(er) Zur 137. Generalversammlung der SG Oeschgen konnte Präsident Georg Zundel 21 Aktivmitglieder in der Schützenstube der RSA «Schlauen» begrüssen und willkommen heissen. Deren 10 liessen sich entschuldigen, darunter auch Regierungsrat Alex Hürzeler.
Zu Ehren des verstorbenen Max Güntert, Ehrenmitglied, erhob sich die Versammlung zu einer Schweigeminute.
Bevor zum geschäftlichen Teil übergegangen wurde, gab es ein leckeres Nachtessen, organisiert von Margrith Zweifel und Fritz Berger.
Für die Versammlung galt es, 12 Traktanden abzuwickeln. Anton Bürdel wurde als Stimmenzähler vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Als Tagespräsident, da Wahlen traktandiert waren, amtierte Fritz Berger, alt Präsident.
Das von Thomas Kienberger interimistisch verfasste Protokoll der letzten GV wurde von Thomas Bur verlesen und einstimmig gutgeheissen. Dem Verfasser und dem Präsentator wurde dafür bestens gedankt. Unter dem Traktandum «Mutationen» mussten leider zwei Austritte registriert werden: Michaela Hossli und Martin Naas, gewesener Aktuar.
In seinem Jahresbericht streift der Vorsitzende die Highlights der vergangenen Schiess-Saison. Als besonderes Ereignis war die Teilnahme am Waadtländer Kantonalschützenfest im Raum Payerne erwähnenswert. Thomas Schubert durfte sich dabei im Ehrengaben-Stich als schweizweiter Sieger feiern lassen. Er erzielte mit seinem Standardgewehr 198 von 200 möglichen Punkten. Damit generierte er die 1. Gabenstufe. Abschliessend dankte der Verfasser seinen Vorstandskollegen und allen, die stets dazu bereit sind, die SG Oeschgen auf Kurs zu halten, ganz herzlich. Der hervorragend abgefasste Jahresbericht wurde abgesegnet und mit grossem Applaus gewürdigt.
Kassier Erhard Welte führte durch die Jahresrechnung 2022 und erklärte die wichtigen Posten. Er begründete dabei auch eine Vermögensabnahme von zirka 2000 Franken. Da ein für Vereinsbegriffe hohes Vermögen vorliegt, wird dieses bewusst – zum Beispiel durch Beiträge an kantonale Schiessanlässe – heruntergefahren. Die Revisoren Anton Bürdel und Albert Zundel lobten die zuverlässige und saubere Rechnungsführung und empfahlen, der Jahresrechnung 2022 zuzustimmen. Kein Problem – es herrschte Einstimmigkeit. Die korrekte, saubere Arbeit wurde auch mit entsprechendem Applaus geehrt.
Das Traktandum «Wahlen» konnte, trotz einer Vakanz zügig abgewickelt werden. Da sonst keine Demissionen vorlagen, wurden die verbleibenden Vorstandsmitglieder mit Applaus erneut gewählt. Auch Präsident Georg Zundel empfing alle Ehre zu seiner Wiederwahl. Als Fähnrich wirkt weiterhin Gottfried Obrist. Es gilt nun, die zur Verfügung stehende Charge des Aktuars neu zu besetzen.
Das Traktandum 7, «Mitgliederbeitrag p/a», gab zu reden. Seit einigen Jahren wurde unverändert ein Beitrag von 20 Franken erhoben. Dadurch resultiert nach heutiger Sicht ein strukturelles Defizit pro Vereinsmitglied. Ein akutes Finanzproblem besteht aber nicht. Trotzdem soll vorgesorgt werden. Der Vorstand schlug vor, den Mitgliederbeitrag auf 50 Franken anzu-heben und auch die Befreiung des Beitrags für Vorstandsmitglieder zu streichen. Dass eine Erhöhung nötig ist, war einleuchtend. Es gab Voten, die für eine noch höhere Leistung einstanden, und solche, die die Beitragsbefreiung für den Vorstand beibehalten wollten. Nach ausgiebiger Diskussion wurde dann der Vorschlag des Vorstandes – wenn auch knapp – gutgeheissen: Mitgliederbeitrag p/a neu 50 Franken, und Lizenz p/a 45 Franken.
Das Jahresprogramm (JP) 2023 umfasst wieder zwölf Schiessanlässe, die zur Jahresmeisterschaft zählen. Zusätzliche vier Schiessen werden empfohlen. Als Höhepunkt gilt dann sicher die Teilnahme am 31. Aarg. Kantonalschützenfest im Freiamt. Dem vorliegenden JP wurde zugestimmt. Es ist zu hoffen, dass nach den Covid-Restriktionen die Teilnehmerzahlen bei diesen Schiessanlässen wieder zu alter Stärke heranfinden.
Schützenmeister Thomas Kienberger orientierte über die neuen, zugelassenen Hilfsmittel für Ordonnanzwaffen.
Unter «Ehrungen» kamen folgende Schützinnen und Schützen zu folgendem Status: «Veteranen»: Thomas Bur, Viktor Hürzeler und Thomas Kienberger. «Senior-Veteran»: Fritz Berger. «Ehren-Veteranin»: Mary Rätzer.
Es ist vorgesehen, wieder einen Jungschützenkurs durchzuführen. Nadja Rätzer, Jungschützenleiterin, wird sich darum bemühen.
Unter «Verschiedenem & Umfrage» informierte der Vorsitzende über ausserordentliche Schiessanlässe wie Einzel- und Gruppenwettschiessen und Aargauische Mannschaftsmeisterschaft. In diesem Jahr ist die SG Oeschgen auch für der Durchführung des 101. Oberfricktalischen Verbandsschiessens verantwortlich. Es besteht auch die Möglichkeit, heuer an verschiedenen Daten einem Kurs für Schiess-Technik beizuwohnen. Kursleiter ist Ueli Amsler, Frick, ehemaliger Match-Schütze. Mit dem traditionellen «Schlauen-Cup» wurde am 11. März bereits die neue Schiess-Saison eröffnet.
Zum Schluss der diesjährigen GV bedankte sich Georg Zundel bei allen für ihr Erscheinen und für das Interesse gegenüber der Schützengesellschaft. Er wünscht allen eine gute Schiess-Saison 2023.