir die Zukunft mit Zuversicht an. Dankbar für das, was wir haben, offen für das, was kommt, und im Vertrauen darauf, dass Gott auch morgen an unserer Seite stehen wird.»

Noch lange stand man anschliessend zusammen, dichtgedrängt beim Apero mit Magdemer Weisswein und Apfelsaft und den riesigen, selbstgebackenen Zöpfen der Sigristin Magdalena Sterki, die schon Kultstatus erlangt haben.

Bild: Anne-Sophie und Felix Berki
Foto: zVg