(ah) Zum ersten Mal seit der Corona-Pause konnte der römisch-katholische Kirchenchor Möhlin seinen Sängerinnen und Sängern wieder einen zweitägigen Ausflug anbieten.
«Nun haben wir doch keinen einzigen Ton gesungen», stellte eine der beiden Reiseleiterinnen fest, als der Car am Ende des zweiten Reisetages wieder nach Möhlin einbog. «Das holen wir fleissig nach», versprach unisono der Chor. Zuvor waren halt die Zungen anderweitig beschäftigt, mit «Ah!» und «Oh!», mit Scherzen und Lachen, mit Degustieren und Schmelzen lassen.
Auf die Doppelrahm-Meringue in Greyerz verzichteten allerdings angesichts des Hitzetages die meisten Reiseteilnehmenden; sie suchten dafür die Schattenplätze auf: Schlossmuseum, Tibet-Museum, HR Giger-Museum und das Live-Angebot von allerlei Arts de Cuisine et de Cave. Für die Nachspeise bot sich das Maison Cailler im benachbarten Broc an; nach der spannend inszenierten Einführung in die Geschichte der Schokolade galt es dort zuerst zu spüren und zu riechen, bevor dann die Euphorie des Schokoladegenusses voll aufblühen durfte.
Nach dem Transfer zum Schlafplatz in Neuchâtel war die Reisegesellschaft zum Nachtessen auf einer Terrasse eingeladen; dort war ausgiebig die Gaumenfreude angesagt, der die Reisenden artig frönten. Einigen wurden die Nachtstunden über der lauten Hafenlustbarkeit der Stadtjugend lang, trotzdem waren am Vormittag alle Reiseteilnehmenden wohlgemut zur Stelle, als es den Bielersee zu erkunden galt. Einige Sängerinnen und Sänger schauten sich die Petersinsel nur vom Schiff aus an, die Mehrzahl entschied sich indes für den Wanderweg nach Erlach und nahm aber unterwegs dankbar jeden Baumschatten zur Kenntnis, denn die Temperatur schien an diesem Sonntag immer weiter zu steigen.