(sbw) Die «Stiftung Fricktaler Museum Rheinfelden» bildet neu die Trägerschaft des Fricktaler Museums. Sie hat in diesem Jahr ihre Tätigkeit aufgenommen – ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung des Fricktaler Museums Rheinfelden.
Als selbständige Stiftung mit dem Zweck, im Haus zur Sonne ein attraktives und modernes Museum zu betreiben, welches den Besuchenden die Auseinandersetzung mit der Rheinfelder und Fricktaler Kultur, Geschichte und Identität auf attraktive Weise ermöglicht, führt sie das Fricktaler Museum in die Zukunft und setzt das Erneuerungsprojekt «Fricktaler Museum Rheinfelden 2030» strukturiert, professionell und zukunftsorientiert um.
Klares Bekenntnis der Einwohner und vom Kanton
Bereits im letzten Sommer wurde mit dem klaren Bekenntnis der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an den beiden Gemeindeversammlungen in Rheinfelden zum Erneuerungsprojekt «Fricktaler Museum Rheinfelden 2030» und den entsprechenden Bruttoinvestitionen die entscheidende Weichenstellungen vorgenommen. Ebenfalls wurde beschlossen, die Liegenschaft und die Sammlung einer damals noch zu gründenden Stiftung zu übertragen.
Die Einwohnergemeindeversammlung sagte mit grosser Mehrheit Ja zu einem Bruttokredit von 7,355 Millionen Franken für die Investitionen in die Sanierung und Erneuerung der Liegenschaft, die Ortsbürger stimmten der Investition von 5,058 Millionen Franken ebenfalls sehr deutlich zu, welche die Erneuerung und Modernisierung der Dauerausstellung beinhaltet. Die Ortsbürgergemeinde ist auch zuständig für die Übernahme der operativen Kosten für den Betrieb des Museums. Eine grosse Unterstützung erhält das Projekt auch von Seiten des Kantons. Aus dem Swisslos-Fonds steuert der Aargau einen Beitrag von 3,5 Millionen Franken bei.
Neue Stiftung und Organisation gut gestartet
Die strategische Leitung der «Stiftung Fricktaler Museum Rheinfelden» liegt beim Stiftungsrat. Dieser setzt sich zusammen aus Franco Mazzi (Präsident), Walter Herzog (Vizepräsident), Susanne Ammann, Jürg Gasser, Carlo Habich, Susanna Schlittler und Peter Tanner. Die operative Leitung des Museums liegt in den kompetenten Händen von Museumsleiterin Kathrin Schöb und ihrer Stellvertreterin Stella Barmettler Wälti.
Erneuerungsprojekt «Fricktaler Museum Rheinfelden 2030» auf Kurs
Im Rahmen von drei öffentlichen Ausschreibungsverfahren konnten dieses Frühjahr bereits zentrale Aufträge vergeben werden. Diese betreffen die Generalplanerleistungen im Teilprojekt Architektur, die Szenografie sowie die Kuratorische Projektleitung für die Dauerausstellung. Die Vergaben erfolgten gemäss den definierten Verfahren und auf Grundlage fachlicher Qualitätskriterien.
Mit der Beauftragung des Architekturbüros Burckhardt Architektur AG als Generalplaner, des Szenografie-Teams Stauffenegger + Partner AG sowie des Projektbüros imRaum | Furter & Rorato für die Erneuerung der Dauerausstellung sind die personellen Voraussetzungen für die nächsten Planungsschritte geschaffen. Die drei Partner bringen die erforderlichen Fachkompetenzen in ihren jeweiligen Aufgabenbereichen ein und begleiten die weitere Projektentwicklung. Das Erneuerungsprojekt befindet sich in der vorgesehenen Planungsphase und verläuft planmässig: Alle Projektbeteiligten arbeiten eng zusammen, um Raumkonzepte, Inhalte, und betriebliche Anforderungen aufeinander abzustimmen. Die Zusammenarbeit der beteiligten Fachpersonen ist intensiv und gut koordiniert.
Das Projekt «Fricktaler Museum Rheinfelden 2030» bewegt sich im festgelegten Budgetrahmen. Durch die strukturierte Projektsteuerung und die klar definierten Vergabeprozesse können Kostenentwicklungen eng begleitet und gesteuert werden. Auch in Bezug auf den Gesamtzeitplan sind wir auf Kurs.
Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist die im zweiten Halbjahr anstehende Räumung des Hauses zur Sonne – die heute rund 3000 Objekte im Haus zur Sonne müssen fachgerecht verpackt, in die Museumslager transportiert und eingeräumt werden. Die Museumsleitung hat die Vorbereitungen dafür bereits in den Nebenräumen aufgenommen: und arbeitet derzeit in provisorischen Nebenräumen an der Sichtung, Inventarisierung und Vorbereitung der Bestände. Ziel ist es, das Museumsgebäude bis Ende 2026 vollständig zu räumen und so die Voraussetzungen für die weiteren Schritte im Erneuerungsprojekt zu schaffen.
Fricktaler Museum Rheinfelden 2030
Mit dem Projekt «Fricktaler Museum Rheinfelden 2030» entsteht ein zeitgemässes und attraktives Museum, das die Geschichte, Identität und kulturelle Vielfalt der Stadt Rheinfelden und der Region Fricktal unter dem Narrativ «Fricktal – Leben im Grenzraum» neu erlebbar macht. Ziel ist ein offenes, attraktives und zukunftsgerichtetes Fricktaler Museum Rheinfelden für Bevölkerung und Besuchende.
Der Stiftungsrat, die Museumsleitung und die Projektbeteiligten blicken mit grosser Motivation auf die kommenden Schritte und freuen sich auf die Realisierung des neuen Fricktaler Museums, welches ab seiner Eröffnung im Rheinfelder Jubiläumsjahr 2030 über die Region hinaus Strahlkraft entfalten wird.
Das Fricktaler Museum und seine heutige Dauerausstellung ist noch bis Sonntag, 28. Juni, jeweils dienstags, samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ab September wird das Haus zur Sonne für Besuchende nur noch an einzelnen Veranstaltungen geöffnet sein. Diese sind dem Jahresprogramm zu entnehmen. www.fricktaler-museum.ch
Bild: Der Stiftungsrat und die Museumsleitung des Fricktaler Museums Rheinfelden vor dem Haus zur Sonne: Stella Barmettler (links, stv. Museumsleitung), Susanne Ammann, Jürg Gasser, Franco Mazzi (Präsident), Walter Herzog (Vizepräsident), Susanna Schlittler, Carlo Habich und Kathrin Schöb (Museumsleitung); es fehlt Peter Tanner. Foto: Marcel Hauri